Den angeschlagenen, japanischen Elektronikkonzern Sanyo hat die Börsenaufsicht ins Visier genommen. Es stellten sich Unregelmäßigkeiten bei den Bilanzen im Bereich Halbleiter und LCD-Fertigungen heraus, wodurch falsche Dividendenzahlungen in Höhe von ca. 171 Millionen Euro erfolgten. Auf Grund dieser Vorkommnisse musste Sanyo die Bilanzen der vergangenen sechs Jahre korrigieren und die Börsenaufsicht in Tokio prüft aktuell einen Börsenausschluss des Unternehmens.
Seitens der Wertpapieraufsichts-Kommission wurde eine Empfehlung ausgesprochen, den Konzern mit einer Strafzahlung zu belegen. Das Unternehmen selbst
nannte als Konsequenzen für diese Fehler die Streichung von Pensionszulagen bei Vorstandsmitgliedern, sowie die Kürzung von Gehältern bei sieben Top-Managern.
Im letzten Jahr beabsichtigte Sanyo sich ursprünglich durch Verkauf von seiner Halbleiterfertigung zu trennen, überlegte es sich dann kurzfristig aber wieder anders, da man wieder schwarze Zahlen schrieb.
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