Bereits vor einem halben Jahr wurde über eine Technologie mit dem Marketing-Namen Hybrid SLI
spekuliert. Mit dem heutigen Tag ist es nun soweit und NVIDIA stellt das dahinterliegende Konzept offiziell
vor. Hybrid-SLI ermöglicht hierbei das Umschalten von einer diskreten Grafikkarte auf die Onboard-Grafik oder umgekehrt. Aber auch ein Zuschalten der Onboard-Grafik zusätzlich zur diskreten Grafikkarte wird ermöglicht um dann im SLI-Betrieb eine höhere Performance zu erhalten.
Letzteres erscheint in Anbetracht der eher schwachen Rechenleistung der Onboard-Lösungen eher als weniger sinnvoll und dürfte wohl nur im Zusammenspiel mit sowieso nicht zum Spielen geeigneten Grafikkarten wirkliche Leistungssteigerungen bringen. Das Wechseln zwischen Onboard-Grafik und diskreter Grafikeinheit ist allerdings aus vielerlei Hinsicht sinnvoll und wünschenswert. So ist mit dem Deaktivieren der diskreten Grafikkarte direkt eine niedrigere Leistungsaufnahme verbunden.
Indirekt resultiert dies natürlich in einem niedrigerem Stromverbrauch, welcher sich seinerseits sowohl in Stromkosten als auch beispielsweise in der Akku-Laufzeit von Notebooks wiederspiegelt. Des Weiteren kommt es durch die geringere Leistungsaufnahme natürlich auch zu einer geringeren Wärmeentwicklung. Ein für Silent- oder auch Home Theater PCs (HTPCs) sicherlich ebenso nicht zu verachtender Punkt.
Auf dem Papier erscheint Hybrid SLI als ein durchaus interessantes Konzept. Abzuwarten bleibt allerdings die praktische Umsetzung. Zur Verfügung stehen wird Hybrid SLI auf den kommenden Chipsätzen nForce 780a, 750a und 730a für AMD-Systeme. Hybrid-SLI-Lösungen für Notebooks und Intel-PCs werden von NVIDIA für das nächste Quartal erwartet.