Im offiziellen
Windows Vista Team Blog vermeldet das Softwareunternehmen Microsoft heute die Fertigstellung des ersten Service Packs für Windows Vista. Die RTM (Release To Manufacturing) Version sei heute an die OEMs für Komplett-PCs übergeben worden, damit diese ihre Softwareimages aktualisieren und zeitnah Rechner mit vorinstalliertem SP1 ausliefern können. Ebenso soll heute die Produktion von Verkaufsversionen von Windows Vista mit integriertem Service Pack starten. Eine Downloadversion zur Aktualisierung von bereits installierten Vista-Versionen soll aber noch rund sechs Wochen auf sich warten lassen.
Grund für die überraschende Verzögerung bei der Bereitstellung des Downloads sollen Probleme mit der Installation von (einer laut Mike Nash, Product Manager bei Microsoft, kleinen Anzahl von) Dritthersteller-Treibern sein, was angesichts der langen und offenen Testphase eine überraschende Erkenntnis für just diesen Zeitpunkt ist. Microsoft will nun mit den Hardwarepartnern zusammenarbeiten, um die Probleme zu lösen.
Eine Veröffentlichung der Downloadversion in der gestern bereits
angesprochenen 5-Sprachenversion soll Mitte März zeitgleich mit ersten Komplett-PCs und Verkaufsversionen verfügbar sein. Über Windows Update soll SP1 erst Mitte April automatisch (bei Auswahl der automatischen Installation von Updates) installiert werden - sofern von der Updateroutine kein problematischer Treiber im System gefunden wird bzw. ein passender Treiber im Windows Update vorliegt. Die übrigen Sprachversionen sollen den RTM-Status erst im April erreichen.
Somit bleibt es es erst einmal weiter dabei, dass warten angesagt ist. Allerdings mutmaßen wir, dass dies noch nicht das letzte Wort war. Sicher kann es nicht im Sinne von Microsoft sein, dass ein fertiges Update sechs Wochen zurückgehalten wird und zum Installationszeitpunkt schon wieder Updates benötigt. Darüber hinaus sollte es im Interesse des Herstellers sein, seine Kunden selbst mit dem fertigen Produkt zu versorgen, bevor es über diffuse Kanäle aus den Reihen der OEMs ans Tageslicht sickert und sich womöglich Schadcode-Programmierer das Bedürftnis der Kunden zunutze machen, um unter dem Namen "Vista SP1" Schindluder zu treiben.
[tm]