Übernahmen sind derzeit keine Seltenheit im Markt rund um PC-Hardware und -Software. Allerdings gibt es auch viele Gerüchte und Spekulationen zu möglichen Übernahmen, welche sich im Nachhinein als Ente herausstellen. Gerade die finanzielle Situation beim Hersteller AMD lässt immer wieder Tür und Tor offen für Spekulationen und so machten sich erst im Januar nicht haltbare
Gerüchte breit, dass IBM AMD übernehmen wolle. Das jüngste Gerücht spricht nun von einer möglichen Übernahme AMDs durch den Grafikchip-Spezialisten NVIDIA.
Dabei handelt es sich vielmehr um eine Spekulation eines amerikanischen Analysten von
Technology Business Research. So geht dieser davon aus, dass ein ernster Fehler auf Seiten AMDs bei der Einführung der kommenden Mobilplattform Puma das Ende für AMD bedeuten würde und NVIDIA AMD übernehmen
würde. NVIDIA hat sich kürzlich erst durch die
Übernahme von Ageia weiteres technisches Know-How eingekauft. Allerdings fertigt NVIDIA keine Prozessoren. AMD und Intel arbeiten an der Entwicklung von CPU-GPU-Einheiten, was sich aller Voraussicht nach gerade bei Mobillösungen, aber auch später im Desktop-Bereich positiv auswirken dürfte. Auf diesem Segment fehlt NVIDIA entsprechende Technologie.
Andererseits bleiben bei der Spekulation noch viele Fragen offen, angefangen von der dazu notwendigen Zustimmung des Kartellamts, bis hin zu der Frage, ob die von Intel vergebenen Lizenzen zur Fertigung von x86-kompatiblen Prozessoren automatisch mit der Übernahme von AMD auch genutzt werden dürfen.