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 Siemens bestätigt Stellenabbau

Wirtschaft | 27.02.2008, 16:58
Siemens hat nun offiziell den Abbau von 3000 Beschäftigten der Kommunikationssparte SEN bestätigt. In Deutschland sind davon rund 2000 Arbeitsplätze betroffen, welche vorwiegend in der Münchener Zentrale und im Produktionswerk in Leipzig abgebaut werden sollen.

Wie Siemens in einer Pressemitteilung bekannt gab, reagiert man damit auf die Veränderung des Marktes. Während Siemens früher vorwiegend Hardware-Lösungen für Firmenkunden anbot, liegt das Hauptaugenmerk mittlerweile bei den Software-Lösungen und Beratung. Jedoch vermeldet die Leipziger Volkszeitung, dass zumindest die 530 Stellen im Leipziger Werk bis 2011 gesichert sind. Hier soll es eine Vereinbarung zwischen Siemens und der sächsischen Landesregierung geben. So werden Siemens in Gegenzug zur Jobgarantie Subventionen zugesprochen.

Die Entlassungen ist auch eine Konsequenz aus dem Debakel mit BenQ. Siemens will diesmal ein vollkommen restrukturiertes Geschäft übergeben und übernimmt deshalb die Sanierung selber, bevor man sich von der SEN trennt. Letztendlich ist das Ziel Siemens klar, man will SEN als gut saniertes und schuldenfreies Unternehmen an einen soliden Verkäufer abgeben. Dabei will man auch darauf achten, dass der Käufer nicht wieder den Geldhahn nach kurzer Zeit zudreht, denn der Imageschaden durch die BenQ-Pleite war groß.

Ob die nun gewählte Taktik wirklich besser für Siemens ist, bleibt fraglich. Die Reaktionen in Deutschland zum geplanten Stellenabbau waren nicht gerade positiv. Das liegt sicher einmal an der erst vor kurzen vorgenommen Schließung des Nokia-Werks in Bochum, zum anderem weil es sich bei Siemens um ein traditionsreiches, deutsches Unternehmen handelt, dass nun vor allem in Deutschland die Stellen abbaut.
[dk]




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