Der US-amerikanische Computerhersteller Dell könnte seinen Einsteigerbereich möglicherweise durch eigenen Laptops im Billig-Segment ausbauen, um damit einen Konkurrenten zum Eee PC zu schaffen. Wie der Asien-Chef Stephen Felice äußerte gegenüber des taiwanischen Nachrichtenmagazins
DigiTimes, dass man hier vergleichbare Lösungen anbieten wolle. Denkbar seien hier zum Beispiel weitere Modelle der Inspiron-Serie oder bei den Vostro-Notebooks für das Enterprise-Geschäft. Allerdings habe man sich bisher noch für keine Strategie entschieden, sodass konkrete Aussagen bisher auf sich warten lassen.
Dell erwartet für den Markt in Asien für 2008 ein Wachstum im zweistelligen Bereich und will doppelte so viele Notebooks wie im vergangenen Jahr einführen. Dabei dürfte besonders der Low-Cost-Bereich in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen. Zudem ist naheliegend, dass mit der Vorstellung von Intels Centrino Atom für den Mini-Computer-Markt auch bei Dell als langjährigem Partner des CPU-Giganten entsprechende Produkte auf dieser Basis angeboten werden.
Im Gegensatz zum bisherigen Verfahren soll Dell allerdings von seiner sonst weltweite Produktstrategie abweichen und seine Angebotpalette auf einzelne Teilmärkte auf dem Globus abstimmen. Dies könnte zumindest heißen, dass die neuen Mini-Laptops — sofern sie denn kommen — nicht auch unbedingt in Europa erhältlich sein werden. Angesichts des Hypes um die kleinen Notebooks mit Internet-Fähigkeiten ist durchaus denkbar, dass der weltweit zweitgrößte Hersteller von Computern den Konkurrenten nicht allein das Feld überlässt.
[rl]