Anfang Februar vermeldete Microsoft die
Fertigstellung des ersten Service Packs für Windows Vista. Allerdings lieferte man es erst einmal nur an OEMs zur Aktualisierung der vorinstallierten Systeme aus, da man noch "Treiberprobleme" sehe, die Dritthersteller beheben müssten. Kurze Zeit später fand zuerst über einen versteckten, aber frei erreichbaren Download auf dem Microsoft-Server das Service Pack seinen Weg an die Öffentlichkeit, später
tauchte es sogar bei einigen Nutzern im Windows Update auf. Allerdings gibt es nun ein weiteres Problem.
Käufer der Ultimate-Version von Windows Vista haben neben dem Zugang zu den von Microsoft bislang stiefmütterlich behandelten "Ultimate Extras" oftmals auch dafür bezahlt einfach über Windows Update Sprachpaktete nachzuladen. Mit diesen läßt sich das installierte Windows Vista Ultimate mit verschiedenen Oberflächen in verschiedenen Sprachen starten, was für viele Anwendungsbereiche ein hilfreiches Feature darstellt. Ähnliches gilt für die Unternehmen vorbehaltenen Enterprise-Varianten.
Nach Installation des SP1 verschwanden die Sprachpakete allerdings aus dem Windows Update. In einem Knowledgebase-
Artikel begründet Microsoft dies damit, dass die bisherigen Sprachpakete nicht mit Service Pack 1 kompatibel seien. Bis zur Veröffentlichung des zweiten Pakets, das dann statt wie bislang fünf Sprachen alle 31 Sprachen von Windows Vista
unterstützt, wird es daher keine Sprachpakete für Windows Vista geben.
Eine Erklärung, warum man zahlende Kunden, noch dazu die, die den höchsten Preis für eine Windows-Lizenz bezahlt haben, einfach gegen eine Wand laufen läßt, bleibt Microsoft schuldig. Im Knowledgebase-Artikel gibt Microsoft lapidar zwei mögliche Lösungsvorschläge. Der erste lautet "schauen Sie später noch einmal vorbei", der zweite "Deinstallieren Sie Service Pack 1"...
[tm]