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 CeBIT: Intel Marktausblick - Wachstum im Notebook-Markt weiterhin ungebrochen

Wirtschaft | 07.03.2008, 19:41
Die aktuellen Verkaufszahlen von Notebooks sollen sich nach Studien von Intel von 2007 auf 2011 verdoppeln. Konkret spricht das Unternehmen von 110 Millionen verkauften Einheiten in 2007, die bereits 2008 nahezu 140 Millionen und 2009 bereits 165 Millionen Stück erreichen sollen. Gleichzeitig soll der gesamte Notebook-Anteil von knapp unter 50 Prozent in diesem Jahr erstmals auf über die Hälfte ansteigen und 2011 mit 209 Millionen Stück schließlich über 85 Prozent aller verkauften Systeme ausmachen.



Weiterhin hat Intel festgestellt, dass bisher von allen Haushalten mit Computer der Anteil mit einem PC in Deutschland rund 50 Prozent beträgt, während bereits jeder dritte Haushalt über zwei Systeme verfügt. In jedem fünften Haushalt befinden sich demnach nach Intels Ermittlungen bereits drei oder mehr Computer und ist damit in etwa auf dem Niveau der USA. In gesamt Europa ist das Verhältnis etwas anders und weist zwar 60 Prozent aller Haushalte einen PC zu, doch liegt der Anteil mit zwei PCs lediglich bei 25 Prozent — noch mehr Computer besitzt lediglich jeder siebte. Beachten muss man hier allerdings, dass nicht klar ist, welche Geräte Intel unter Computern gezählt hat und wie groß der Anteil der Nutzer ist, die gar keinen PC besitzen.



Interessant ist im Rahmen dieser Studie aber vor allem, welche Nachteile die meisten Nutzer laut Intel an Notebooks festgestellt haben. So beschweren sich mit 40 Prozent der Anwender die meisten über eine zu kurze Akkus-Betriebsdauer, während 20 Prozent mit der Performance des Systems unzufrieden sind. Die beiden nächsten Kritikpunkte am Gewicht und der zu geringen Größe des Displays liegen mit einem Anteil um 5 Prozent deutlich abgeschlagen.



Leider lassen die Fakten sich nur bedingt bewerten, wenn man bedenkt, dass es zwei verschiedene Gruppen von Nutzern gibt: auf der einen Seite die mobilen Anwender unterwegs und diesem Nutzungsverhalten vollkommen entgegen gerichtet die Besitzer eines Notebooks als Desktop-Ersatz. Eine Unterteilung in beide Gruppen hätte hier wohl mehr Aufschluss über die übrigen Merkmale gegeben, anstatt die sowieso schon bekannten Nachteile der Systeme nochmals zu beweisen.

Ebenfalls betrachtet wurde die Nachfrage nach der Möglichkeit, auf Notebooks hochauflösendes Video-Material zu betrachten, die im Schnitt belegt, dass zwei von drei Befragten diese Option gut fänden.



Stimmen die Marktanalysten mit den Erwartungen von Intel überein, die ein deutlich mobileres Verhalten der Anwender vorhersehen, dann kann man die nächsten Jahre gespannt verfolgen. Das Thema "Thin is in" spielt bei Intel eine wesentliche Rolle und kümmert sich offensichtlich um den Faktor Gewicht und Größe. Gleichzeitig versprechen die CPUs mit immer geringeren Energie-Ansprüchen auch Abhilfe bei der Laufzeit.

Gespannt sein darf man in dieser Hinsicht auf die Erwartungen von Intel zu den sogenannten "Netbooks". Die auch als Mobile Internet Devices bekannten Geräte konzentrieren sich etwa vergleichbar zu PDAs oder Smartphones auf den Bereich der Kommunikation und stellen den unbegrenzten mobilen Zugang zum Internet und all seinen Features sicher. Ihre Zahl soll bis 2011 auf rund 50 Millionen Stück steigen und damit bereits ein Fünftel aller verkauften Notebooks ausmachen. Ein wesentlicher Antrieb für diesen Marktbereich dürfte dabei das Social Network spielen, dass bereits in diesem Jahr ein rasantes Wachstum und enorme Beliebtheit vorgelegt hat. Hier muss man allerdings abwarten, wie weit dieser kurzfristige Boom auch von nachhaltiger Bedeutung ist.
[rl]



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