Wie der Nachrichtendienst
heise berichtet hat Creative in einem Rundschreiben an verschiedene amerikanische Webseiten seinen Konkurrenten Asus scharf angegriffen. Dieser würde die Kunden angeblich über die Kompatibilität mit der Raumklangemulation "EAX" (Environmental Audio Extensions) in die Irre führen.
Wie wir
von der Cebit berichteten, präsentierte ASUS dort ein Modell der Xonar-Reihe mit der Aussage, sie könne EAX in den Versionen 2 und 5 umsetzen. Diese Aussage kritisierte Creative in dem Rundschreiben nun scharf: Asus würde EAX5 gar nicht unterstützen, der Treiber würde lediglich "fälschlicherweise" EAX5-Kompatibilität melden, damit entsprechende Spiele 3D-Audio an die Karte ausgeben. Desweiteren verweist Creative darauf, dass viele Spiele mit den EAX-Versionen 3 und 4 nicht von den Asus Xonar-Karten profitieren würden.
Asus bestätigt daraufhin, dass es keine hundertprozentige EAX5-Umsetzung auf den Xonar-Karten gibt. Die verwendetete Sound-Engine DS3D GX 2.0 würde jedoch den Nutzern durch die Software-Emulation Zugang zu Audioeffekten verschaffen, die ansonsten nur Nutzern von einigen Creative X-Fi-Soundkarten und Alchemy-gepatchten Spielen zugänglich seien. Asus respektiert zwar den Leistungsvorteil einer 3D-Soundumsetzung in Hardware wie bei Creative, ist jedoch der Meinung, dass sich dieser Leistungsvorteil durch die steigende Leistung der CPUs in Zukunft immer mehr verringern wird.
Insgesamt ist die heftige Reaktion von Creative nicht verwunderlich. Zum einen stellt(e) die EAX5-Kompatibilität ein Alleinstellungsmerkmal für die Soundblaster X-Fi-Karten dar(ausser der Sound Blaster X-Fi Xtreme Audio PCI Express, diese beherrscht nur EAX4) und zum anderen wurde dem Unternehmen bereits von Microsoft das Leben schwer gemacht, da Windows Vista
einen Audiomixer besitzt, welcher die Berechnungen für 3D-Surroundsound übernimmt. Dies konnte Creative erst durch den Einsatz der Alchemy-Treiber kompensieren, durch welchen diese Aufgabe wieder von den DSPs auf den Soundkarten anstatt von der CPU übernommen wird. Letztendlich wird Creative sich aber damit auseinandersetzen müssen, dass Asus dem Kunden ebenfalls brauchbaren 3D-Sound anbieten kann.