Das Technologie-Unternehmen Rambus, das nachhaltig an der Entwicklung von Speichertechnologien beteiligt ist, kann auf 25 Millionen ausgelieferte XDR-Speicher zurückblicken. Die Chips werden hauptsächlich in
Sonys PlayStation 3 verbaut, die bis Ende März rund 5,5 Millionen mal hergestellt wurde, in denen jeweils vier 512 Mbit-Chips zum Einsatz kommen. Bei anderen Herstellern scheinen die Speicher bisher allerdings nur wenig Interesse zu wecken. So arbeitet IBM etwa in seinen Blade-Servern auf Basis von
Cell-Prozessoren mit XDR-Speicher, aber auch Toshiba oder Panasonic wollen die Chips in ihren Produkten einsetzen.
XDR-Speicher von Rambus arbeitet mit effektiven Taktraten von 3,2 GHz bis 6,4 GHz und basiert auf einer speziellen Technologie, die es durch den Einsatz vergleichsweise einfacher Chips ermöglicht, extrem hohe Bandbreiten zu erreichen. Vor nicht allzu langer Zeit hatte AMD mit Rambus ein entsprechendes Geschäft über
75 Millionen US-Dollar abgeschlossen, in dem auch die XDR-Technologie lizenziert wurde. AMD-Prozessoren würden durch ihre Architektur besonders durch die hohe Bandbreite profitieren, doch scheint die Technologie für den Massenmarkt bisher noch zu teuer zu sein.
Ebenfalls im
Gespräch war XDR-Speicher im Zusammenhang mit Grafikkarten, die durch ihren hohen Bandbreitenbedarf ebenfalls deutlich durch die Technologie profitieren dürften. Doch auch hier hatte sich bisher die traditionelle DDR-Speicher-Technologie bis hin zum aktuellen GDDR3 gegen die Konkurrenz durchgesetzt.