Schon seit geraumer Zeit rührt NVIDIA die
Werbetrommel für CUDA, mit dem sich die Recheneinheiten der GeForce-Grafikkarten ab der 8-Serie für die Programmierung von Berechnungen nutzen lässt. Am Rande einer Veranstaltung in München erfuhren wir, dass man sich bei NVIDIA durchaus der
Problematik bewusst ist, dass eine kritische Masse von Programmen und Programmierern erreicht werden muss, ab der CUDA so etwas wie ein Industriestandard und damit unverzichtbar für Software wird.
Immer wieder führt NVIDIA hier das Argument an, dass sich parallel berechenbare Problemstellungen über CUDA um einen Faktor 10 bis 100 schneller als auf x86-Prozessoren berechnen lassen können, sowie die Tatsache, dass CUDA C/C++ verwendet und dort relativ simpel als API eingebunden werden kann. Doch wie wir erfuhren, stellt NVIDIA es seinen Mitbewerbern frei, das CUDA-Prinzip in ihre eigenen Produkte zu integrieren, da NVIDIA dies mit dem großen Vorsprung an Erfahrung mehr nutze als schade und nur so ein Industriestandard entstehen könne.
Damit nimmt NVIDIA geschickt Kritikern den Wind aus den Segeln und schiebt den schwarzen Peter an Intel und AMD weiter, wo derzeit mit hohem Aufwand bei Intel für
Larrabee ähnliches in Arbeit ist bzw. bei AMD mit "Close to Metal" die Grafik ebenfalls für Berechnungen adressiert werden kann. NVIDIA ist hier mit der Einbindung als API in C als Programmiersprache aber nach eigener Meinung in der besseren Position, während AMD auf einen Dialekt davon in Form von Brook setzt.
[tm]