Die Nachfrage nach Notebooks könnte im zweiten Halbjahr um bis zu 20 Prozent höher liegen als im Vorjahreszeitraum. Besonders die Auftragshersteller wie Quanta Computer oder Wistron erwarten eine überaus positive Entwicklung für das dritte Quartal mit deutlichem Wachstum. So hatte Wistron im ersten Halbjahr insgesamt neun Millionen Notebooks ausgeliefert, Quanta Computers als weltweit
größter Notebook-Hersteller mit einem Marktanteil von rund einem Drittel erreichte insgesamt 16,7 Millionen Einheiten, will aber dieser Jahr insgesamt 40 Millionen Laptops auf dem Markt unterbringen.
Quanta liefert seine Geräte an praktisch alle namhaften Hersteller wie Apple, Hewlett-Packard, Dell, Siemens, Sony oder Toshiba und kann daher mit Recht als guter Indikator für die Entwicklung des Marktes betrachtet werden. Wie die
Digitimes berichtet, stärke das Unternehmen aber neben seinen Notebook-Geschäft auch andere Bereiche und wolle sich intensiver bei Servern, IP-Telefonie und medizinischer IT engagieren.
Die guten Aussichten im Notebook-Geschäft, die auch die Fantasie von ASUS oder Acer beflügeln, ermutigen auch zahlreiche weitere Hersteller, sich ein Stück vom Kuchen an sich zu reißen. Quanta Computer sieht hier jedoch nur wenig Gefahr, weil das Wachstum der Branche die neuen Unternehmen gut kompensieren würde.
Insgesamt dürfte der Notebook-Markt 2009 an Wachstum noch einmal deutlich zulegen, wenn man die aktuellen Bestrebungen im Bereich der Mini-Notebooks beobachtet. Zwar dürften durch die günstigeren Geräte vor allem die Preise der Standard-Notebooks im günstigen Mainstream-Markt unter die Räder kommen, doch erreichen die Hersteller mit der Strategie gleichzeitig eine Vielzahl neuer Kunden. Abzuwarten bleibt allerdings, ob sich die Prognosen der Hersteller tatsächlich bewahrheiten.