Mit dem heutigen Tag erweitert der kalifornische Grafikkarten-Spezialist NVIDIA sein Produktsortiment im niedrigen Preisbereich um die GeForce 9500 GT. Das neue Modell soll die Nachfolge der GeForce 8500 GT antreten und richtet sich somit klar an den Einsteiger-Markt. Den direkten Konkurrenten sieht NVIDIA hierbei in AMDs Radeon HD 3650.
Die GeForce 9500 GT basiert auf dem G96-Chip, der vorerst in 65 nm gefertigt wird. Zu einem späteren - von NVIDIA nicht genannten - Zeitpunkt soll eine Umstellung auf 55-nm-Fertigung erfolgen. Ein Blick auf die technischen Daten offenbart sofort, dass die Karte keine besondere 3D-Performance liefern wird. Der Chip wurde auf zwei Shader-Cluster (á 16 SPs / 8 TMUs) beschränkt und verfügt dementsprechend über lediglich 32 Stream Prozessoren und 16 Texturierungs-Einheiten. Zwei ROP-Partitionen führen auf ein 128 bit breites Speicherinterface sowie 8 ROPs.
| GeForce 9500 GT | GeForce 8500 GT | GeForce 8800 GTS 512 |
| Codename | G96 | G86 | G92 (im Vollausbau) |
| Fertigung | 65 nm, später 55 nm | 80 nm | 65 nm |
| Transistoren | 314 Mio. | 210 Mio. | 754 Mio. |
| Taktrate Chip | 550 MHz | 450 MHz | 650 MHz |
| Taktrate Shader | 1400 MHz | 900 MHz | 1625 MHz |
| Speichertakt | 800 MHz | 400 MHz | 970 MHz |
| Speichertyp | DDR2 / GDDR3 | DDR2 | GDDR3 |
| Typische Speichergröße | 256 / 512 MB | 256 MB | 512 MB |
| Speicheranbindung | 128 bit | 128 bit | 256 bit |
| Shader Recheneinheiten | 32 unified Shader | 16 unified Shader | 128 unified Shader |
| Typ Shadereinheiten | Skalarprozessor (1D) | Skalarprozessor (1D) | Skalarprozessor (1D) |
| Fähigkeiten pro Shadereinheit | 1 MADD + 1 MUL | 1 MADD + 1 MUL | 1 MADD + 1 MUL |
| Texture Mapping Units (TMU) | 16 | 8 | 64 |
| Raster Operation Einheiten (ROP) | 8 | 8 | 16 |
| Shader-Model-Version | 4.0 | 4.0 | 4.0 |
| DirectX-Version | DirectX 10.0 | DirectX 10.0 | DirectX 10.0 |
| PCIe-Version | 2.0 | 1.1 | 2.0 |
Bei der GeForce 9500 GT handelt es sich um eine Ein-Slot-Lösung, die keine zusätzliche Stromzufuhr abseits des PCI-Express-Slots benötigt. Die TDP (Themal Design Power) liegt bei 50 Watt. Ein niedriger Wert der nichtsdestotrotz 10 Watt über der TDP des Vorgängers GeForce 8500 GT liegt.
Die GeForce 9500 GT bietet neben HDMI auch Unterstützung für den DisplayPort. Wie und ob die einzelnen Grafikkarten-Hersteller diese Optionen umsetzen (z.B. direkt am IO-Shield oder über Adapter) wird sich mit deren Veröffentlichungen zeigen. HDCP-Unterstützung für einen DVI-Ausgang ist Pflicht, ob dies allerdings auch für einen möglichen zweiten DVI-Ausgang gilt, ist uns derzeit leider nicht bekannt.
Zudem verfügt der G96 über NVIDIAs VP3 (Video Prozessor der 3. Generation), welcher - im Gegensatz zu Modellen mit VP2-Prozessor - vollständige Beschleunigung für die Codecs VC1 und H.264 bietet. Zudem kann dank des VP3-Prozessors auch PiP-Material (Picture in Picture) wiedergeben werden, was häufig bei Bonus-Material auf DVDs wiederzufinden ist. Letzteres ist ein Feature, dass derzeit weder AMDs UVD (Universal Video Decoder) noch NVIDIA-Karten mit VP2 unterstützen. NVIDIA-Modelle die nur über die VP2-Einheit verfügen sind zum Beispiel die GeForce 8500 GT, aber auch die neuen GTX-280- und 260-Karten.
Wie alle Karten die auf der grundsätzlichen Architektur des G80-Chip basieren, bietet die GeForce 9500 GT zudem auch Unterstützung für CUDA und ebenso für PhysX. Bezügliche des Preises gibt NVIDIA lediglich einen Preisbereich von unter 100 Euro an. Erste
Preisvergleichs-Listungen zeigen aber bereits erste Modelle beginnend bei einem Preis von rund 60-70 Euro.
[ls]