Mit seinen neuen Flachbildschirmen der ScenicView-Eco-Serie liefert Siemens erstmals Monitore aus, die im Standby-Modus keinen Strom verbrauchen. Bisher haben die Geräte in diesem Zustand trotzdem zwischen 1 und 6 Watt aufgenommen. Siemens will diesem Misstand mit der Null-Watt-Power-Technologie entgegen wirken und bietet entsprechende Monitore speziell für den Office-Einsatz in Unternehmen an.
Technologisch setzt Siemens für die Umsetzung auf ein Spezielles Netzteil mit integriertem Schaltelement. Der Schalter wird vom PC gesteuert und ermöglicht es, den Monitor vollständig abzuschalten, wenn kein Signal anliegt und über einen elektrischen Impuls sowohl im digitalen als auch analogen Betrieb wieder automatisch zu starten, sobald der PC hochgefahren wird.
Die neuen Monitore werden mit einer Bildschirmdiagonale von 20, 22, 24 und 26 Zoll angeboten und setzen bis 22 Zoll auf TN-Panels mit einem Blickwinkel von 160/ 160 Grad und einer Auflösung von 1680 x 1060 Pixeln. Das 24- und 26-Zoll-Modell nutzen ein S-PVA-Panel mit 178/ 178 Grad Blickwinkel und einer Auflösung von 1900 x 1600 Pixeln. Zusätzlich befinden sich vier USB-Ports am Gehäuse
Für einen ergonomischen Betrieb setzt Siemens zusätzlich auf eine automatische Anpassung der Helligkeit an die Umgebung und verspricht dadurch zusätzliche Einsparungsmöglichkeiten. Im Betrieb liegt die Leistungsaufnahme auf üblichen Niveau um maximal 40 bis 50 Watt je nach Display-Größe. Auch im
Preisvergleich sind die Geräte im oberen Premium-Rahmen. So schlägt das 20-Zoll-Modell
FSC ScenicView P20W-5 Eco um 350 Euro zu Buche, während das 26-Zoll-Pendant
FSC ScenicView P26W-5 Eco mit rund 850 Euro gelistet ist und damit deutlich teurer als Geräte mit TN-Panel.
Wer allerdings auch ohne diese Technologie günstig Energie sparen möchte, findet immer noch den einfachsten Weg über die klassische Steckerleiste mit Kippschalter. Denn nicht nur der Monitor benötigt im Standby normalerweise noch Strom, sondern auch der PC selbst. Die Technik von Siemens ist damit zwar lobenswert, aber dennoch halbherzig. Denn grundsätzlich wäre es schließlich kein Problem, sowohl an PC als auch Monitor einen bequem erreichbaren Kippschalter anzubringen. Technisch sicherlich effizienter und deutlich günstiger.
[rl]