Der Online-Versandhändler Amazon will in den USA ab November das Billig-Notebook XO der Organsiation
One Laptop per Child (OLPC) anbieten. Demnach setzt Amazon auf die Get-1-Give-1-Initiative, die vorsieht, dass ein Gerät gekauft werden kann, wenn gleichzeitig ein weiteres als Spende für die Entwicklungsländer mitbezahlt wird. Das Projekt habe sich nun an Amazon gewandt, weil man selbst nicht über nötigen Ressourcen verfüge, um eine entsprechende Aktion in größerem Umfang durchzuführen.
Laut
Pressetext-Angaben wolle Amazon den Laptop im November und Dezember in den USA ins Angebot aufnehmen und dabei Helfen, den Bekanntheitsgrad des XO zu steigern. Unklar ist derzeit allerdings noch, ob ein vergleichbares Angebot auch in Europa geplant ist.
Interessant ist der Schritt unter dem Aspekt, dass die Netbooks deutlich an Beliebtheit gewinnen und die Nachfrage nach den kleinen Geräten enorm wächst. Fraglich ist allerdings, ob es viele Nutzer gibt, die bereit sind, einen höheren Preis zu bezahlen, um ein Mini-Notebook zu spenden.
Die
Low-Cost-Notebooks von One Laptop per Child waren erstmals im November 2007 verfügbar. Damals ist das Projekt mit dem Ziel an den Start gegangen, ein günstiges Gerät für 100 US-Dollar zu entwickeln und den Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen. Allerdings stellte sich der Preis bald als zu gering heraus, sodass die Geräte schließlich mit rund 200 US-Dollar fast doppelt so teuer ausfielen. Gleichzeitig legte OLPC damit aber auch den Trend zu den aktuellen Netbooks, die in immer größerer Zahl auf den Markt drängen. Durch die steigende Masse reduzieren sich nun möglicherwiese auch die Kosten für den OLPC-Laptop.
[rl]