Bezeichnungen wie "Solo", "Duo" oder "Quad" stellen ab 2008 nur noch die Ausnahme dar, wenn Intel sein vereinfachtes Schema für die Bezeichnung seiner Prozessoren durchgesetzt hat. So finden sich dann im wesentlichen nur noch Core-2-Prozessoren, Centrino-Prozessoren, Pentium-Prozessoren und Itanium-Prozessoren in den zukünftigen Produkten. Bestehen bleiben jedoch die "Spezial-Prozessoren" wie der Intel Xeon, der Core 2 Extreme oder der Celeron.
Wie die
DigiTimes berichtet, plant Intel die komplette Umstellung auf das neue Namensschema bis Ende März 2008. Im gleichen Rahmen sollen ebenfalls die entsprechenden Logos für die Markennamen überarbeitet werden. Dies dürfte dem Unternehmen vor allem bei den Werbekosten einige Ausgaben ersparen, weil sich mehrere CPUs unter den gleichen Namen bewerben lassen. Weniger technikversierte Kunden stören sich dann außerdem nicht mehr an den Namensunterschieden, die sich dann nur noch anhand der genauen Spezifikationen herausfinden lassen dürften.
Schwerer wird es gleichzeitig für diejenigen, die Prozessoren mit bestimmten Eigenschaften suchen, weil etwa die Zahl der Kerne nicht mehr äußerlich am Produktnamen zu erkenne ist. Vielmehr wird Intel diese wohl als weiteres Performance-Kriterium mit in seinem Nummer-Schema integrieren. Den Überblick zu behalten dürfte dadurch nochmals erschwert werden.
Diese Entwicklung zeigt aber auch, dass die Prozessorkerne langfristig keinen wesentlichen Marketing-Anspruch erfüllen und vielmehr als einfaches Feature wie Taktfrequenz und Cache-Größe mit "unter die Haube" verschwinden.
[rl]