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  Ionisierte Luftmolekühle sollen helfen effizienter zu Kühlen

Kühlung | 15.08.2007, 21:29
Mit den stetig kleiner werdenden Produktionstechniken der Computerchips verkleinert sich auch die Fläche zur möglichen Wärmeabführung immer weiter und rückt das Problem der Kühlung immer zentraler in den Blickpunkt. Immer mehr Funktionen und Rechenleistung bei gleichzeitig kleineren Ausmaßen und geringerer Lärmentwicklung der Kühlung. So kann man den Trend und Wunsch der heutigen Kundschaft beschreiben. Auch die Hersteller versuchen die Produktionstechnik immer weiter zu verfeinern und durch kleinere Fertigungstechniken mehr Chips aus einem Wafer zu gewinnen. Doch die Chips entwickeln auch immer mehr Wärme, und diese muss abgeführt werden, was gerade bei wenig Platz in mehr Lärm resultiert.

Forscher der Purdue Universität in West Lafayette wollen die herkömmliche Luftkühlung nun mit einer neuen Methode unterstützen und so die Effektivität steigern. Jedoch wird diese Variante nicht für Hitzköpfe wie CPU oder GPU, vielleicht nicht mal für die Kühlung einer Northbridge in Frage kommen. Gedacht ist die Lösung für Chips in Handhelds oder auch Notebooks. Diese werden ohne Kühler verbaut und haben so direkten Kontakt zur Luft, die durch ständige Bewegung ausreichend Kühlleistung bietet. Nachteil ist jedoch der Umstand, dass die Luftmolekühle nicht gleichermaßen über den Chip strömen, sondern über der Chipfläche annähernd stationär bleiben. Neben der Chipfläche bewegen sie sich dagegen schneller, so wie gewünscht. Damit bewegt sich die Luft direkt über dem erhitzten Chip nur langsam und führt kaum Wärme ab.

Abhilfe sollen zwei Elektroden schaffen, die über dem Chip übereinander angebracht werden. Diese ionisieren die umliegenden Luftmolekühle und bringen sie somit dazu sich zur höher gelegenen Anode (positiv geladen) zu bewegen. Dadurch wird die Luft von der Chipoberfläche nach oben gezogen und neue kühlere Luftmolekühle können seitlich nachfließen. In der Testanordnung wurden die beiden Drähte mit einem Abstand von 10 mm positioniert, und eine Temperaturverbesserung von 25 Grad erreicht. (Von 60 Grad auf 35 Grad) Bis diese Technik aber eingesetzt werden kann um herkömmliche Lüfter zu unterstützen, die wahrscheinlich trotzdem nötig sein werden, wird noch Zeit vergehen. Der Abstand der beiden Elektroden muss noch stark verringert werden, um auch die Spannung zwischen den Elektroden stark zu reduzieren. Interessant wird sein, wann diese Methode für den Massenmarkt tauglich ist, oder ob sie überhaupt den Weg in diesen finden wird.
[bb]


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