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 IDF: Intel demonstriert zukünftigen "Nehalem"-Prozessor auf der IDF

Prozessoren | 18.09.2007, 23:18
Neben dem in Kürze erwarteten "Penryn" steht ein weitere Prozessor auf Basis der 45-Nanometer-Technologie auf dem Plan: Nehalem. Nach vielen Gerüchten in der Vergangenheit hat Intel nun erstmals einen solchen Prozessor offiziell gezeigt und bestätigt, dass die Entwicklung nach Plan verlaufe. Einführungstermin sei im zweiten Halbjahr 2008. Als Beweis spielte das Nehalem-System ein Audio-Datei ab, die Intel-Chef Paul Ottelini freundlich begrüßte.

Von den Spezifikationen bestätigt sich nach Angaben des Inquirer der integrierte Speicher-Controller. Das überarbeitete Architektur-Konzept, welches die traditionelle Netburst-Technologie mit Frontsidebus ablösen wird, lässt damit auf geringeren Latenzen und folglich bei speicherlastigen Anwendungen auf höherer Performance hoffen. Den lang gepflegten Frontsidebus legt Intel damit vollkommen ad acta, obgleich derzeit noch nicht geklärt werden kann, ob hier nun tatsächlich ein Triple-Channel-Interface verbaut wird.

Zusätzlich gestaltet das Unternehmen für einen geringeren Energieverbrauch die Teile des Prozessors flexibler und kann unterschiedliche Einheiten wie Kerne oder Caches je nach Bedarf im Betrieb zuschalten und deaktivieren. Was die Zahl der Kerne angeht, spricht man derzeit von bis zu acht Stück, die außerdem jeweils HyperThreading-fähig sein sollen und damit bis zu 16 Threads parallel ermöglichen.

Schnelle Busverbindungen innerhalb des Systems realisiert Intel zukünftig über Quickpath beziehungsweise Common System Interface (CSI), welches über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen die maximale Bandbreite im Vergleich zu FSB1600 mit rund 25 GB/s nahezu verdoppelt.

Bedenkt man, dass Nehalem erst in fast einem Jahr erscheinen soll, ist der aktuelle Stand bei Intel durchaus beachtlich. Zwar handelt es sich bei dem aktuellen Modell noch um Prototypen der ersten Generation, doch beweist Intel dennoch eindrucksvoll, auf welchem technischen Niveau man sich derzeit befindet. Die Pläne für einen 8-Kern-Prozessor scheinen damit bei Intel durchaus in greifbarer Nähe zu sein, obgleich sich derzeit noch nicht beurteilen lässt, wie weit die Fertigungstechnik fortgeschritten ist, um Prozessoren mit einer derartigen Zahl von Kernen zu produzieren. Binnen eines Jahres dürfte hier aber noch reichlich Zeit sein, um die Produktion zu optimieren.

Subjektiv scheint es Intel damit vorerst gelungen zu sein, den Konkurrenten zu deklassieren. AMD bietet zwar fertige Quad-Cores an, doch im Server-Bereich mit recht geringen Taktraten, für den Desktop kommen entsprechende Chips erst Ende des Jahres. Zeitgleich bringt Intel seine Vier-Kern-Boliden Penryn, die schon jetzt Übertaktungsergebnisse jenseits von 4 GHz erreichen und zeigt laufende Exemplare der Folge-Generation. Man darf gespannt sein, wie sich AMD aus dieser komplizierten Lage befreien wird.

[rl]

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