Lehnt NVIDIA seit längerem jede Lizenzfreigabe für Intel ab, überrascht dieser auf der IDF nun mit einem System, welches mit einem kommenden Intel Mainboard SLI unterstützt. Jedoch handelt es sich hierbei um ein einmaliges Unterfangen und so werden alle restlichen Intel Chipsätze auch weiterhin keinen SLI Support bieten. Im Falle des X38 und P35 wird also weiterhin nur ATIs CrossFire möglich sein. Der kommende, an den Enthusiasten gerichtete, Chipsatz wurde
Skulltrail getauft und wird auf einem Server-Chipsatz basieren. Konkret soll es sich um den Seaburg-Chipsatz handeln, welcher gegen Ende dieses Jahres als Teil der Stoakley Plattform erwartet wird.
Somit wird
Skulltrail zwei Xeon Prozessoren im Sockel 771 aufnehmen können und insgesamt vier PCI Express Steckplätze, welche allerdings nur auf 32 Lanes zurückgreifen können, bieten. Damit bleiben nur zwei vollwertige x16 Steckplätze oder vier PCI Express 8x Ports. Weil das Mainboard auf den im Server Markt verbreiteten FB-DIMM-Speicher (Fully-Buffered-Dimm) setzt wird es wohl ein Nischenprodukt des High-End Marktes bleiben. Der kommende Chipsatz wird einen FSB von 1600 MHz unterstützen und somit Intels Harpertown mit 12 MB Cache und entweder 2,80 oder 3,00 GHz aufnehmen können.
Als Southbridge soll die ESB2-Southbridge verbaut werden, welche im Gegensatz zur
ICH9 aus dem Desktop Segment nur sechs anstatt zwölf USB 2.0 Anschlüsse unterstützt. Insgesamt sechs SATA 300 Anschlüsse und ein Parallel-ATA Anschluss finden auf dem Mainboard platz. Intel demonstrierte ein lauffähiges System mit zwei 45nm Quad-Core Prozessoren sowie zwei G80-Grafikkarten, wahrscheinlich GeForce 8800 Ultra Modelle.
[bb]