Windows Vista muss die nächste Schlappe einstecken. Der US-amerikanische Software-Spezialist Microsoft
liefert sein Betriebssystem Windows XP noch bis Mitte 2008, weil Kunden wie Hewlett-Packard und Dell auf diesen Schritt gedrängt haben. Ursprünglich sollte XP mit dem Jahreswechsel nicht mehr ausgeliefert werden. Damit konnte sich das neueste Betriebssystem Vista von Microsoft, welches nicht nur über eine vollkommen neu gestaltete Oberfläche verfügt, sondern auch über eine einfacher gestaltete Bedienung, erneut nicht gegen die Tradition bewähren. Auch die bekannt gegebenen
Verkaufszahlen verheißen bisher nur wenig positives. Mit der längeren Lieferzeit des Vorgängers hat Vista einen noch schweren Stand, zumal das Betriebssystem auf die Preise von XP drückt.
Die Hersteller wollten neben den Kundenbedürfnissen auch mehr Zeit für die Umstellung auf das neue Betriebssystem. Häufig liefern sie sogar eine extra CD mit, um auf Windows XP "abzurüsten". In Schwellenländern will Microsoft XP sogar bis 2010 anbieten.
Damit dürfte zwar auch weiterhin der langfristige Schritt zu Vista gezeichnet sein, doch wird der erhoffte Nachfrageschwung durch Vista wohl weiterhin ein Mythos bleiben. Die Nutzer wechseln immer öfter das Betriebssystem, wenn sie es für notwendig halten und lassen sich seltener von Werbebotschaften blenden. Besonders im Geschäftsbetrieb ist ein Upgrade eine gefährliche Aufgabe, wenn dadurch im Anschluss durch Fehler die Arbeit möglicherweise nicht mehr bewerkstelligt werden kann. Auch private Anwender zeigen sich mit der Stabilität und dem Funktionsumfang von XP überaus zufrieden. Die Frage nach dem Umstieg stellt sich dort häufig gar nicht.
[rl]