Schon beim
Erscheinen der NVIDIA GeForce 8800 GT hatten wir - nach den Erfahrungen zur
Leistung - unsere Bedenken angemeldet, inwieweit es noch eine Daseinsberechtigung für eine 8800 GTS gebe. Auch hatten wir unter Betrachtung des Preis-/Leistungsverhältnisses angedeutet, dass NVIDIA sich hier Konkurrenz im eigenen Hause schafft. Nach aktuellen Gerüchten soll es in der Tat zu Absatzproblemen bei den derzeitig hochpreisigen 8800 GTS und GTX Modellen kommen.
Wie
Fudzilla von NVIDIA-Partnern erfahren haben
will, sei die Leistung der GeForce 8800 GT so gut, dass keine Nachfrage nach den GTS und GTX Modellen mehr bestünde. Seitens der OEMs, besser gesagt der Händler, sei die Nachfrage nach diesen Produkten gesunken - die Karten seien zu teuer. Die Nachfrage nach 8800 GT Modellen sei dabei aber gestiegen.
Weder das eine, noch das andere dürfte derzeit wundern. Wir
berichteten erst kürzlich, dass die Nachfrage nach 8800 GT Modellen derzeit von den Händlern und letztlich damit von NVIDIAs Partnern nicht ausreichend befriedigt wird - dadurch sind die Händler in der Lage deutlich höhere Preise, als die möglichen 220 bis 240 Euro zu verlangen. Auf der anderen Seite werden 8800 GTS Modelle mit 320 bis 640 MB derzeit noch immer zwischen
230 und 330 Euro gehandelt. Die 8800 GTX Modelle hingegen starten erst deutlich jenseits
der 400 Euro Grenze.
So liegt zwischen einer 8800 GT und einer GTX ein Preisrahmen von 200 Euro oder gar mehr. Hier stimmt dann definitiv das Preis-/Leistungsverhältnis nicht mehr. Zwar ist die GTX der GT auch weiterhin klar überlegen, insbesondere, wenn es um hohe Auflösungen und "Filter" geht, dennoch steht der Preis im Hinblick auf die Mehrleistung in keiner Relation. Leidtragende sind erst einmal die NVIDIA Partner selbst. Diese haben gewisse Kontigente an Chips oder finalen Karten abgenommen und müssen sehen, wie diese nun, durch das neue Marketing-Konzept des Chip-Herstellers, verkauft werden können. Möglicherweise - auf gewisse Sicht hin - nur noch mit Verlust. Das gilt insbesondere für die GTS-Versionen.
NVIDIA hingegen ist von dem Problem geringer betroffen. Zwar dürften sich auch weiterhin gefertigte Chips in der Pipeline befinden, doch kann man dort - insbesondere durch gesamte Abnahmen - besser steuern. Die Nachfrage zur 8800 GT zu befriedigen dürfte erst einmal, auch wegen des Weihnachtsgeschäftes, ein gewisses Hauptaugenmerk haben.
[pg]