Rund ein halbes Jahr, nachdem es zuletzt Gerüchte um einen
Fab-Verkauf bei AMD gab, tauchen nun erneut Gerüchte auf, dass AMD seine zur Fab 38 umzubauende Fab 30 in Dresden verkaufen will. Potenzieller Käufer sei der taiwanesische Halbleiterriese Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Ltd. (TSMC), bei dem AMD u.a. seine Grafikchips fertigen läßt. Da AMD schon seit einiger Zeit auch im Kerngeschäft Prozessoren auswärts
fertigen läßt, wäre ein womöglich schrittweiser Rückzug von der teuren Fertigung hin zu einem "fabless" operierenden Halbleiterunternehmen mit Fremdfertigung durchaus zumindest theoretisch eine Option. Analysten zufolge seien frühere Gespräche über einen Verkauf der Fab am Veto von deutscher offizieller Stelle gescheitert. Nun sollen die Gespräche mit neuen Argumenten von allen Seiten wiederaufgenommen worden sein.
Man wird sehen, was von diesen Plänen tatsächlich Realität wird. Vorstellbar ist zumindest, dass TSMC Interesse am "Innenleben" der Fab30 hat. Durch die, mehrfach verschobenen, Umbaupläne wird jedenfalls ein großer Maschinenfuhrpark überflüssig. Hauptsächlich ist die Umstellung von 200 mm auf 300 mm bei der Wafergröße dafür verantwortlich. Durch den größeren Scheibendurchmesser müssen im Gegensatz zu einem Übergang auf kleinere Fertigungsstrukturen nicht nur einzelne kritische Maschinen getauscht werden, sondern die gesamte Fertigungsstraße muss den neuen Wafergeometrien angepaßt und größtenteils ersetzt werden.