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Sonntag, den 29. Februar 2004

Prescott-Kompatibilität bei QDI-Mainboards

Eine Auflistung der Prescott-kompatiblen Mainboards ließ uns der Mainboard-Hersteller Legend QDI (Lenovo) zukommen. Zu beachten wäre beim Mainboard P4I845GVM-PRO-6AL, daß jenes nur Prescott-Prozessoren mit FSB533 tragen kann. Intel wird diesbezüglich sowohl ein 2.8 als auch ein 2.4 GHz Prescott-Modell mit FSB533 ausliefern, zudem werden die (allerdings erst im zweiten Halbjahr) antretenden neuen Celerons auf Prescott-Basis allesamt einen FSB533 haben.

MainboardChipsatzFSBPrescott-Tauglichkeit
P2PE/800-PROIntel i845PE400/533/800Ja
P4I845GVM-PRO-6ALIntel i845GV400/533Ja
P4I848P-6ALIntel i848P400/533/800Ja
P4I865PE PRO-6ALIntel i865PE400/533/800Ja
P4I865PEA V2.0Intel i865PE400/533/800Ja
P4I865GVM-6ALIntel i865GV400/533/800Ja
P4I848PM-6ALIntel i848P400/533/800Ja
P4VM800M-6ALVIA PM800400/533/800Ja
Superb 4FX ProSiS 648FX400/533/800Ja
661FX/963SiS 661FX400/533/800Ja
P4S648FXM-6ALSiS 648FX400/533/800Ja
[rg]

Leadtek kündigt Grafikkarten mit PCI Express-Standard an

Der Grafikkarten-Hersteller Leadtek wird als einer der ersten die neuen PCI Express Grafikchips von nVIDIA auf entsprechende Grafikboards verbauen. Anzumerken wäre hier allerdings, daß das interne Interface der GeForce PCX Grafikchips allesamt noch als AGPx8 ausgeführt ist, womit der Performance-Vorteil von PCI Express (auf 4 GB/sec verdoppelte Bandbreite, dazu unabhängiger Up- und Download-Kanal mit voller Bandbreite) hier nicht wirken kann. Die Karten der nVIDIA GeForce PCX Serie sind somit alleinig kompatibel zum PCI Express Standard, haben aber "nur" die Performance von AGPx8 Grafikkarten (was sicherlich kein Hinderniss ist, wird doch derzeit nicht einmal AGPx8 ausgenutzt):

Research Inc., einer der führenden Entwickler von professionellen Grafikkarten- Lösungen, kündigt zusammen mit nVIDIA eine komplette Reihe von Grafikkarten an, die mit der Schnittstelle PCI Express ausgestattet sind. Der neue PCI-Standard ist das Ergebnis gemeinsamer Entwicklungsarbeit von Intel und nVIDIA und wurde bereits auf dem diesjährigen Intel Developer Forum (IDF) präsentiert. Basierend auf den Grafikchips GeForce PCX bietet Leadtek zunächst vier Grafikkarten an:

  • Die WinFast PX380 verfügt über den schnellen Chip GeForce PCX 5950 und liefert eine extrem hohe Grafikleistung und Performance für aktuelle und zukünftige Spiele.
  • Basierend auf dem Grafikchip GeForce PCX 5750 bietet die WinFast PX360 hochwertige cineastische Effekte und umfangreiche Zusatzfunktionen.
  • Ausgezeichnete Features, mehrfach bewiesene Verlässlichkeit und ein gutes Preis- Leistungs-Verhältnis sind die Markenzeichen der WinFast PX340. Die Karte basiert auf dem GeForce PCX 5300 von nVIDIA.
  • Abgerundet wir die neue Serie im Einsteigerbereich mit der WinFast PX180. Diese setzt auf dem GeForce PCX 4300 auf und sorgt bei einem günstigen Preis für eine hohe Qualität bei 3D-Darstellungen und der Wiedergabe von DVDs.

Um den Ansprüchen aller Anwender gerecht zu werden, wird Leadtek ein gewohnt umfangreiches Zusatzpaket anbieten. Dazu zählen DVI-Ausgänge, HDTV-Ausgänge und Hardware- Monitoring. Zusätzlich werden die Grafikkarten mit einem umfangreichen Spiele-Bundle ausgeliefert und verfügen über umfangreiche Anwendungs-Software wie WinFastDVD, ColoReal Embedded, ColoReal Visual, ColoReal Bright und CYCORE Cult 3D. WinFox II bietet die Möglichkeit individueller Konfiguration und erlaubt durch seine Overclocking-Funktion das volle Ausschöpfen der Grafikleistung. Die Modelle mit MyVIVO-Funktion beinhalten zusätzlich hochwertige Software für Bildbearbeitung und Video-Editing wie Ulead VideoStudio DVD, DVD MovieFactory und Cool 3D.

[rg]

Freenet sperrt Freenet-kritische Webseiten

Wie der Heise Newsticker berichtet, sperrte der Internet-Provider Freenet zwei Freenet-kritische Seiten (Der grosse Freenet-Beschiss & Anormaler Freedepp) für seine Kunden - diese werden dann auf ein Freenet-eigenes Angebot umgeleitet. Freenet befindet sich damit allerdings auf rechtlich extrem unsicherer Basis. Zwar erlauben den AGB von Freenet das Anhängen von Code an eine Internetseite - damit könnte man beispielsweise ein extra Freenet-Fenster oder eine Freenet-Taskleiste ermöglichen - daß komplette Ausblenden einer Internetseite geht jedoch weit über das "Anhängen von Code" hinaus.

Zudem kann man als Freenet-Kunde berechtigterweise argumentieren, "in gutem Glauben" mit Freenet einen Vertrag eingegangen zu sein, wonach dieser Provider Zugriff auf alle (zumindestens alle in Deutschland legalen) Internetseiten bieten würde - schließlich behauptet der Provider in seiner Eigendarstellung auch nichts gegenteiliges und es ist entspricht nun einmal der alltäglichen Aufgabe eines Internet Service Providers, exakt diesen uneingeschränkten Zugang herzustellen. Insofern ergibt sich wohl schon allein aus dieser Meldung über die zwei gesperrten Seiten durchaus ein Recht auf fristlose Kündigung bei Freenet - sofern man dort Kunde ist - weil der Provider eine Leistung nicht vollständig erfüllt.

Ganz nebenbei sehen wir zudem noch ein anderes Problem für Freenet, die allgemeine Internet-Überwachung in Deutschland betreffend. Denn wenn es darum geht, die "Bedürfnisse" der staatlichen Überwacher zu befriedigen, bilden die Internet-Provider zumeist eine geschlossene Gegenfront - sicherlich weniger wegen Bedenken der Bürgerrechte betreffend, als vielmehr deshalb, weil der Staat die nicht unerheblichen Kosten der totalen Überwachung gleich vollständig auf die Provider abzuwälzen gedenkt. Nichts desto trotz lautet die Argumentation der Provider in diesem Fall regelmäßig, nur ein Zugangsanbieter zu sein, kein Inhalteanbieter.

Und als Zugangsanbieter, was vor dem Gesetz ein wesentlicher Unterschied ist, kann man nun nicht für die Inhalte selber verantwortlich gemacht werden bzw. will diese weder kontrollieren noch einschränken - genauso wenig, wie jemand auf die Idee kommen würde, die Deutsche Post für den Inhalt von Briefsendungen verantwortlich zu machen oder von dieser eine Kontrolle aller privaten Post zu fordern. In dem vorgenannten Fall schwingt sich jedoch Freenet allerdings doch wieder zu einer Inhaltskontrolle auf und durchbricht damit - aus Eigennutz - diese allgemeine Argumentationslinie von Providern und Bürgerrechtsschützern. Konkret: Freenet muß sich wohl entscheiden, ob man Inhalteanbieter sein will, dann kann man die zwei Freenet-kritischen Angebote durchaus blockieren, oder ob man Zugangsanbieter sein will.

In ersterem Fall hätte man dann aber auch mit der vollen Härte des deutschen Gesetzes bei allen potentiell in Deutschland illegalen Inhalten zu rechnen. In zweiterem Fall steht es Freenet per Definition als Zugangsanbieter nicht im geringsten zu, irgendwelche Zensur auszuüben - es sei denn, sie wird von staatlichen Stellen angewiesen oder es handelt sich eventuell um ein spezielles Surf-Angebot für Heranwachsende (was auf diesen Fall nicht zutrifft). Bleibt zu hoffen, daß die Diskussion über diese Vorfälle Freenet schnellstmöglich von seinem Irrweg abbringt - denn sollte dies nicht passieren, würde man anderen Providern nur den Weg in die gleiche Richtung ebnen.
[rg]

Freitag, den 27. Februar 2004

Neue Athlon 64 enthalten SSE3

Kevin McGrath, einer der geistigen Väter der Hammer-Architektur, hielt kürzlich an der Stanford University einen Vortrag. Dabei ging er u.a. auf die Features der zukünftigen Athlon 64 CPUs ein.

Neben den bereits bekannten Verbesserungen bei den Stromsparfunktionen und der Speicherkompatibilität des integrierten Speichercontrollers im CG-Stepping nannte er aber auch noch interessante Details für spätere Versionen. So wird in naher Zukunft, evtl. schon mit dem Umstieg auf den 90 nm-Fertigungsprozess im 4. Quartal, SSE3 integriert. Die dritte Version des von Intel entwickelten Multimedia-Befehlssatz hatte ihre Premiere mit Intels Prescott-Prozessoren. Damit integriert AMD die neuen Befehle aussergewöhnlich schnell, bei SSE2 dauerte es von der Vorstellung seitens Intel bis zur Implementierung in der Hammer-Architektur rund drei Jahre. Dies mag sicherlich auch daran liegen, dass SSE3, wie wir im Prescott-Artikel erwähnten, lediglich ein erweitertes SSE2 und damit entsprechend einfacher zu implementieren ist. Aber trotzdem bleibt die Frage bestehen, ob die schnelle Umsetzung nicht auch rechtlich vereinfacht wurde, indem Intel angeblich zügig 64bit-Erweiterungen einsetzen will.

Auch Thermal Throttling, das wir bislang vom Pentium 4 kennen und eine Reduzierung der Rechenleistung und damit der Prozessortemperatur bei Überhitzungsgefahr bewirkt, wird zum Design ergänzt. Daneben wird es eher als "üblich" zu bezeichnende Anpassungen wie verbessertes Prefetching und erweiterte Write Combiner geben.
[tm]

Kommende Sockel 939-Chipsätze mit AGP/PCI-Fix

Freudige Nachrichten für die notorischen Overclocker kommen aus dem Hause nVidia und VIA. Denn deren bisherigen Chipsätzen für den Athlon 64, nForce3 150 und K8T800, fehlt die angesichts des Multiplier-Locks des Athlon 64 für das Overclocking wichtige Fähigkeit, den PCI-Takt unabhängig vom Referenztakt auf 33,3 MHz fixieren zu können.

Abhilfe schaffen sollen ab April (dann wird der Sockel 939 an den Start gehen) der nForce3 250 und der K8T800 Pro. Während der PCI-Fix wohl das einzig Neue am K8T800 Pro sein wird, bietet der nForce3 250 verglichen zu seinem Vorgänger noch einige wesentliche Verbesserungen, so sind Gbit-LAN sowie endlich auch Serial-ATA integriert und der Hypertransport-Link läuft nicht mehr mit angezogener Handbremse auf 600 MHz, sondern soll auf 1 GHz beschleunigt werden.
[vw]

Windows XP Second Edition?

Angesichts der Verzögerungen beim Betriebssystem "Longhorn", dem Nachfolger von Windows XP, gibt es bei Microsoft offensichtlich schon recht weit gediehene Überlegungen, eine überarbeite Version von Windows XP dazwischen zu schieben. Unter dem Namen "Windows XP Reloaded" soll dieser Neuaufguss gegen Jahresende 2004 erscheinen und neben sämtlichen Features des jetzt zur Jahresmitte erwarteten Service Pack 2 (inkl. der sicherheitssteigernden "No-Execution-Funktion") den Media Player 10 und einen Webinstaller enthalten, mit dem optionale Komponenten aus dem Netz nachgeladen werden können.

Weitere handfeste Einzelheiten sind noch nicht bekannt, aber gemäß einer Meldung von WinFuture habe Microsofts Windows-Chef Jim Allchin ein kommendes "Windows XP Reloaded" inzwischen definitiv bestätigt.
[vw]

Donnerstag, den 26. Februar 2004

T-Com beschleunigt T-DSL-Anschlüsse

Ab dem 1. April wird die T-Com die Bandbreiten ihrer T-DSL-Angebote mit bis zu 3 MBit/s spürbar anheben. Gestrichen werden sollen T-DSL 768 (768/128 KBit/s) sowie T-DSL 1500 (1536/192 KBit/s) und durch T-DSL 1000 (1024/128 KBit/s) bzw. T-DSL 2000 (2048/192 KBit/s) ersetzt werden. Wer es noch schneller möchte, kann sich ab April für T-DSL 3000 (3072/384 KBit/s) entscheiden.

Die Anschlußpreise werden voraussichtlich bei 16,99 Euro, 19,99 Euro sowie 24,99 Euro pro Monat liegen. Altkunden, die bereits T-DSL nutzen, will die Telekom im Rahmen des technisch Möglichen bis zum Jahresende auf die neuen, jeweils nächstschnelleren DSL-Varianten umstellen. So würden beispielsweise Kunden mit einem T-ISDN-Anschluss 4 Euro mehr für T-DSL 1000 zahlen müssen, da T-DSL 768 bislang 12,99 Euro gekostet hat. Ließe sich dieser Anschluss dann zum 1. April oder später auf T-DSL 1000 umstellen, würde der neue Preis von 16,99 Euro jedoch erst ab dem 1. Januar 2005 fällig.

Die T-Net-Kunden mit analogen Anschlüssen können hingegen sogar ein paar Euro im Monat einsparen, da die T-Com quasi nebenbei die preisliche Ungleichbehandlung der T-Net- und T-ISDN-Anschlüsse endlich aufheben wird. Im oben genannten Beispiel würde die Kombination aus T-Net und T-DSL dann sogar 3 Euro günstiger.
[vw]

WinZip 9.0 mit 64bit-Erweiterung

Das bekannte Datei-Kompressionsprogramm WinZip ist jetzt in der neuen Version 9.0 erhältlich, allerdings vorerst nur auf Englisch. Die aktuelle deutschsprachige Version ist noch die 8.1 SR-1. Die Programmneuerungen umfassen u.a. die Möglichkeit einer 128bit- und 256bit-Verschlüsselung per AES (Advanced Encryption Standard) und verbesserte Kompressionsmethoden, am interessantesten dürfte für viele Nutzer jedoch die 64bit-Erweiterung von WinZip 9.0 sein, mittels der die 32bit-Grenzen von maximal 65535 Dateien pro Zip-Archiv bzw. einer maximalen Archivgröße von 4 GB gesprengt werden können.

Dabei kommen diese 64-bit-Erweiterungen erst dann und automatisiert ins Spiel, wenn besagte Grenzen überschritten werden, damit die Rückwärtskompatibilität zu früheren Programmversionen gewährleistet bleibt. Zu beachten ist nämlich, dass das spätere Entpacken großer 64bit-Archive mit älteren Versionen nicht möglich sein wird.
[vw]

Neue SiS-Southbridge mit S-ATA-RAID 0+1 und Gbit-LAN

Chiphersteller SiS hat seine neueste Southbridge mit der Bezeichnung SiS965 offiziell vorgestellt. Zwar ist sie nicht dessen erste Southbridge mit PCI-Express-Funktionalität - die SiS965L wurde ja bereits im Vormonat angekündigt - und bietet wie diese auch "nur" zwei PCI-Express-x1-Ports, bringt dafür jedoch Gbit-LAN und zwei zusätzliche S-ATA-Anschlüsse (insgesamt vier, zusätzlich wird RAID 0+1 unterstützt) mit, sodass bezüglich der Konnektivität eigentlich keine Wünsche mehr offen bleiben. Ein weiteres interessantes Detail verglichen zu Intels PCI-Express-Chipsätzen mit ICH6-Southbridge ist noch, dass SiS weiterhin zwei Parallel-ATA-Ports anbietet und so z.B. Besitzer mehrerer optischer Laufwerke nicht in Schwierigkeiten kommen dürften.

[vw]

Erneute Sicherheitslücke im MS Internet Explorer

Nachdem der letzte kumulative Patch für den Internet Explorer gerade einmal gut drei Wochen alt ist, gibt es nun eine neue Warnung vor einer ganz erheblichen Sicherheitsproblematik des Microsoft-Browsers.

So kann ein Fehler beim Umgang mit Hilfeseiten im CHM-Format unter bestimmten Umständen dazu ausgenutzt werden, um dem Internet-Surfer bereits beim einfachen Besuch einer Website einen Trojaner unterzuschieben. Dies ist deswegen so tückisch, weil keine weiteren Aktionen seitens des Nutzers wie Linkklick oder manueller Dateidownload erforderlich sind, da der entsprechende Code selbständig nachgeladen wird.

Exploits für diese Sicherheitslücke gibt es bereits, leider jedoch noch keinen Patch. Als Workaround bietet sich die Deaktivierung der Ausführung von CHM-Dateien an, was jedoch logischerweise bei betroffenen Programmen zum Ausfall der Hilfefunktion führt. Da sämtliche Versionen des Internet Explorers betroffen sind, kann als sicherste Alternative jedoch wieder einmal die Verwendung eines alternativen Internet-Browsers empfohlen werden.
[vw]

Mittwoch, den 25. Februar 2004

AMD K8-Prozessoren mit "Virenschutz"

Angesichts des kommenden Service Pack 2 von Windows XP propagandiert AMD nun auch das bei den K8-Prozessoren (Athlon 64, Athlon 64 FX und Opteron) enthaltetene NX-Sicherheitsfeature, wenngleich auch mit teilweise sehr blumigen Worten:

AMDDie AMD64-Prozessoren verbessern zusammen mit dem kommenden Windows XP Service Pack 2 (SP2) den Schutz von Computern vor bestimmten Viren und Würmern. Durch die Kombination aus AMD64-Prozessor- und Windows-XP-SP2-Technologien profitieren Kunden von einer erhöhten Sicherheit, die privaten und geschäftlichen Anwendern eine sicherere Nutzung von Email und Internet-Browsern ermöglicht und für einen erhöhten Schutz von Netzwerken und des Arbeitsspeichers sorgt. AMDs erweiterte Virusschutz Sicherheitstechnologie und die in Microsofts kommendem Windows XP SP2 enthaltenen Data- Execution-Prevention Funktionen sind darauf abgestimmt, einige Virenarten unwirksam zu machen. Speziell das Ausnutzen von Pufferüberläufen ("Buffer-Overruns") durch selbständige Vervielfältigung eines Viruses auf anderen Systemen soll so verhindert werden.

"Data Execution Prevention ist eine von mehreren sicherheitstechnischen Verbesserungen beim Windows XP SP2, die unsere Kunden vor bestimmten Buffer-Overrun- Virusangriffen schützen und die Sicherheit ihrer Computer erhöht," so Rebecca Norlander, als Group Manager verantwortlich für das Windows XP SP2 Release bei Microsoft Corp. "Die PC-Sicherheit ist eine Problematik, die nur durch gemeinsame Anstrengungen unserer Industriepartner gelöst werden kann. Die Arbeiten von Unternehmen wie AMD stellen unseren Kunden eine zusätzliche Schutzschicht zur Verfügung, sofern diese zusammen mit soliden Sicherheitspraktiken zu Hause und im Unternehmen genutzt werden."

Alle AMD64-Prozessoren, inklusive AMD Opteron, AMD Athlon 64 FX und AMD Athlon 64 Prozessoren, die seit 2003 an Kunden ausgeliefert wurden, enthalten AMDs Enhanced-Virus- Protection-Funktionen für das kommende Windows XP SP2. AMD64-Prozessoren befinden sich derzeit bei über 1.000 OEMs, Hard- und Software-Unternehmen weltweit im Einsatz. Windows XP SP2 befindet sich aktuell im Beta-Status. Die Auslieferung soll im zweiten Quartal 2004 beginnen.

In klaren Worten: Die K8-Prozessoren beherrschen das No Execution Feature, kurz NX genannt. Damit wird - vom Betriebssystem bzw. der jeweiligen Anwendungssoftware - zwischen Programmcode und Datencode unterschieden. Das gesetzte No Execution Bit verhindert dann, sofern der Prozessor dies unterstützt, das Datencode die Möglichkeit hat, als Programm ausgeführt zu werden. Diese Sicherheitslücke, auch bekannt als "Buffer Overrun" wird von sehr vielen Viren und Schädlingen benutzt, um in ein System einzubrechen und auf diesem dann schädlichen Code auszuführen.

Um diese Buffer Overruns zu verhindern, muß jedoch nicht nur der Prozessor das Feature unterstützen, auch der Programmcode muß darauf ausgelegt sein. Deshalb will Microsoft auch alle sicherheitsrelevanten Teile von Windows XP mittels des Service Packs 2 neu komplilieren, um sie NX-kompatibel zu machen. Dieser Schritt war eigentlich erst für den Windows XP Nachfolger "Longhorn" geplant, aber durch die Verzögerung von Longhorn und den Druck, der auf Microsoft wegen der vielen Sicherheitslücken liegt, hat man sich in Redmond wohl zum Umdenken veranlaßt gesehen.
[rg]

nVIDIA mit zukünftig 110nm Grafikchips

Von nVIDIA flatterte uns eine Meldung ins Haus, wonach man in Zukunft auch Grafikchips in 110nm Fertigungstechnology anbieten will. Die Serie der GeForceFX-Grafikchips ist bis auf die GeForceFX 5200/5500 in 130nm gefertigt, letztgenannte Grafikchips sind noch in 150nm:

nVIDIAnVIDIA, der weltweite Marktführer in Visual Processing Lösungen, bestätigte heute, dass nVIDIA eines der ersten Halbleiter-Unternehmen sein wird, dass ausgewählte zukünftige Graphics Processing Units (GPUs) in der 0,11-Micron-Prozess-Technologie von TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) fertigen lassen wird. nVIDIA wird TSMCs 0,11-Mikron-Verfahren mit eigenen, innovativen Fertigungs-Designs kombinieren und so Grafik Prozessoren liefern, die hoch performant sind und einen niedrigen Stromverbrauch haben.

Die 0,11-Mikron-Verfahren stellt im Grunde eine foto-lithografische Schrumpfung des insustrieführenden 0,13-Mikron-Prozesses dar. Dieser Prozess wird sowohl im Highend- wie auch im Mittelkasse-Bereich eingesetzt werden wobei FSG (Fluorinated Silicate Glass) zur Isolation der einzelnen Transistoren verwendet wird. Obwohl konkrete Ergebnisse vom jeweiligen Chip-Design abhängen, wird der 0,11-Mikron-Prozess im Vergleich mit der 0,13-Mikron FSG basierten Technologie durch Transistoren-Verbesserungen für eine höhere Geschwindigkeit und geringere Stromaufnahme sorgen.

TSMC begann mit der Entwicklung der hoch performanten 0,11-Mikron-Technologie im Jahre 2002 und stellte den Prozess Ende 2003 fertig. Konstruktions-Vorschriften sowie -Richtlinien, SPICE sowie SRAM Modelle wurden entwickelt. Die Verfügbarkeit von Compilern von Drittanbietern ist für März geplant. Die Ausbeute ist bereits produktionstauglich und die Low-Voltage-Version steht für die Massenproduktion bereit. Die 0,11-Mikron-Massenproduktion beliebiger Chips ist für das erste Quartal 2005 geplant.

Vorsichtiger- und auch richtigerweise schreibt nVIDIA hier, daß man "eines der ersten Unternehmen sei, welche bei TSMC in 110nm fertigen lasse werde". Denn nVIDIA-Hauptkonkurrent ATI wird schon eine ganze Weile vor nVIDIA bei TSMC seinen RV370-Chip, welcher noch im zweiten Quartal diesen Jahres antreten soll, in 110nm fertigen lassen.

Allerdings ist dies auch nur ein LowCost DirectX9 Grafikchip mit vermutlich vergleichsweise geringer Transistoren-Anzahl. Die Fertigung von Grafikchips mit 100 bis 200 Millionen Transistoren in 110nm wird dagegen in der Tat noch eine Weile auf sich warten lassen. Mögliche Startpunkte wären hierfür entweder die Refresh-Chips der demnächst kommenden NextGen-Chips R420 und NV40 im Herbst diesen Jahres oder aber die darauffolgende Grafikchip-Generation um R500 und NV50 im Jahre 2005.

Und wer sich wundert, daß die Grafikchip-Hersteller jetzt erst langsam auf 110nm umstellen, während die CPU-Hersteller schon bei 90nm sind: Dies kann man nicht so direkt miteinander vergleichen. Denn die CPU-Hersteller müssen mit einem Fertigungsverfahren zumeist recht lange durchhalten, weil ein Prozessor-Redesign nur für eine neue Fertigungstechnologie teuer und zeitaufwendig ist, und deshalb gut überlegt sein will.

Deswegen überspringen die CPU-Hersteller gewöhnlich auch die Fertigungsverfahren-Zwischenschritte, welche die Grafikchip-Hersteller alle mitgemacht haben, so 150nm und 110nm. Für die Grafikchip-Hersteller machen diese Zwischenschritte hingegen Sinn, weil die Grafikchip-Entwickler sowieso aller halben Jahre neue Grafikchips herausbringen. Und letztlich benötigen die CPU-Hersteller für ihre sehr hohen Taktfrequenzen prinzipiell immer die allerbesten verfügbaren Fertigungstechnologien.
[rg]

Neuer Artikel online: Yeong Yang YY-5602

Bereits mit dem YY-5601 sorgte Yeong Yang mit einer aussergewöhnlichen Front und einigen frischen Ideen für Wirbel im Gehäuse-Markt. Nun haben wir für Euch den Nachfolger des YY-5601, den YY-5602 im Test. Dieser basiert auf dem YY-5601, soll jedoch mit einigen Neuerungen kleine Schwächen des Vorgängers ausmerzen und neue Maßstäbe setzen. Welche Stärken das YY-5602 Gehäuse zu bieten hat und natürlich auch ob und wo sich Schwächen zeigen, werden wir Euch in diesem Review näher bringen.

zum Artikel
[rg]

Dienstag, den 24. Februar 2004

Neue Gehäuse von Lian Li

In den letzten Tagen sind ein paar sehr interessante Fotos von Lian Li's neuen Gehäusen aufgetaucht. Es sind drei Servergehäuse zu sehen, die in den Größen von Midi- und Big Towern gehalten sind.

    

Das erste Design ist dem G5 Gehäuse von Apple nachempfunden, welches sicherlich eine große Fangemeinschaft bringen wird. Nur steht hier noch nicht fest, inwiefern Apple Rechte zu diesem Design hält. Dies wird man über kurz oder lang aber noch herausfinden. Da das von Lian Li gewählte Design aber nur in die Stilrichtung des G5 Gehäuses geht, sollten hier wohl keine Probleme auftauchen. Das zweite Big Tower Gehäuse ist im schon älteren typischen Lian Li Stil gehalten und wurde darüber hinaus noch etwas verfeinert.

  

Schaut man sich den Innenraum beider Gehäuse an, so meint man zunächst ein nagelneues BTX Gehäuse vor sich zu haben. Die Tür geht auf der rechten Seite auf, das Mainboard wird an der linken Wand befestigt... der Schein aber trügt. Man wird schnell erkennen, dass es sich hierbei nur um ein umgedrehtes ATX Design handelt. Die Idee, das Mainboard umzudrehen, kam wohl als erstes, als das BTX Mainboard Layout vorgestellt wurde. Das Umdrehen des ATX Mainboards soll nun in den neuen Gehäusen für ein verbessertes Kühlungsverhalten sorgen und ein besseres Kabelverlegen garantieren. Lian Li ist nicht der erste Hersteller, der auf ein solches Design baut. Wir haben von anderen Herstellern erfahren, dass diese auch solch ein Design anstreben. Auf der CeBIT 2004 werden wir viele Neuigkeiten über diese neue Bauart erfahren können.

Für Festplatten wird in beiden Gehäusen genügend Platz vorhanden sein, welches die Entwicklung für den Serverbereich mit sich bringt. Auf der Webseite von Lian Li ist noch nichts von diesen Gehäusen zu sehen, deswegen können wir zu diesem Zeitpunkt auch noch nichts über Liefertermine und Preise angeben.
[ck]

ATI R420 fertig für Produktion

Wenn man den Kollegen von The Inquirer Glauben schenken will, hat ATI ihren Next-Gen Chip R420 fertig gestellt, so dass dieser reif für die Massenproduktion ist. Angeblich fehle nur noch das finale Kartendesign. Den Angaben nach liegt ATI damit vor ihrem ursprünglichen Zeitplan, da Grafikkarten auf R420 Basis so schon eher auf den Markt kommen könnten als geplant. Allerdings möchte man sich die Radeon 9800 XT Verkäufe nicht kaputt machen, so dass ganz beabsichtigit mit R420 Grafikkarten bis auf weiteres noch nicht zu rechnen ist. So bleibt den Grafikkartenherstellern genügend Zeit, ihr eigenes Kartendesign zu entwerfen und zu verfeinern.

Sollten die Informationen zutreffen, könnte ATI ihren neuen Chip auf der CeBit im März ankündigen und schon kurze Zeit später unters Volk bringen. Mit NVIDIAs Konnkurenz Chip NV40 kann man hierzulande wohl aber erst zu Ende April rechnen, wobei wir eher sogar noch von Mai ausgehen. Den Vorsprung von ATI gegenüber NVIDIA kann man sicherlich aber auch gut gebrauchen, bietet man doch im Vergleich zum NVIDIA NV40 einen technologisch nicht so weit entwickelten DirectX 9 Beschleuniger an (wir berichteten). Dies mag zwar von der Leistung her erstmal völlig uninteressant sein, bedeutet aber im späteren Kampf um Marktanteile im lukrativen OEM Markt einen Minuspunkt, da man unabhängig von der Leistung nur einen "veralteten" Chip anbieten kann. Inwieweit hier ATIs Strategie aufgehen kann, wird sich zeigen müssen.
[mg]

Intel Prescott mit "nur" 2.4 GHz

Die Pentium 4 Prescott Prozessoren konnte man bislang ab einer Geschwindigkeit von 2.8 GHz kaufen. Langsamer getaktete Prescott Prozessoren gab es von Intel nicht. Lediglich für große OEMs hat man einen 2.8 GHz Prescott mit ins Programm mit aufgenommen, der statt der üblichen FSB800 nur FSB533 bietet und ohne Hyper Threading auskommen muss, aus Preisgründen versteht sich.

Die X-bit labs haben in einem öffentlichen Dokument bei Intel nun noch einen anderen Prozessortyp auf Prescott Basis ausfindig machen können, der auf die Bezeichnung BX80546PE2400E hört. Dahinter versteckt sich ein FSB533 Prescott mit 2.4 GHz, möglicherweise ebenfalls ohne Hyper Threading.

Warum sich Intel dazu entschlossen hat, noch einen Pentium 4 Prescott mit 2.4 GHz zu fertigen, kann mehrere Gründe haben. Mitunter sehr wichtig ist der 0,09µm Produktionsprozess, welcher nach einer erfolgreichen Etablierung einfach Kostenvorteile gegenüber dem 0,13µm Prozess bieten kann. Möglicherweise soll der neue CPU Typ auch einfach die bisherigen Northwood CPUs mit 2.4 GHz ablösen, welche sowohl als FSB400 als auch FSB533 Modell und ohne Hyper Threading für OEMs zur Verfügung standen. Sicherlich ist die CPU nicht für den Massenmarkt gedacht. Ausschließen kann man es aber dennoch nicht gänzlich, dass solche CPUs auch im Retail Markt auftauchen.
[mg]

Montag, den 23. Februar 2004

ATI R420 ohne Shader 3.0 Support

Die Kollegen vom 3DCenter haben einen neuen Artikel online gestellt, in welchem man neue Informationen zum R420, R423 & Co. bieten kann (wir hatten den Artikel am Sonntag bereits im Webweiten angesprochen, wollen nachfolgend aber noch auf den Inhalt eingehen). Die wohl wichtigste Neuigkeit betreffend dem Next-Gen Chip R420 bzw. R423 (PCI Express Variante des R420) ist die definitive Absage gegenüber Shader 3.0 Support seitens ATI. Demnach wird ATI den R420 ohne Shader 3.0 Support gegen den NV40 von NVIDIA ins Rennen schicken, wobei letzterer aller Wahrscheinlichkeit nach mit Shader 3.0 Unterstützung aufwarten wird, womit sich der Konkurrent aus technischer Sicht vom ATI Konkurrenten absetzen kann.

Hat das Fehlen von 3.0 Shadern einen Nachteil für ATI? Aus Marketinggründen ja, praktisch aber wohl kaum. Denn bis Spieleentwickler Shader in der Version 3.0 einsetzen werden, dürfte noch einige Zeit ins Land streichen. Und ob Spiele, die Shader 3.0 zwingend vorrausetzen, überhaupt jemals auf den Markt kommen werden, kann angezweifelt werden. Denn wenn ATI, welche mittlerweile einen weitaus größeren Einfluß auf die Spieletechnologien haben also noch vor ein paar Jahren, nur Shader 2.0 bieten werden, ist es anzunehmen, dass sich die Mehrzahl der Spielehersteller aus Aufwandsgründen an dem kleinsten gemeinsamen Nenner beider Hersteller orientieren werden, welcher eben nach den neusten Informationen Shader 2.0 heißen wird. Insofern dürfte das Übergehen der 3.0 Shader keine wirklichen Nachteile für Gamer haben.

Doch was kann man dann vom R420 erwarten? Sicherlich steht erstmal eine Fertigung von 0,13µm im Vordergrund, gebündelt mit einem höheren Chiptakt, welcher Richtung 500 MHz tendieren wird. Gleichfalls wird es natürlich auch einen höheren Speichertakt geben. Dies alleine wird dem R420 wahrscheinlich schon einen Großteil seiner Mehrperformance gegenüber der Radeon 9800 XT erbringen. Dazu kommt eine Erweiterung der Vertex-Shader auf derer Anzahl 6, wohingegen sich die R3x0 Reihe mit 4 Vertex-Shadern begnügen musste. Dazu soll die Shader-Architektur allgemein verbessert worden sein, wobei die Zahl der Rendering-Pipelines aber weiterhin bei 8 stehen wird. Insgesamt soll der Chip 160 Millionen Transistoren wiegen, sprich ca. 15 Millionen weniger als der NV40 von NVIDIA.

Und wann kann man den neuen Chip in Aktion bewundern? Muster kann man sicherlich zur CeBit 2004 erwarten. Der Markteintritt soll dann im 2. Quartal erfolgen.
[mg]

Buffalo stellt DDR2-RAM zu utopischen Preisen vor

Eine erste Vorstellung der anfänglichen Strassenpreise von DDR2-RAM kann man sich anhand einer Meldung von AKIBA machen. So habe der japanische RAM-Hersteller Buffalo angekündigt, bereits in den nächsten Tagen und somit deutlich vor der Verfügbarkeit entsprechender Intel-Plattformen mit dem Verkauf von DDR2-RAM-Modulen zu beginnen. 256 MB und 512 MB sollen für den sagenhaften Preis von umgerechnet 427 bzw. 855 Euro angeboten werden. Somit würden selbst schlimmste Erwartungen übertroffen, dass DDR2-RAM anfangs das Doppelte von DDR-I kosten könnte.

Mit Speichertimings von 3-3-3 bzw. 4-4-4 läge die Performance zudem klar unterhalb derjenigen aktuellen Highend-DDR400-RAMs, das mit 2-2-2 Timings z.B. von Corsair oder Kingston aktuell für ein Sechstel dieses Preises zu haben ist. Sollte sich ein ähnliches Preisniveau von DDR2 auch bei den anderen Herstellern finden lassen, so werden alle diejenigen Meinungen Recht behalten, die dem neuen Speicher-Standard vor 2005 kaum eine Chance einräumen.
[vw]

Desktop-Athlon 64 2800+ in Bälde?

Glaubt man einer Inquirer-Meldung, dann wird AMD demnächst einen Athlon 64 2800+ für Sockel 754-Desktopsysteme vorstellen. Dessen Taktrate dürfte bei 1,8 GHz liegen, die Größe des L2-Cache bei 512 KB. Weiterhin glaubt der Inquirer zu wissen, dass der Athlon 64 2800+ sich in den preislichen Regionen eines Pentium 4 mit 2,8 GHz bewegen solle. Dies wäre keine wirkliche Überraschung, sind doch die Strassenpreise von Athlon 64 3000+ und Pentium 4 3,0 GHz, Athlon 64 3200+ und Pentium 4 3,2 GHz sowie Athlon 64 3400+ und Pentium 4 3,4 GHz bereits einigermaßen aneinander angeglichen.

Einen mobilen Athlon 64 2800+ gibt es übrigens längst, dieser taktet angesichts seines 1 MB großen L2-Cache jedoch lediglich mit 1,6 GHz. Ein Desktop-Athlon 64 2800+ würde jedoch definitiv über den aktuellen Newcastle-Core und somit die oben genannte Taktrate und Cache-Größe verfügen. Auf den offiziellen Roadmaps ist ein solcher Prozessor bisher nirgends aufgetaucht, somit darf der potentielle Wahrheitsgehalt dieser Inquirer-Meldung gelassen abgewartet werden.
[vw]

Innovatives Mousepad von Revoltec

Das wohl attraktivste Mousepad der letzten Zeit ist das Lightpad von Revoltec. Hier handelt es sich um ein Mousepad, welches mit einem transparenten Plexiglas-Rand verziert wurde. In diesem Plexiglas-Rand sind kleine Luftblasen eingefangen. Über einen freien USB Port kann man das Mousepad nun mit Strom versorgen um es damit erleuchten zu lassen, LEDs unter dem Mousepad machen es möglich. Durch einen kleinen Knopf auf der Oberseite lassen sich die LEDs regeln. Es kann ein dauerhaftes Leuchten von sieben verschiedenen Farben oder ein wechselndes Leuchten aller Farben im Sekundentakt gewählt werden. Wählt man den wechselnden Modus, so gehen die verschiedenen Farben beim Wechsel in sich über, welches einen sehr schicken Effekt gibt. Man kann die Beleuchtung natürlich auch ausstellen.


Die Auflagefläche für die Maus beträgt 243 x 190 mm bei einer Gesamtgröße von 280 x 226 x 6 mm. Die Oberfläche ist gleichermaßen für optische und kugelbasierte Mäuse geeignet. Bei einem Preis von nur 24,90€ ist das Revoltec Lightpad geradezu ein Schnäppchen. ;-)
[ck]

Gehäuse & Co. auf der CeBIT

PC-Liebhaber können sich schon einmal auf die CeBIT in diesem Jahr freuen. Neben einiger Neuigkeiten rund um die Hardware im PC, werden die Produkte um den PC herum auch nicht zu kurz kommen. Die Fans von namhaften Herstellern wie Cooler Master, Aerocool, be quiet! oder Revoltec können sich auf eine ganze Reihe neuer Produkte freuen.

Von VGA Kühlern über neue moderne CPU Kühler bis hin zu aufwendigen Gehäusen wird dieses Mal wieder alles vertreten sein. Viele Gehäusehersteller sind schon auf den BTX-Zug aufgesprungen und werden Gehäuse für BTX Mainboards auf der CeBIT präsentieren. Aber auch für die noch aktuellen ATX Systeme wird jede Menge Augenschmaus bereit gestellt. Fast jeder Hersteller wird neue Gehäusereihen zeigen, die unterschiedlichste Käuferbereiche ansprechen sollen.

Der absolute Spitzenreiter wird dieses Jahr sicherlich Cooler Master sein. Auf einen mehr als 150m² großen Stand präsentiert der Design-Spezialist rund 30 neue Produkte. Von allem wird etwas dabei sein. Auf die Gehäuse kann man sich aber ganz besonders freuen, hier werden absolute Schmuckstücke präsentiert werden. Man darf also gespannt sein, ab 18. März wissen wir mehr.
[ck]

Revoltec nun auch mit Wasserkühlung

Revoltec ist nun auch mit in den Wasserkühlungsmarkt eingestiegen und bietet seit kurzem ein komplettes Set bestehend aus CPU Kühler, Radiator mit einem 120mm LED Lüfter, Ausgleichsbehälter, Pumpe und jeder Menge Zubehör an. Nach dem Zusammenbau kann man also sofort mit seinem PC loslegen. Wer neu ist in diesem Segment und Wasserkühlungen schon immer mal ausprobieren wollte, der ist mit einem solchen kompletten Set wohl am besten bedient. Hier sind die Komponenten alle aufeinander abgestimmt. Für fortgeschrittene User stehen eine ganze Menge einzelner Produkte zum Kauf bereit.


Die beiden verschiedenen Liquidicer Sets richten sich zum einen an Sockel A/462 und zum anderen an die Sockel 478 Besitzer. Das Set für den Sockel 478 kann wahlweise auch für Sockel A benutzt werden, muss hier dann aber mit dem Mainboard verschraubt werden. So kann es dann aber beim Mainboardwechsel auf dem neuen Board weiterbenutzen, ganz egal ob Intel oder AMD. Für Sockel 754/940 ist das Set leider noch nicht kompatibel. Die beiden Sets stehen interessierten Kunden zu einem Preis von je ca. 179€ zum Kauf bereit.
[ck]

Sonntag, den 22. Februar 2004

Webweites XXL

Das 3DCenter hat einen Artikel bei AnandTech zum Anlass genommen, zusammen mit einigen selbst zusammengetragenen Informationen ein Preview der kommenden ATi-Grafikchips R420, R423 & Co. zu erstellen. Neben dem Blick in den Entry Level- (RV370) und Mainstream-Bereich (RV380) ist für den Spieler sicherlich der R420 (bzw. dessen PCI-Express-Pendant R423) am interessantesten. Hier spricht vieles für einen deutlich aufgewerteten Radeon 9800XT mit verringerter Strukturbreite (130 nm), höheren Taktraten und zahlreichen Verbesserungen an der Shader-Architektur. Shader 3.0-Support gibt es bei der R420 noch nicht, stellt angesichts der aktuellen bzw. für dieses Jahr noch erwarteten Spieletitel aber keinen Beinbruch dar.

Bei Au-Ja! kann das formschöne µATX-Gehäuse Chieftec BK-01B-SL-B von innen und außen bewundert werden. Zu überzeugen wussten neben der Optik das Platzangebot und die Belüftungsmöglichkeiten, Abstriche gab es u. a. beim mitgelieferten Netzteil.

Die LostCircuits haben zwei Vertreter des sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnenden ATi Radeon 9600XT gegeneinander antreten lassen. Sapphire Ultimate Radeon 9600XT Edition und Asus Radeon 9600XT setzen ihre Schwerpunkte dabei gänzlich unterschiedlich. Sapphire bietet Passivkühlung per Heatpipeprinzip und etwas Overclocking ab Werk, was sich allerdings in den Benchmarks kaum bemerkbar macht, Asus hingegen stellt All-in-Wonder-Funktionalität per Rage-Theater-Chip zur Verfügung und legt ein sehr umfangreiches Softwarebundle bei. Der abschließende Benchmark-Parcours brachte keine Überraschungen.

Beim Planet 3DNow! ist ebenfalls Grafikkartenzeit. Zwar kann man MSI FX5900XT und Sapphire Radeon 9800XT eigentlich nicht wirklich direkt miteinander vergleichen - nVidia Midrange auf der einen und ATi Highend auf der anderen Seite - allerdings kann sich der GeForceFX 5900XT insbesondere bei den OpenGL-Benchmarks hervorragend in Szene und z. T. vor die Radeon 9800XT setzen, während letztere ihre Stärken unter Direct3D mit zugeschaltetem AA und AF unter Beweis stellen konnte. Die zum Vergleich mitgeführte Radeon 9600XT hatte hingegen gar keine Chance und so stellt die GeForceFX 5900XT im mittleren Preissegment aktuell wohl die beste Wahl dar.

Die ComputerBase hat dem ersten erhältlichen SFF-Barebone-System auf Basis des AMD Athlon 64 auf den Zahn gefühlt. Das Shuttle XPC SN85G4 konnte in vielerlei Hinsicht glänzen, so durch die überarbeitete Optik und die im Vergleich zu bisherigen Shuttle XPCs reduzierte Geräuschkulisse, was durch eine Lüftersteuerung sowie AMDs "Cool'n Quiet" erreicht werden konnte. Auch die bei Athlon 64-Systemen oft gescholtene Speicherkompatibilität konnte bei dem verbauten nForce3 150-Mainboard überzeugen, da sämtliche Testmodule stabil betrieben werden konnten. Da zudem die Performance derjenigen eines Desktop-PCs entsprach, schloss das SN85G4 den Test mit Auszeichnung ab.

Bei den Kollegen von TweakPC kann man einen Blick auf die Chieftec BX-Serie werfen, den Nachfolger des beliebten CS-601 Miditowers. Auf der Habenseite sind hier verbesserte Optik, Frontpanel-Anschlüsse, schraubenlose Steckkartenmontage sowie die schienenlose Laufwerksmontage zu nennen. Für die Besitzer älterer Grafikkarten könnte noch das Thermaltake VGA Cooling Set von Interesse sein. Dank GPU-Kühler aus Vollkupfer und zusätzlichen RAM-Kühlkörpern dürfte so noch das eine oder andere Quäntchen an Mehrleistung herausgeholt werden können.

Die Freunde der Mittelerde werden sicherlich dem Review von Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs bei der Spieleflut einiges abgewinnen können. Dieses Action-Adventure lehnt sich hinsichtlich Grafik, Charakteren und Synchronstimmen eng an die aktuellen Verfilmungen des dreibändigen Epos an, allerdings wird den nicht so erfahrenen Spielern durch die nur spärlich vorhandenen Zwischenspeichermöglichkeiten einiges zugemutet, da so viele Sequenzen bis zur endlich erfolgreichen Beendigung mehrfach durchgespielt werden müssen. Dies konnte den ansonsten positiven Eindruck der Testerin allerdings nicht wirklich trüben.

WinTotal hat sich mit den Vorzügen einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) auseinandergesetzt. Am Beispiel der Belkin Regulator Pro Silber wird gezeigt, wie im Falle eines Stromausfalls der angeschlossene PC von der Shutdown-Software unter Sicherung sämtlicher geöffneter Dateien heruntergefahren wird, aber auch, dass man eine für nur einen PC vorgesehene USV besser nicht im Netzwerk verwenden sollte. Ebenso bietet die getestete USV von Belkin die Möglichkeit, angeschlossene Geräte vor Überspannung zu schützen. Weiterhin hat WinTotal sein Review des Messenger Programms Trilian Pro 2.01 inzwischen um drei Plug-In-Checks (Teil 1, Teil 2, Teil 3) ergänzt, in denen mehr oder weniger nützliche Zusatzprogramme vorgestellt werden.
[vw]

Neuer inoffizeller ForceWare 56.56 - offizieller Treiber am 1. März?

Die Abstände zwischen neuen inoffiziellen Versionen werden immer kürzer, sodass vermutlich schon bald mit einer neuen offiziellen Freigabe zu rechnen ist. Vorerst haben jedoch OnlyNewZ den ForceWare 56.56 entdeckt, welcher mit einigen Verbesserungen in der Bedienung und erweiterten Einstellungen für sich spricht. So können Profile für verschiedene Spiele und Anwendungen definiert und gespeichert und dann automatisch geladen werden. Weiterhin befindet sich nun nView 3.5 im Paket und glänzt mit einfacherer Konfiguration und verbesserten Features. Jedoch scheint in dem Treiber ein Bug im Zusammenhang mit Unreal Tournament 2004 zu bestehen, welcher demnächst behoben werden soll. Die nächste offizielle Treiber-Version von NVIDIA soll laut OnlyNewZ voraussichtlich am 1. März erscheinen. Die Verwendung der infoffiziellen Versionen erfolgt wie immer auf eigene Gefahr.

    * NVIDIA ForceWare 56.56 für Windows 2000/ XP (OnlyNewZ)
[rl]

Ein erster Ausblick auf den Athlon 64 FX-53

Der Athlon 64 FX 53, welcher mit einem Prozessortakt von 2,4 GHz arbeiten wird und ersten Angaben zufolge Ende März in Erscheinung treten soll, hatte seinen ersten Auftritt bereits in San Francisco. Dort präsentierte man die neue Sockel 940 CPU und demonstrierte ihrer Performance mit Hilfe der Demo des Actionshooters Far Cry. Eingesetzt hat man dafür eine Beta Version von Windows XP 64 Bit Edition. Allein durch den Betrieb im 64 Bit-Modus sollen laut AMD angeblich bis zu 30 Prozent höheren Frameraten erzielt werden können.

Erste Benchmarks zum neuen FX-Flaggschiff hat bereits TheInquirer zu bieten, welche in einem Testsystem mit Radeon 9800 Pro, ASUS SK8N Mainboard und DDR400 ECC Reg Speicher von Kingston in 3DMark2001SE 20490 Punkte und in 3DMark03 6059 erreichten. In unserem letzten Artikel zum Athlon 64 FX 51 erreichten wir jedoch mit 2,2 GHz schon 20753 Punkte in 3DMark2001SE mit VIA K8T800 Chipsatz, mit nForce3 Chipsatz, welchen das SK8N verwendet, allerdings nur 20110 Punkte. Zu bedenken bleibt jedoch zusätzlich, dass bei uns eine GeForce FX 5900 Ultra zum Einsatz kam, sodass ein direkter Vergleich noch nicht möglich ist.
[rl]

Vier neue User-Artikel im HT4U-Forum

Die in unserem Forum erst kürzlich eingerichtete Sektion für User-Artikel erfreut sich offensichtlich großer Beliebtheit. Während auf der einen Seite angeregt diskutiert wird, haben sich inzwischen vier weitere interessante Artikel eingefunden und beleuchten viele neue Themen.

So widmet sich ein Artikel der häufig umstrittenen Frage, wie Wärmeleitpaste am Sinnvollsten auf dem Pentium 4 Prozessor aufgetragen werden sollte, um den besten Effekt zur Wärmeableitung zu erreichen.

Ebenfalls ein beliebtes Gesprächsthema handelt von den Möglichkeiten, wie man sein Gehäuse möglichst aufgeräumt aufbauen kann. Insbesondere in Zeiten von Window-Mods, LAN-Parties und Modding-Wettbewerben dürfte nicht nur die verbesserte Luftströmung eine Rolle spielen, sondern natürlich auch der ordentliche Eindruck, durch den die bunten Hardware-Komponenten erst richtig zu Geltung kommen. Einige Tipps zur Verfahrensweise gibt dazu der User-Artikel.

Mit den abgestellten POP3-Postfächern bei Lycos beschäftigt sich ein weiterer Bericht. Wie die E-Mails dennoch mit Outlook Express 6 abgerufen werden können, ohne gezwungenermaßen das Webinterface nutzen zu müssen, soll im Artikel auf anschauliche Weise erläutert werden.

Zum Abschluss wollen wir ein umfangreiche Hilfe vorstellen, mit der bei Stabilitätsproblemen Schritt für Schritt den Ursachen auf den Grund gegangen werden kann. Damit dürfte man den zahlreichen Hilferufen bei "wackeligen" Systemen entgegen kommen, für die hier eine Vielzahl der bekannten Fehlerquellen aufgelistet werden. Auf einfache Weise werden die Ursachen geklärt und mit verständlichen Lösungsansätzen behoben.

Auch in Zukunft werden sicherlich noch zahlreiche User-Artikel hinzu stoßen, sodass sich hin und wieder einen Blick in das Forum lohnt.
[rl]

Freitag, den 20. Februar 2004

Windows Sicherheits Update CD kostenlos erhältlich

Für ihre Windows Betriebssysteme hat die Softwareschmiede Microsoft ihre Windows Sicherheits Update CD aktualisiert. Die kostenlose CD beinhaltet alle kritischen Updates bis Oktober 2003 der Betriebssysteme Windows XP, Windows Me, Windows 2000, Windows 98 und Windows 98SE. Desweiteren findet man auf der CD Evaluierungsversionen einer Antiviren- und einer Firewallsoftware.

Interessenten können die CD kostenslos über die Microsoft Seite bestellen. Nach spätestens 28 Tagen sollte die CD dann im heimischen Briefkasten gelandet sein.
[mg]

Intels Clackamas Technologie kompatibel zu Microsofts 64-Bit Windows-Systemen

Im Zuge des Intel Developer Forums und der Ankündigung seitens Intel, x86 64-Bit nun ebenfalls im Desktop und Server Segement durch die Clackamas Technologie (CT) (wir berichteten) zu unterstützen, hat der Softwareriese Microsoft angekündigt, dass Intels 64-Bit CT CPUs voll kompatibel zu den kommenden 64-Bit Editionen von Windows XP und Windows Server 2003 sein werden. Die 64-Bit Betriebssysteme von Microsoft sind für die 2. Jahreshälfte angekündigt, bis dahin muss man sich mit den frei verfügbaren Beta Versionen (Windows XP, Windows Server 2003) zufrieden geben.

Die Ankündigung seitens Microsoft wäre an sich gar nicht nötig gewesen, da die Clackamas Technologie voll kompatibel zur AMD64 Technologie ist und damit auch zwangsweise die 64-Bit Editionen der Microsoft Betriebssysteme unterstützen muss. Sicherlich tat man dies einfach der Form halber, schließlich möchte man bei Microsoft auch ganz offiziell die Prozessoren von Intel unterstützen. Ob hinter der Clackamas Technologie aber noch ein wenig mehr steckt, als nur AMD64 Support unter verschleiertem Namen zu bieten (aus Prestigegründen versteht sich), bleibt abzuwarten, darf aber bezweifelt werden. Nichts desto trotz ist die Clackamas Technologie ein Zugeständnis zu AMDs 64-Bit Projekt und gleichzeitig auch ein weiterer Schlag gegen die eigene 64-Bit Schiene IA64, welche ohnehin im Serverbuisness nicht auf die von Intel erhoffte Resonanz stößt. AMD dagegen kann sich ein Schmunzeln sicherlich nicht verkneifen, da man das Langzeitimage "AMD CPUs = Intel Klone", auf Grund Intels AMD64 Adoption, nun schlußendlich abgelegt haben dürfte.
[mg]

64-Bit ForceWare Grafiktreiber von NVIDIA

Seit gestern bietet der kalifornische Hersteller NVIDIA für ihre Grafikkarten einen 64-Bit Treiber an, der für x86-64 kompatible Systeme geeignet ist. Dabei stehen sowohl Treiber für Windows XP 64-Bit Edition zur Verfügung als auch für Windows Server 2003 SP1 64-Bit. Die Treiberversion lautet 53.04, woraus man schließen kann, dass sich die Treiber am 32-Bit Pendant 53.03 orientieren. NVIDIA gibt an, dass der Treiber mit allen AMD Opteron, Athlon 64, Athlon FX und 64-Bit erweiterten Intel Systemem funktionieren soll.

Damit können NVIDIA User ein 64-Bit System, basierend z.B. auf der Preview Windows XP 64-Bit Edition, nun auch mit einem passenden Treiber ausstatten. Interessierte können den Treiber für Windows XP und Windows Server 2003 hier herunterladen.
[mg]

Albatron liefert Mainboards mit LindowsOS aus

Der Motherboardhersteller Albatron liefert einige ausgewählte MicroATX Platinen ab sofort mit der Linux-Distribution LindowsOS in der Version 4.5 aus. Welche Mainboards jedoch direkt betroffen ist, ist der Pressemitteilung noch nicht zu entnehmen. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei jedoch gewesen, dass GNU/Linux im PC-Markt immer größere Bedeutung erlangt und aufgrund der umfangreichen Ausstattung mit zahlreicher Endanwender-Software wie einer OfficeSuite, Multimedia-Software oder Entwicklungskits für verschiedene Programmiersprachen für den Kunden deutlich günstiger ausfällt.

Positiv könnte der Schritt von Albatron in der Hinsicht gewertet werden, da man nun davon ausgehen kann, dass die Bündel aus Board und Betriebssystem vermutlich weitestgehend kompatibel sind, sodass zumindest alle Onboard-Komponenten fehlerlos unterstützt werden. Ein Umstand, der gerade bei neuer Hardware noch immer enorme Schwierigkeiten bereitet.

Albatron Computer GmbH, ein führender Hersteller und weltweit tätiger Lieferant von hochwertigen PC Komponenten kündigte heute an, dass einige Micro ATX Mainboards mit LindowsOS 4.5, einem auf Linux basierenden Betriebssystem mit einer Windows ähnlichen Oberfläche, gebundelt werden.

Linux Betriebssysteme finden auf PCs eine immer breitere Anwendung. Als Bestandteil der shareable sourceware, mit der potentiellen Kostenersparnis und der Verfügbarkeit einer Vielzahl an Freeware Programmen wurde Linux für Endanwender und Unternehmen, im Gegensatz zu den ansonsten dominierenden Lösungen des heutigen PC Marktes, immer interessanter.

LindowsOS wird von Lindows.com Inc. entwickelt, einem Unternehmen das von MP3 Vordenker (und MP3.com Initiator) Michael Robertson gegründet wurde. Dieses Betriebssystem bietet die Preiswertigkeit, Portierbarkeit und Stabilität eines LINUX Systems kombiniert mit einer benutzerfreundlichen Windows-like Oberfläche. LindowsOS 4.5 wird mit den meisten Programme geliefert die von Endanwendern, Studenten oder im Büro benötigt werden. Dazu gehört eine Office Suite und Multimedia Anwendungen, die bereits einige hundert Euro Anschaffungskosten für jedes System einsparen. LindowsOS bietet desweiteren eine einfache Installation und simple Handhabung. Die integrierte automatische Hardwareerkennung (Plug n' Play) erlaubt die einfache Installation von Peripherie wie zum Beispiel USB oder FireWire Geräten mit minimalem Arbeitsaufwand. LindowsOS kann in weniger als zehn Minuten auf einem System installiert werden.

Mit dem LindowsOS 4.5 Bundle bietet Albatron seinen Kunden einen bequemen Einstieg in die LINUX Welt. Das Potenzial für Kosteneinsparungen bei der Software ist signifikant, besonders in den Bereichen der Erziehung und des Business. Jetzt kann jeder für sich selbst entscheiden, ob Linux seine Zustimmung findet oder nicht.


[rl]

Donnerstag, den 19. Februar 2004

Hat IBM die Probleme der DTLA-Festplattenserie bewußt verschleiert?

Es dürfte sich wohl noch jeder daran erinnern: In der ersten Jahreshälfte 2001 häuften sich massiv die Beschwerden über die damals aktuelle DTLA-Festplattenserie von IBM. Datenverluste bis hin zum kompletten Defekt selbst nur wenige Monate alter Laufwerke waren trotz eines umgehenden Herstellerdementis nicht von der Hand zu weisen. Doch auch die nachfolgende ICL-Serie machte keine besseren Schlagzeilen und war explizit nicht für den Dauerbetrieb freigegeben. Das vorläufige Ende vom Lied waren erhebliche Umsatzverluste und der Verkauf der Festplattensparte an Hitachi.

Einer Meldung des US-Printmagazins Maximum PC zufolge werfen nun firmeninterne Dokumente ein sehr zweifelhaftes Licht auf IBM, denn aus diesen soll eindeutig hervorgehen, dass das Unternehmen wider besseren Wissens ganz bewußt die fehlerbehafteten Laufwerke verkauft habe. Weiterhin sollen die Unterlagen belegen, dass etwa 30 Prozent der Kunden, die innerhalb der Garantiezeit ein Austauschlaufwerk erhielten, auch einen Defekt bei den neuen Platten zu beklagen hatten. Inwieweit sich dies bestätigen lassen und in den bekanntermaßen klagefreudigen USA ein juristisches Nachspiel haben wird, bleibt noch abzuwarten.
[vw]

Neuer Artikel online: Sockel A Cooler Roundup Update

Selten hatte einer unserer Artikel für soviel Kritik gesorgt, wie unser kürzlich veröffentlichtes Sockel A Cooler Roundup. Dabei lag die Kritik nicht daran, dass uns technische Fehler unterlaufen wären. Nein, die Kritik erfolgte, weil wir uns gemäß aktuellen Athlon XP Papers, von "Schraubkühlern" distanziert hatten. Unsere Referenzplatine, welche über hervorragende Möglichkeiten zur Auslesung der Athlon XP Kerntemperatur verfügte, verfügte eben nicht mehr über Mounting Holes, welche AMD nun vor fast zwei Jahren aus ihren Vorgaben strich.

So erfolgten teils freundliche, teils unfreundliche Rückmeldungen zu diesem Artikel, denn ganz offensichtlich gibt es am Markt zwei Hersteller, die ein "Muss" im Cooling Segment sind: Thermalright und Zalman. Dabei brachten es 99% der Anfragen auf den Punkt: Zalman CNPS 7000A-CU und Thermalright SLK 947U sind die derzeitigen Publikumslieblinge. So machten wir uns Gedanken, wie sich ein Test solcher Schraubkühler, hinsichtlich unserer ausführlich geschilderten Bedenken, dennoch zu realisieren ist.

Eine Möglichkeit fanden wir und somit entschlossen wir uns dazu, obgleich wir eigentlich keine weiteren Sockel A Kühler-Tests mehr starten wollten, diese beiden Leser-Lieblinge doch noch in Augenschein zu nehmen. Und so orderten wir den SLK 947U sowie den Zalman CNPS 7000A-CU, um diese in einem neuen Artikel einigen Spitzenreitern unseres vergangenen Tests entgegen zu stellen.

zum Artikel
[rg]

DDR400 ECC Reg. Speichermodule mit 1 GB verfügbar

Nachdem der AMD Opteron Prozessor den professionellen Server- und Workstationmarkt fast im Sturm erobert hat, bringt Memorysolution nun neue ECC Registered Speicher-Module heraus. Obwohl der Opteron Prozessor eigentlich nur mit solchem speziellen Speicher betrieben werden kann, welcher durch besondere Prüfroutinen selbständig Bitfehler in den Daten filtert, war die Auswahl bisher dennoch deutlich begrenzt. Um die Vorteile des erweiterten Speicheradressraums der neuen 64-bit Prozessoren nutzen zu können, ergänzt Memorysolution nun mit den neuen takeMS Modulen mit einer Speicherkapazität von 1 GB sein Angebot.

Mit den neuen takeMS DDR400-ECC-registered-Speichermodulen vom Typ PC3200 mit 1 GB Kapazität hat Deutschlands führender Spezialanbieter von Arbeitsspeicher und Flashcards ab sofort ein absolutes Referenzprodukt im Portfolio.

"Nach den erst im November herausgebrachten DDR266 ECC stellen die jetzt herauskommenden DDR400-Module einen ungeheuren Entwicklungssprung dar", sagt Memorysolution Geschäftsführer Gerald Diercks. "Und wir gehören mit zu den ersten Anbietern, die diese Spitzentechnologie in den Markt einführen. Die von uns adressierten Anwender im Workstation- und Server-Segment warten andererseits schon begierig darauf, DDR400 in dieser Leistungsklasse einzusetzen."

Die für AMD Opteron-Prozessoren konzipierten SDRAMs weisen eine völlig neue IC-Bauform und das schon auf DDR2 hinweisende Micro-MBGA Gehäusedesign auf. Sie sind damit weniger anfällig für Interferenzen, wie die Entwickler betonen. Daneben entsprechen die neuen-Hochleistungsmodule, wie alle takeMS Produkte, den strengen JEDEC-Spezifikationen. Hohe Zuverlässigkeit ist neben Geschwindigkeit ein besonderes Merkmal dieser Speicher, die mit ECC (Error Correction Code) registered über eine besondere Prüfroutine verfügen: Hierbei werden Daten in einem Puffer kurzzeitig zwischengelagert und mögliche Bitfehler vor der Signalweiterleitung herausgefiltert.

Die neuen Module sind ab sofort verfügbar. Memorysolution gewährt auf alle takeMS Produkte zehn Jahre Garantie.


[rl]

Mittwoch, den 18. Februar 2004

Intel präsentiert Prozessoren mit 64 Bit Erweiterungen -- 3,6 GHz in Q2

Zum Auftakt des Intel Developer Forum demonstierte der Prozessor-Gigant Intel nun endlich seine neuen CPUs mit den integrierten und aktivieren 64 Bit Erweiterungen, die schon seit längerer Zeit in den nächsten Prozessoren erwartet wurden. Bereits der kürzlich eingeführte Prescott-Core des Pentium 4 soll diese Erweiterungen enthalten, welche jedoch wahrscheinlich erst mit den nächsten CPU-Kernen ab 2005 im Desktop-Bereich aktiviert werden. Vorerst sieht Intel die Zeit für den Endkundenmarkt auf dem Desktop noch nicht gekommen und wird in den nächsten Monaten auch weiterhin auf 32-Bit-Systeme setzen.

Anders jedoch im Server und Workstation Bereich. Dort kündigte Intel noch für das zweite Quartal diesen Jahres die ersten Xeon Prozessoren mit der sogenannten Clackamas Technologie (CT) an. Sie wird voll kompatibel zur AMD64 Technologie sein, für die Microsoft in absehbarer Zeit mit einem eigens dafür angepassten Windows liefern will. Der Xeon mit Codenamen Nocona soll seinen Platz sowohl in Workstations als auch kleineren Server Systemen finden und wird mit 1 MB L2-Cache, SSE3-Befehlssatz und ebender Clackams Technologie ausgerüstet sein. Zudem wird er im Gegensatz zum derzeitigen Xeon bei FSB800 arbeiten und müsste unseren Informationen zufolge bei Taktraten von 2,80 bis 3,60 GHz einsteigen. Für das dritte Quartal soll schließlich ein Modell mit 3,80 GHz folgen, sodass zum Jahresende die "größer 3,80 GHz" Marke angestrebt werden kann. Für 2005 sollen schließlich auch erste mehrprozessorfähige CPUs auf Basis des Potomac-Kerns mit CT Erweiterungen erscheinen.

Die Einstiegspreise der Xeon Prozessoren mit 1 MB L2-Cache und FSB800 für 2,8 GHz, 3,0 GHz, 3,2 GHz, 3,4 GHz und 3,6 GHz sollen bei 209, 316, 455, 690 und 851 US-Dollar liegen.
[rl]

Dienstag, den 17. Februar 2004

nVIDIA stellt PCI Express Grafikkarten-Familie vor

nVIDIA hat heute seine ersten Grafikkarten mit PCI Express Port vorgestellt. Dabei kommen jedoch keine neuen Grafikchips mit integrierten PCI Express Interface zur Verfügung, sondern man verwendet weiterhin die bisherigen Grafikchips mit internem AGPx8 Interface und legt diesen einen PCI Express Bridge Chip bei, so daß sie auf PCI Express Mainboards verbaut werden können.

Die nVIDIA Corporation (Nasdaq: NVDA), der weltweite Marktführer bei Visual Processing Lösungen, stellte heute die industrieweit erste komplette Familie von PCI Express GPUs (Graphics Processing Units) vor. Sie wurden entwickelt, um alle Vorteile der zusätzlichen Bandbreite und Features zu nutzen, die der I/O Interconnection Standard zur Verfügung stellt. nVIDIA transformiert seine gegenwärtige, mehrfach ausgezeichnete GeForce FX Serie in eine komplette Familie von PCI Express GPUs, indem eine innovative PCI Express (PCX) Hochgeschwindigkeits-Verbindung zum Einsatz kommt. Es handelt sich dabei um eine komplexe Networking-Technologie. Die neue Familie besteht aus:

  • nVIDIA GeForce PCX 5950 - basiert auf der mehrfach ausgezeichneten GeForce Architektur und bietet überragende Grafik-Power und Performance für Spiele-Enthusiasten.
  • nVIDIA GeForce PCX 5750 - wurde für High-Performance Gaming entwickelt und verfügt über nVIDIAs komplettes Set cineastischer Effekte und beispiellose Funktionen.
  • nVIDIA GeForce PCX 5300 -bietet neueste Technologie und die Zuverlässigkeit, die Anwender von nVIDIA zu einem erschwinglichen Preis erwarten.
  • nVIDIA GeForce PCX 4300 - ist für den Eingangsbereich konzipiert und überzeugt durch ausgezeichnete Performance, unschlagbare Darstellungs-Qualität und DVD-Wiedergabe.


"Der Übergang auf die PCI Express Technologie ist eine aufregende Zeit für die PC-Industrie," sagte Jen-Hsun Huang, President und CEO von nVIDIA. "Indem wir sehr eng mit Intel zusammenarbeiteten und halfen diese neue Spezifikation mit zu definieren, waren wir in der Lage eine innovative Protokoll-Engine in HSI zu entwickeln, die das volle PCI Express Feature-Set ohne jede Kompromisse zur Verfügung stellt. HSI und PCI Express wird bei Applikationen mit hoher Bandbreite wie Grafik und Networking eine neue Performance-Ära einleiten."

Zusätzlich validierte nVIDIA letzte Woche in Taipeh, Taiwan, die Familie der GeForce PCX Produkte mit den wichtigsten Motherboard-, Chipset- und BIOS-Anbietern. nVIDIA hat bereits mehr als 1.000 PCI Express Boards Kunden und Partnern zur Verfügung gestellt.

"nVIDIA ist einer von mehreren wichtigen Unternehmen der PCI Express Technologie Initiative. Aus diesem Grund war es angebracht, die Intel Veranstaltung zur Einführung der PCI Express Produkt-Familie zu nutzen," sagte Randy Wilhelm, Vice President Desktop Platforms Group und General Manager Client Platform Division der Intel Corporation. "Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie nVIDIA, kann die Industrie von den neuen revolutionären Fortschritten profitieren."

nVIDIA Partner können als erste Anbieter eine komplette Familie von PCI Express Lösungen vorstellen und in den Markt bringen. Produkte, die auf dem neuen Design basieren, werden für die das zweite Halbjahr 2004 von den weltweit führenden Grafikkarten-Herstellern inklusive Albatron Technology, Co. Ltd, AOpen, Anextek, ASUS Computer International, Chaintech, Gainward Co., Ltd., Gigabyte Technology, Co., Ltd., Leadtek Research, Inc., MSI, Palit Microsystems, Inc., Pine, XFX, a Division of Pine, Prolink Computer Inc,, und Sparkle erwartet.

Als Gold Sponsor des gegenwärtigen Intel Developer Forum (IDF) zeigt nVIDIA die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit der Industrie inklusive Intel. nVIDIA und Intel CPUs sind die Basis vieler PCs, Notebooks, Workstations, Spiele-Systeme, Media Center Lösungen und Handhelds, die weltweit produziert werden und zur IDF zu sehen sind. Intel und Unternehmen wie nVIDIA verbindet eine langanhaltende Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Ziel, den Fortschritt in der PC-Industrie voran zu treiben. Dazu gehört der Übergang zu der fortschrittlichen PCI Express Architektur. Nachdem die GPU die meiste Bandbreite von allen PC Subsystemen benötigt, war nVIDIA einer der wichtigsten Protagonisten von PCI Express Lösungen und war maßgeblich an der Definition, Entwicklung und Umsetzung beteiligt. nVIDIA ist Mitglied der PCI-SIG, einer Industrieorganisation, die sich für die PCI Express Spezifikation verantwortlich zeichnet.

Im Prinzip ergänzt nVIDIA seine bisherige Linie an Grafikkarten nun nur noch mit entsprechenden PCI Express Pendants: Hinter der "GeForce PCX 5950" verbirgt sich eine GeForceFX 5950 mit PCI Express Bridge, hinter der "GeForce PCX 5750" eine GeForceFX 5700 mit PCI Express Bridge, hinter der "GeForce PCX 5300" eine GeForceFX 5200 mit PCI Express Bridge und hinter der "GeForce PCX 4300" eine GeForce4 MX mit PCI Express Bridge. An den Taktfrequenzen der jeweiligen Chips in ihren Normal- und Ultra-Ausführungen verändert nVIDIA im übrigen nichts, es wird wie gesagt nur die PCI Express Bridge beigelegt, die vom Kartenhersteller dann noch auf dem Karten-PCB untergebracht werden muß.
[rg]

Pentium 4 Extreme Edition in Notebooks

Dell, einer der größten Computer-Hersteller der Welt, kündigte nun ein weiteres Inspiron XPS Notebook an, welches mit dem Highend-Prozessor Pentium 4 "Extreme Edition" mit 3,4 GHz ausgestattet sein wird. Zusätzlich enthält das transportable Hochgeschwindigkeitssystem eine ATi Mobility Radeon 9700 Grafikkarte mit 128 MB Speicher und bis zu 2 GB Arbeitsspeicher. Bei 80 GB Festplattenspeicher und 15,2 Zoll UXGA Display dürften zudem kaum Platzprobleme sowohl unter als auch über der Haube auftreten. Die üblichen Anschlüsse für USB 2.0, FireWire, Gigabit-Ethernet und Sound sind ebenfalls vorhanden.

Insgesamt soll das System für einen Preis ab 2500 US-Dollar erhältlich sein. Dafür bekommt man allerdings nicht nur das derzeit schnellste Notebook auf Erden, sondern wird in Anbetracht der bis zu 100 Watt Verlustleistung allein für die CPU wohl auch die dickste Stromleitung in den Garten benötigen. ;-) Das Notebook dürfte hauptsächlich seinen Einsatz als Desktopersatz finden, wobei jedoch noch nicht klar ist, mit welcher Lautstärke die Lüfter arbeiten. Auf jeden Fall könnte es für diejenigen, welche viel Leistung auf kleinstem Raum benötigen, durchaus einen Blick wert sein.
[rl]

Der NAND Flashspeicher Konkurrenzkampf beginnt

Infineon startete die Serienproduktion für den neuen NAND Flashspeicher im Januar und Hynix soll noch diesen Monat mit der Fertigung der Speicher beginnen, die man gemeinsam mit STMicroelectronics entwickelt hat. Auch Samsung verstärkte erst kürzlich seine Kapzitäten auf Kosten der weniger lukrativen DRAM Geschäfte, um im Flashspeicher-Markt weiterhin bestehen zu können. Dort hält man derzeit einen Anteil von über 50 Prozent weltweit und ist selbstverständlich daran interessiert, diesen auch zu halten. Mit der wachsenden Zahl an Herstellern, die den Markt betreten, wächst eben auch die Konkurrenz, die das Halbleiter-Unternehmen nun zusätzlich durch günstigere Preise in Schach halten will.

2003 verkaufte man Speicher im Wert von 3,8 Milliarden US-Dollar. Für 2006 erwartet man laut DigiTimes sogar Zahlen von über 11 Milliarden US-Dollar, welche die Chancen in diesem Markt deutlich hervorheben. Damit Samsung sich weiterhin an der Spitze halten kann, wolle man dieses Jahr etwa 1 Milliarde US-Dollar in die DRAM und Flash Speicher Produktion investieren. Zusätzlich sollen die Flash-Preise deutlich reduziert werden. Wie stark diese Preissenkungen jedoch konkret aussehen werden, ist derzeit noch nicht bekannt.
[rl]

Montag, den 16. Februar 2004

Neuer Artikel online: MSI PT880 Neo vs. MSI 865PE Neo2-P

Als wir den VIA DualChannel Pentium 4 Chipsatz PT880 im November letzten Jahres in Form eines VIA-Referenzmainboards testeten, konnte der VIA-Sproß mehr als nur gegen die Intel-Konkurrenz in Form von i865PE und i875P bestehen, sondern rang sogar mit dem i875P "Canterwood" um die absolute Performance-Krone. Doch natürlich besteht immer ein gewisser Unterschied zwischen den Referenzboards des Chipsatz-Entwicklers und den letztlichen Serien-Platinen der Mainboard-Hersteller.

Demzufolge wollen wir heute mittels des MSI PT880 Neo Mainboards nachprüfen, wie es derzeit um die Performance des VIA PT880 Chipsatzes in seiner Serien-Variante steht und ob dieser Chipsatz immer noch den hohen Vorschußlorbeeren gerecht werden kann. Zusätzlich im Test befindet sich dazu noch eine zweite Platinen von MSI: Das 865PE Neo2-P in der "Platinum Edition", basierend auf Intels i865PE-Chipsatz, und mit der speziellen Maßgabe einer hochstabilen Arbeits-Plattform. Wo die Vor- und Nachteile beider MSI-Mainboards zu finden sind, erfahrt Ihr im Artikel.

zum Artikel
[rg]

AMD reduziert seine Prozessor Preise

Mit dem heutigen Tag hat der Prozessor-Entwickler Advanced Micro Devices nahezu seine komplette Preisliste bei allen Prozessoren von Professionell bis Low-Cost umgestaltet. Während bei den Opteron Prozessoren die Preise teilweise um über die Hälfte gesunken sind, sodass ein Opteron 848 mit einer Taktfrequenz von 2,2 GHz anstatt 3199 US-Dollar nur noch 1514 US-Dollar kostet, haben insbesondere beim Athlon XP und im mobilen Bereich neue Werte erhalten. Die aktuelle Preisliste für den Server, Workstation, Mobile und Heim Bereich ist direkt auf der Webseite von AMD einzusehen.

Neben den ansehnlichen Maßnahmen im Server-Segment hat das Unternehmen auch beim Athlon XP an der Preisschraube gedreht, wobei jedoch der schnellste Athlon XP 3200+ nicht reduziert wurde und nach wie vor mit einem Großhandelspreis von 213 US-Dollar zu Buche schlägt. Damit ist er aber dennoch 5 US-Dollar günstiger als sein schnellerer Nachfolger mit K8-Kern, an denen im Übrigen ebenfalls die Preissenkung wirkungslos vorüber gegangen ist. Im Gegensatz zum Server-Bereich liegen im Desktop-Sektor die höchsten Preisgefälle bei circa 20 Prozent für den Athlon XP 3000+, welcher nunmehr nur noch 163 US-Dollar kostet.


Modell FSB alter Preis neuer Preis Nachlass
Athlon 64 FX-51 - $733 $733 -
Athlon 64 3400+ - $417 $417 -
Athlon 64 3200+ (1 MB L2-Cache) - $278 $278 -
Athlon 64 3000+ (512 KB L2-Cache) - $218 $218 -
Athlon XP 3200+ FSB400 $213 $213 -
Athlon XP 3000+ FSB333 $203 $163 20%
Athlon XP 2800+ FSB333 $140 $117 16%
Athlon XP 2700+ FSB333 $117 $103 12%
Athlon XP 2600+ FSB333 $103 $89 14%
Athlon XP 2500+ FSB333 $89 $79 11%
Athlon XP 2400+ FSB333 $79 $71 10%
Athlon XP 2200+ FSB333 $71 $66 7%

Bis hinab zum Athlon XP 2200+ liegen die neuen Preise zwischen 7 und 16 Prozent niedriger als zuvor. Ein ähnliches Bild ergibt sich im mobilen Bereich, in dem die Prozessoren ebenfalls zwischen 10 und 20 Prozent billiger geworden sind.

Mit diesem neuen Preismodell wird relativ deutlich, wohin AMDs Wege in Zukunft führen werden. Während der Athlon XP noch einmal günstiger wird, um seinen angedachten Bereich im preisgünstigen Einsteigermarkt einzunehmen, sichert man sich mit den vorerst konstanten Preisen im Highend-Bereich die benötigten Umsätze. Auch der Chipentwickler wird sich bewusst sein, was seine 64bittigen Sprösslinge tatsächlich leisten und sich vorerst davor hüten, sie als Low-Cost Ware auf den Markt zu schleudern. Eventuell gewährt man wieder einige Vergünstigungen, wenn man schließlich den Athlon 64 3700+ präsentiert. Doch die Zeiten von AMD als Billig-Prozessor-Entwickler dürften erst einmal vorbei sein. Ein wichtiger Schritt, wenn das Unternehmen seinen Kurs aus den roten Zahlen beibehalten will. Mit dem letzten Quartal habe man erstmals nach zwei Jahren wieder einmal Gewinn eingefahren.

So kann man gespannt sein, ob es AMD nach dem Umstieg auf die doppelte Anzahl an Bits auch gelingen wird, vielleicht schon bald den verdoppelten Gewinn bekannt zu geben. ;-)
[rl]

Mozilla Firefox und Thunderbird auf deutsch

Vor einer Woche stellte die Mozilla Gemeinde die neusten Versionen ihrer Open-Source Browser- und eMail-Software vor (wir berichteten). Heute, eine Woche später, steht vom Browser Firefox auch eine deutsche Version zum Download bereit. Die Firefox Version 0.8 kann sowohl für Windows als auch für Linux auf deutsch heruntergeladen werden.

Für den eMail Client Thunderbird gibt es ebenfalls schon eine deutsche Version. Entweder man lädt sich das komplette Programm noch einmal auf deutsch herunter (Windows Installer, Windows Self Extracting, Linux x86 GTK2+XFT tar.bz2, Mac OS X), oder man installiert für die Thunderbird 0.5 Version ein Language Pack.
[mg]

Erste DDR-I/II Mainboards von ASUS im Mai

Der Mainboard-Hersteller ASUS wird nach inoffiziellen Informationen aus der Produkt-Roadmap des Herstellers, die bei x86-Secret zu finden ist, seine ersten Platinen mit dem neuen Intel 915 Grantsdale Chipsatz im Mai freigeben. Sie sollen zum größten Teil mit dem neuen LGA775 Sockel und anscheinend ausschließlich mit PCI Express ausgestattet sein. Dennoch wird es noch ein Modell mit dem herkömmlichen Sockel 478 geben, welches ebenfalls anstelle von AGP 8X mit PCI Express bestückt werden soll. Für den Highend-Sektor plant ASUS das P5AD2, welches mit Intels Profichipsatz i925 Alderwood arbeiten wird und ebenfalls auf LGA775 und PCI Express setzen wird.

Wer nicht gleich in ein komplett neues System investieren möchte, findet mit dem P4GD1 eine Möglichkeit, sowohl seinen Sockel 478 Prozessor als auch seinen traditionellen DDR-I Speicher weiter verwenden zu können. Die Kombinationen von neuem Sockel und "alter" Speichertechnologie bietet das ASUS P5GD1, ebenfalls mit i915 Chipsatz, welches zugunsten von DDR-I auf DDR-II Speicherunterstützung verzichtet.


P5AD2 P5GD2 P5GD1 P4GD1 P5GD2-VM P5SDC P5VD1 P5VD2
Chipsatz Intel i925X Intel i915P Intel i915P Intel i915P Intel i915G SiS 656 VIA PT890 VIA PT892
Southbridge ICH6R ICH6R ICH6R ICH6R ICH6R SiS 965 VIA VT8237 VIA VT8237
Sockel LGA775 LGA775 LGA775 Sockel 478 LGA775 LGA775 LGA775 LGA775
Speicher DDR2 DDR2 DDR-I DDR-I DDR2 DDR-I/ DDR2 DDR-I/ DDR2 DDR2
Grafik PCI Express PCI Express PCI Express PCI Express PCI Express PCI Express PCI Express AGP 8X/ PCI Express

Alle Motherboards für Intels Pentium 4 verwenden die neue ICH6 Southbridge, welche mit Serial-ATA, Azalia Audio, USB 2.0, FireWire sowie zusätzlichen Features wie optionelem RAID oder WLAN Support ausgestattet sein wird.

Zusätzlich werden auch Mainboards mit VIAs PT890 Chipsatz oder dem SiS 656 angeboten werden, welche ebenfalls mit LGA775 und PCI Express aufwarten werden. Hier taucht bei VIA wieder wieder einmal der PT892 auf, der neben PCI Express auch noch AGP 8X unterstützt, dafür aber anscheinend auf DDR-I Support verzichtet. Leider sind die Informationen diesbezüglich immer noch vage. Beide Boards mit PT89x Chipsatz werden mit der verbreiteten VT8237 Southbridge zusammenarbeiten und dürften sich folglich nur minimal von den Features vorangegangener Platinen unterscheiden. Das P5SDC mit SiS 656 Nothbridge und SiS965 Southbridge setzt ebenfalls auf LGA775, PCI Express und wahlweise auf eine Dual-Channel DDR-I oder DDR-II Speicher-Interface.

Zu den geplanten Preisen der Mainboards sind noch keine Details bekannt.
[rl]

Bald erste Pentium-M Prozessoren im Desktop-Einsatz?

Mit dem Athlon 64 und seiner Cool 'n' Quiet Technologie hat AMD bereits die Stromspar-Technologien aus dem mobilen Sektor für den Desktop-Betrieb verfügbar gemacht. Intel scheint nun ersten Spekulationen des Inquirer zufolge ebenfalls endlich einen solchen Schritt zu planen und soll noch diese Woche erst Informationen zu Centrino-Systemen für den Desktop-Einsatz bekannt geben. Leider hält man sich mit konkreten Details zu dieser Vermutung jedoch noch zurück. Sollte dieser Fall allerdings tatsächlich eintreffen, könnte man erwarten, dass diese Chips dann auf neuen BTX-Mainboards verbaut werden, von denen Intel zwei mit den Codenamen Marplehead und Pleides mit i915 Grantsdale Chipsatzfür und LGA775 Sockel für das zweiten Halbjahr 2004 geplant hat.

Mit Hilfe des Pentium-M ließen sich wahrscheinlich auch deutlich kühlere PC Systeme zum Beispiel für die beliebten Wohnzimmer Mini-PCs bei gleicher Performance realisieren. Weiterhin äußert TheInquirer, könne Intel später eventuell auch erste Multi-Core Prozessoren mit diesem Chip auf Basis des Banias oder Dothan herausbringen. Neben diesen Spekulationen bleibt jedoch auch noch offen, ob Intel dann echte Pentium-M Prozessoren auf speziellen Mainboards mit eigenem Sockel einsetzen will, oder neue Modelle für normale LGA775-Platinen freigeben wird.
[rl]

Sonntag, den 15. Februar 2004

Samsung produziert 800 MHz GDDR3 Speicher

Der Halbleiter-Experte Samsung gab den Produktionsstart für seine GDDR3-Speicherchips bekannt, welche mit über 800 (physikalischen) MHz Taktfrequenz arbeiten können. Der Speicher ermögliche bei niedrigstem Stromverbrauch bei Spannungen von 1,9 Volt derzeit höchste Datenraten für die zukünftigen Grafikkarten-Generationen.

Die 256Mbit Speicher-Chips werden bei realen Taktraten von 500 bis 800 MHz betrieben und erreichen so einen effektiven Datendurchsatz von 1,0 bis 1,6 Gbit/s, was im Endeffekt theoretische Bandbreiten von bis zu 6,4 GB/s ermöglicht. Mehr technische Details sind direkt auf der Produktseite des Herstellers gelistet. Sie sollen später Speicherkapazitäten von maximal 512 MB ermöglichen und werden vermutlich auf der nächsten Grafikkarten-Generation von NVIDIA zum Einsatz kommen. Der Grafikspezialist hatte bereits im letzten Jahr erste Prototypen erhalten, um sie in Zusammenarbeit mit ihrem demnächst erwarteten Flaggschiff NV40 zu testen. Auch der größte Konkurrenz ATi wird womöglich GDDR3-Speicher für seine zukünftige Grafikchip-Generation verwenden.
[rl]

Inoffizieller ForceWare Treiber und Memtest+ 1.10 erschienen

Nach kurzer Verschaufpause ist ein neuer inoffizieller Treiber für die Grafikchips von NVIDIA auf den Servern des Grafikkartenherstellers Gainward aufgetaucht, welcher die Version 56.55 trägt und auf den 29. Januar datiert ist. Er unterstützt derzeit Windows 2000 und XP und verrät zusätzlich die Bezeichnungen dreier noch nicht offiziell bekannter Grafikkarten, die demnächst erscheinen sollen. Genannt werden die GeForceFX 5500, 5700LE und 5700VE, hinter denen sich vermutlich kommende Low-Cost beziehungsweise Mainstream-Chips des Grafikchipentwicklers verbergen.

Besonders interessant erscheinen jedoch die neuen Features des Treibers, welcher nun ähnlich wie der Catalyst-Treiber von ATi dynamisches Übertakten von GPU und Speicher ermöglichen soll. Zudem zeigen unsere Kollegen der ComputerBase eine neue Möglichkeit der Performance-Analyse mit Hilfe des Treibers, welcher nachdem die Funktion aktiviert wurde, detaillierte Auskunft über die Auslastung von CPU und GPU erteilt und übersichtlich in einem Diagramm darstellt.

    * NVIDIA ForceWare 56.55 für Windows 2000/XP (Guru3D)


Das Speicheranaylse-Tool Memtest+ ist nun in der Version 1.10 freigegeben worden. Die Liste der Neuerungen berichtet neben dem Support von Pentium-M Prozessoren mit Banias und Dothan Core von der Ergänzung der Chipsatzliste um zahlreiche Modelle. So werden nun auch der VIA KM266/KN266/KM400 sowie der SiS645/645DX/648/748 erkannt. Die Unterstützung für den ALi M1687, AMD8000 und Intels i7505 befindet sich jedoch noch in einem experimentellen Zustand. Weiterhin sind viele Bugfixes eingeflossen, deren konkrete Details auf der Homepage des Projektes einzusehen sind, wo das Tool sowohl in kompilierter Form als auch als Quelltext direkt heruntergeladen werden kann.

    * Memtest+ v1.10
[rl]