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Achtung:
Jeder,
der die beschriebenen Schleifarbeiten an seiner CPU vornimmt, ist sich
bewusst, das dabei die CPU einen Schaden nehmen kann!! Ich
übernehme für evt. aufgetretene Schäden an der CPU
oder am PC keinerlei Haftung!
So, jetzt
habe ich meine Pflicht als Overclocker erfüllt! :-)
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Hintergrund
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Du wirst Dich jetzt sicher fragen, warum soll die CPU plan geschliffen
werden. Eine Cpu ist vom Hersteller aus nicht ganz plan gefertigt,
darum braucht man ja auch eine Wärmeleitpaste. Diese leitet nicht
so ganz so gut wie Kupfer. Je weniger davon gebraucht wird, desto
besser ist die Wärmeableitung an dem Lüfter. Nach dem Planen
kannst Du wahrscheinlich eine höhere Core- Spannung nehmen, als Du
so oder so schon bei Deiner CPU beim overclocken gewählt hast.
Dies daher, da die Wärmeableitung weitaus besser ist. So erreicht
man eine höhere und stabilere Taktfrequenz.
Selbst, wenn es bei Dir nichts gebracht hat, hast Du Dein Bestes für
die CPU getan.
Hier siehst du meinen Celeron 466, bevor ich ihn plan geschliffen habe.
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Das benötigte Werkzeug
und Zubehör
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Was
brauchst Du dafür:
Also, als erstes solltest Du Dir eine plane Oberfläche
besorgen. Ich habe dafür eine alte Glasscheibe genommen. Diese
habe ich mit einem Fensterreiniger sauber gemacht und mit einem Glasschneider
auf das gewünschte Maß geschnitten.
Dann brauchst Du noch Naßschleifpapier.
Zum größten Teil habe ich es im Baumarkt gefunden. Aber,
leider habe ich nicht alle Körnungen im Baumarkt bekommen :-(
Im "Obi-Baumarkt" habe ich nur die Körnungen 200-600 gefunden. Diese
reichen leider nicht aus.
Du brauchst noch 400, 600, 800, 1000 und evt. 2000 Naßschleifpapier.
Du kannst ja auch bei einem Auto-Lackierer mal nachfragen! Ich habe
fast alle Sorten in einem anderen Baumarkt ("WESCH") gefunden. Nur das 2000
Naßschleifpapier habe ich bei einem Oldtimer- Treffen bekommen.
(Sie benutzen es zum Polieren von Felgen)
Da der Verbrauch leider nicht ganz gering ist, solltest Du Dir von jedem
Papier ca. 2-3 Blatt kaufen. Ein Blatt kostet so ca. 1,30- DM.
Außerdem, brauchst Du noch "Tesa-Krepp"
zum Befestigen des Schleifpapiers auf der Glasplatte.
Um die CPU beim Schleifen vor Schäden an den Kontakten zu schützen,
solltest Du Dir noch antistatischen Schaumstoff besorgen. Dieser
liegt meistens bei einem Motherboard oder irgend einem anderen Elektronik
Bauteil bei. Wenn, Du so etwas nicht hast, kannst Du ja mal bei Deinem
Computer-Fachgeschäft um die Ecke fragen. Die haben bestimmt so etwas
:-)
Jetzt brauchst du nur noch 3 Dinge:
Am besten irgend ein antistatisches Tesa Band.
(ich habe normales "Tesa Film" genommen, und es einfach an meiner Heizung
entladen)
Dann brauchst du noch 100% Alkohol (nicht
zum trinken, wie Du jetzt sicher denkst !!), und einen feinen Pinsel zum
Reinigen der Kontakte.
Und was noch ganz wichtig ist: ZEIT & MÜHE.
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Diesen Teil solltest Du Dir genau und langsam durchlesen! Um
Schäden am Pc oder an der CPU zu vermeiden, solltest Du Dich immer
"erden", bevor Du Dich an die Arbeit machst!
Dies kann mit einem antistatischen Band geschehen. Aber, es geht noch
einfacher !! Wenn Du an eine Heizung oder an einem Wasserhahn packst
"erdest" Du Dich auch so.
Um Metall- Partikel (Kurzschluß!!) auf der CPU zu vermeiden,
solltest Du die Kontakte auf der CPU mit dem Schaumstoff bedecken und
dann mit dem "Tesa-Film" befestigen. Am besten klebst Du die andere
Seite von der CPU auch mit dem "Tesa-Film" ab. Bei mir sah die
CPU nach dem Abkleben wie ein Paket aus. Es sollte nur noch die
silberne (jetzt noch silber) Mitte herausgucken. Nach dem
Schleifen solltest Du die CPU mit einem weichen Pinsel und 100 % Alkohol
reinigen. Dabei solltest du sehr genau vorgehen, da schon ein
Kurzschluß die CPU beschädigen kann!!!!!
Außerdem sollte Dir klar sein, das die
CPU beim Schleifen die Garantie vom Händler verliert!!
Aber, das ist ja bereits der Fall, in dem Moment, wo man seine CPU
übertaktet.
So, sollte Deine CPU aussehen, wenn sie abgeklebt wurde. Leider habe
ich davon kein Foto geschossen;
deshalb habe ich es mit einem Grafikprogramm gefaked (siehe Grafik)!
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Als erstes, solltest Du Deine Unterlage sehr genau reinigen, damit auch
alles plan ist. Nun, mußt Du das Schleifpapier auf der planen
Fläche mit "Tesa-Krepp" befestigen und mit klarem Wasser befeuchten.
Am besten fängst Du mit dem 400 Schleifpapier an! In
Form von einer Acht ( 8 ) solltest Du die CPU über das Schleifpapier
mit minimalen Druck führen. Da das 400 Papier für
diese Arbeiten doch noch sehr grob ist, sollte man nur die oberste silberne
Schicht damit abschleifen. Aber Vorsicht: Das Papier immer wieder
wechseln und immer die nächst feinere Körnung nehmen. Da die CPU
meistens nach innen gewölbt ist, werden als erstes die Ränder
an der CPU kupferfarbig. So weit schleifen, bis die ganze CPU kupferfarben
ist. Aber, dann bitte nur noch die groben Kratzer mit dem 1000 bzw. 2000
Schleifpapier herausschleifen. Ich selber habe noch nie eine "offene"
CPU gesehen oder etwas von ihr gehört, obwohl die Kupferhülle
nicht gerade dick ist.
Wenn Deine CPU nach dem Schleifen so aussieht, wie auf diesem unteren Bild,
hast Du etwas falsch gemacht: |
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Falls
Dein Lüfter auch noch plangeschliffen werden muß, solltest
du genauso wie bei der CPU vorgehen.
Auch schön in Achten ( 8 ) schleifen, bis auch dieser ganz plan
ist. Ob die CPU und der Lüfter plan sind, kannst du auch kontrollieren,
indem Du sie gegen das Licht hältst.
Wenn Deine CPU so spiegeln soll wie bei mir, mußt du es gut mit
dem 1000 oder 2000 Papier schleifen und danach mit Politurpaste und Watte
polieren. So muß eine CPU aussehen!! Aber es hat mich sehr viel
Arbeit und Mühe gekostet!!
So sieht jetzt meine CPU aus:
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Nach
dem Schleifen und Polieren solltest Du Deine CPU sehr genau reinigen.
Als erstes muß du wieder den "Tesa-Film" vorsichtig entfernen und
danach den Schaumstoff von den Kontakten abnehmen.
Jetzt nimmst Du einen weichen Pinsel (Make up Pinsel) von Deiner Mutter
und reinigst damit die CPU.
Danach solltest Du die CPU mit 100% Alkohol reinigen, dazu nimmst Du
am besten ein weiches, fuselfreies Tuch. Ich habe die CPU danach
noch mit einem Föhn (auf kalte Luft stellen) getrocknet.
Nach einer genauen Kontrolle kannst Du jetzt ein Foto für Dein "CPU-Album"
machen. Danach solltest Du sie mit Wärmeleitpaste einschmieren.
Ich habe eine Rasierklinge dafür genommen. Nachdem der Kühler+CPU
geschliffen, gereinigt und wieder mit einer ganz dünnen Schicht Wärmeleitpaste
bestrichen wurden, solltest Du den Kühlkörper mit leichtem Druck
hin und her drehen und pressen, damit der überschüssige Pastenrest
herausgedrückt wird. Nachdem Du das alles gemacht hast,
kannst du Deinen Pc wieder hochbooten, testen und anschließend overclocken.
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Bis ich meine CPU so gut fotografieren konnte,
ist einige Zeit vergangen: erst mal alle Materialien besorgen und
dann noch über eine Stunde schleifen und polieren. Und da
ich leider keine Digital Kamera habe, mußte ich die Fotos mit einer
alten Spiegelreflex-Kamera schießen. Das entwickeln
der Fotos dauerte auch noch ein paar Tage. Leider ist mein Hintergrund
nicht so toll auf den Bildern herausgekommen. Deswegen mußte
ich die Bilder noch ausschneiden. Den Schatten der CPU habe ich aber gelassen.
Aber Du siehst ja selber, das es sich bei mir gelohnt hat.
Ich hatte die Bilder schon mal 2 anderen Overclockern gezeigt, und
sie waren nicht so begeistert. Warum?? Habe ich sie gefragt!!
"Sie haben mir gesagt, daß die Bilder geklaut
seien" Aber, ich habe die Bilder nicht geklaut, oder sonst
noch etwas. Ich habe lediglich die IDEE meine CPU mit einem 10 Pfennig
Stück zu fotografieren übernommen. Und wer mal ganz genau hinschaut,
erkennt auch, daß die CPU von einem ganz anderen Blickwinkel
fotografiert wurde. Wer mir das nicht glauben kann oder will,
sollte mir mailen, und ich schicke Ihm meine Original Fotos zu.!!
Wer noch Fragen oder Verbesserungen hat, sollte
mir auf jeden Fall mailen. Ich stehe für jede ernst gemeinte
Frage und Kritik bereit.Ich versuche auch zu helfen.
Alle Rechte für die
Fotos und den Text liegen bei mir. Wenn
einer Texte oder Fotos für seine Homepage von mir benutzen möchte,
sollte er erst bei mir anfragen.
Da ich sehr viel Arbeit und Zeit in diese Projekt investiert habe,
danke ich für die Einhaltung dieser Bedingungen.
No Risk No Fun!!!
Uli Körner
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Kommentar der Redaktion
Hard Tecs 4 U
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Erst mal dank an Uli Körner dafür,
daß wir seinen sehr ausführlichen Bericht zu diesem Thema auf
unserer Seite verwenden durften. Ursprünglich war es lediglich Tim
gestattet, die Ur-Fassung auf Dr.Celeron's Overclockingpage zu verwenden!
Uli's Vorwort und zugleich Warnhinweis schließen
wir uns natürlich an. Diese Variante des Extreme-Overclockens ist äußerst
gefährlich und jeder, der diesen Schritt wählt, muß sich
der Gefahren des evtl. Totalschadens an seiner Hardware bewußt sein.
Er hat von keiner Stelle eine Garantie zu erwarten und weder der Autor,
noch die Redaktion übernehmen eine Haftung für etwaige Schäden.
Auch möchten wir ausdrücklich nochmals darauf
hinweisen, daß die geschilderte Vorgehensweise sich ausschließlich
auf Celeron CPUs der PGGA-Variante bezieht. Prinzipiell ist es zwar möglich,
die Arbeitsschritte ebenfalls auf einen Slot1 Celeron umzulegen, allerdings
stellt sich hier das Problem, daß diese Bauform recht unhandlich ist
und damit ein exaktes Schleifen, insbesondere hinsichltich der Führung
der CPU auf dem Schleifpapier, sich äußerst schwierig darstellt.
Es kann dabei der genau umgekehrte Fall eintreten, nämlich, daß
die CPU nach den Arbeitsgängen unebener als zuvor ist. Keinesfalls
kann die Vorgehensweise in dieser Form auf die neueren Intel-CPUs der Pentium
III-Coppermine Generation umgelegt werden.
Beim hier vorgenommen Schleifgang wird versucht, die Schutzmetallschicht
zu entfernen, und dem Silicon im Inneren zur besseren Wärmeableitung
näher zu kommen. Bei den Coppermine Prozessoren befindet sich keine
Metallschicht mehr über dem eigentlichen Kern. Also bitte, auch wenn
zwischenzeitlich wagemutige Mitarbeiter von overclockers.com das "lapping"
bei Coppermines vorgestellt haben, keinesfalls in der hier beschriebenen
Form.
Eine letzte Anmerkung sei uns noch bezüglich der gegen Uli erhobenen
Vorwürfe des "Klauens" gestattet. Ich erinnere mich sehr
genau an das erste erscheinen von Uli's Artikel. Dies war kurze Zeit, nachdem
uns Hardware Lab. die erste diesbezügliche deutsche Anleitung an die
Hand gab. Sicherlich stand der ehemalige Webmaster von Hardware Lab, Gerd
Jentz, mit seinem Bericht, Uli Pate bei seinem Vorgehen und seiner Berichterstattung
(mir übrigens auch), die Fotos waren aber nur ähnlich und nicht
identisch.
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