Intro
Unter dem Namen 3D Prophet 4500 verkauft Hercules schon seit einiger Zeit eine
Grafikkarte mit dem Kyro II Chip von PowerVR in der Fertigung von STMicroelectronics.
Die Karte hat also durchaus inzwischen eine gewisse Marktreife erreicht, kann aber immer
noch mit den Karten der Konkurrenz mithalten.

Nicht zuletzt wegen einiger besonderer Features hat der Kyro II bei einigen
Benchmarks deutlich die Nase vorn. In diesem Review wollen wir uns die Grafikkarte und deren Chip
einmal genauer ansehen und darüber entscheiden, ob sie eine gute Alternative
zur beliebten MX-Reihe von nVIDIA oder gar zur GeForce2 GTS ist. Dabei ist
es besonders interessant, wie sich der Kyro II in hohen Auflösungen und
bei einer Farbtiefe von 32 Bit verhält.
Gerade für User, die keinen so dicken Geldbeutel haben und
von einer Riva TNT 1/2, Voodoo3, Rage 128 (Pro) oder ähnlichen Karte aufrüsten wollen, dürfte
die 3D Prophet 4500 sehr interessant sein.
An dieser Stelle geht zuerst unser Dank an die Firma Com-Tra.de, welche uns freundlicherweise das Testmuster zur Verfügung
gestellt hat.

Technische Daten und Lieferumfang
Chipdaten:
- Grafik-Prozessor PowerVR Kyro II (STG4500)
- 175 MHz Chiptakt
- 175 MHz Speichertakt
- 15 Millionen Transistoren in 0.18µm
- 350 MTexel/s, 350 Mpixel/s
- 64 MB SD-RAM, Samsung 5 ns (bis 200 MHz spezifiziert)
- 128 SingleDataRate (SDR) Speicherinterface
- 2,6 GB/s Speicherbandbreite
- DirectX- und OpenGL-Unterstützung
- FullScreen Anti-Aliasing (FSAA)
- AGP 1x, 2x in Boards mit AGP-Universalslot
- AGP 1x, 2x, 4x in Boards mit AGP 4x Slot
- erhältlich auch als 32-MB-Ausführung und als 64-MB-Ausführung mit TV-Out
Wenn man den Karton in Händen hält, fällt zunächst einmal
seine Größe auf. Er hat beinahe das Format einer Motherboard-Verpackung.
In seinem Inneren findet man dann schließlich die schön anzusehende,
in edlem Blau gehaltene 3D Prophet 4500, ein Handbuch, eine CD und einen Satz
Hercules-Sticker.

Das Handbuch ist 4-sprachig und recht knapp gehalten, doch für den Einbau
völlig ausreichend. Auf der CD befinden sich der Treiber und verschiedene
Tech-Demos. An Spiele-Vollversionen wurde allerdings nicht gedacht, doch ist das bei dem
Preis und der Low-Cost-Ausrichtung der Karte zu verschmerzen. Die hier getestete Karte war nur mit
dem normalen D-Sub Ausgang ausgestattet,
doch gibt es die Karte auch mit DVI- und S-VHS-Ausgang.