Intro
Seit der Vorstellung des Athlon 64 sind nun schon ein paar Monate ins Land gestrichen. Dennoch sind Athlon 64 Systeme noch immer vergleichsweise teuer, verglichen mit den beliebten Athlon XP Systemen. Den sicherlich nicht kleinsten Posten für ein solches System stellt das Motherboard dar. Setzt man hier auf VIA oder NVIDIA chipsatzbasierende Plattformen, ist man schnell bis zu 200 Euro alleine für das Mainboard los.
Alternativen gibt es da leider nur wenige. Eine dieser Alternativen ist der SiS 755 Chipsatz, welchen wir Euch schon hier vorgestellt hatten. Seinerzeit konnte er besonders im Performance-Bereich glänzen, doch an einen Einsteiger- oder OEM-Bereich gerichtetes Mainboard besitzt meistens Abstriche im Bereich der Ausstattung. Die Ausstattung eines SiS 755 Boards steht und fällt damit überwiegend mit seiner Southbridge. Wird bei den SiS 755 Platinen die etwas betagtere SiS 693er Southbridge verbaut, hinkt ein entsprechendes Board bei den Ausstattungsmerkmalen im Vergleich zur Konkurrenz etwas hinterher. Als Alternative bietet SiS seine 694er Southbridge, welche sich mit den Kontrahenten von VIA und NVIDIA messen mag.

Doch auch in dieser Konstellation werden die SiS 755 Plattformen von vielen großen Herstellern sehr stiefmütterlich behandelt. Dabei spricht vor allem der günstige Preis für solche Motherboards. Und so sind es Hersteller wie ASRock oder ECS, welche sich eher an den LowCost-Bereich und OEM-Bereich richten, welche auf SiS 755 Plattformen setzen und diese ins Programm aufgenommen haben.
Im Hinblick auf die Ausrichtung der beiden Boards auf den LowCost-Markt kann man natürlich keine allzu großen Erwartungen bezüglich Beigaben wie Front-Blenden, Kabeln oder gar Software stellen. Doch eben nicht jeder Anwender benötigt eine solche Zugabe und es soll letztlich auch Interessenten geben, welche schlicht nur ein zuverlässiges und günstiges Mainboard benötigen. Ob diese Anwender bei den heute vorgestellten Produkten von ASRock und ECS auf ihre Kosten kommen, soll unser Test zeigen.
Danken wollen wir an dieser Stelle der Firma OC-Wear, welche uns mit den entsprechenden Samples ausstatte und damit diesen Test erst ermöglichte.

Die Testkandidaten im Überblick
| Merkmal |
ASRock K8S8X |
ECS 755-A2 |
| Chipsatz [Northbridge / Southbridge] |
SiS 755 A1 / SiS 965 A2 |
SiS 755 A1 / SiS 965 A2 |
| Speicherausbau max. |
2 GB |
2 GB |
| Speicherart |
DDR-SDRAM |
DDR-SDRAM |
| kompatible Speichersorten |
PC1600 / PC2100 / PC2700 / PC3200 |
PC1600 / PC2100 / PC2700 / PC3200 |
| Speicherslots |
2 |
2 |
| Erweiterungen |
AGP |
AGP |
|
5 PCI |
5 PCI |
|
8 USB Ports 2.0 |
8 USB Ports 2.0 |
|
2 IDE ATA133 |
2 IDE ATA133 |
|
2 SATA150 |
2 SATA150 |
|
|
1 CNR |
| Onboard LAN |
Realtek RTL8201BL, 100 Mbit |
Realtek RTL8201BL, 100 Mbit |
| Onboard Audio |
6 Channel CMedia CMI9739A |
6 Channel Realtek ALC655 |
| USB 2.0 |
integriert |
integriert |
| RAID Controller |
integriert |
integriert |
| Raid Modi |
0, 1, JBOD |
0, 1, JBOD |
| Firewire |
Nein |
Nein |
| Form Factor |
30,5 x 21,6 cm ATX |
30,5 x 22,0 cm ATX |
| Lieferumfang |
Quick Setup, mehrsprachig |
Quick Setup, mehrsprachig |
| |
Jumper Settings Aufkleber |
|
| |
Treiber / Tools CD |
Treiber / Tools CD |
| |
1 ATA133 Kabel |
1 ATA133 Kabel
|
| |
1 Floppy Kabel |
1 Floppy Kabel
|
| |
1 SATA Datenkabel |
1 SATA Datenkabel |
| |
1 SATA Stromadapter (einfach) |
|
| |
ATX Blende |
ATX Blende |
| Preis ca. |
79 Euro |
89 Euro
|
Der Lieferumfang ist bei beiden Kandidaten recht klein, aber für den Preis angemessen. Allerdings müssen wir beim ECS 755-A2 das Fehlen eines Adapters für die Stromversorgung beanstanden. Der hätte heute, wo sicherlich die wenigsten ein SATA-kompatibles Netzteil besitzen, einfach noch in den Karton gehört. Vollständige Handbücher in gedruckter Form werden auch bei den teureren Konkurrenz-Produkten immer mehr zur Seltenheit, so dass wir ECS und ASRock nicht vorwerfen wollen, diesem Trend zu folgen. Manche mögen das Fehlen eines USB-Brackets bei beiden Boards bemängeln. Schließlich unterstützt die Southbridge immerhin 8 USB Ports. ASRock geht hier einen neuen Weg und führt einfach 6 Ports nach hinten zum IO-Shield, so dass ein fehlendes USB-Bracket zu verschmerzen ist.