Intro
Gleich zu welcher Zeit und gleich welche Prozessoren zum Einsatz kommen, das Thema Kühlung ist schon seit Jahren aus der Hardwareszene nicht mehr wegzudenken. Ein Boom in der Cooling Industrie entwickelte sich praktisch aber erst, als immer mehr Anwender ihre Liebe zum Prozessorübertakten entdeckten und durch bessere Kühlung dann auch noch das letzte Quentchen Reserve aus den Transistoren quetschen wollen.
Und dass dieser Boom auch weiterhin anhält, daran arbeiten die beiden namhaften CPU-Hersteller AMD und Intel eigentlich ungewollt ebenfalls mit, denn durch immer schneller taktende Prozessoren mit höherer Leistungsaufnahme und damit gleichzeitig gestiegener Abwärme wurden die Anforderungen an einen CPU-Kühler nicht geringer. Während sich anfänglich ein leistungsfähiger Kühler ausschließlich durch Radau auszeichnete, folgten dann bessere Fertigungstechniken und bessere Materialien, die es ermöglichten, den geschundenen Anwenderohren etwas Erholung zu gönnen.
Es waren ursprünglich einmal die AMD Athlon Systeme, denen man nachsagte, dass man diese nur mit hoher Lautstärke kühlen kann. Dass dies auch anders möglich ist, das zeigten wir bereits in einem länger zurückliegenden Test. Aber nur um das richtig zu stellen, auch Pentium 4 Prozessoren sind, was die Kühlanforderungen betrifft, in keiner Weise mehr mit Pentium III CPUs vergleichbar und letztlich aus dieser Zeit, Pentium III und AMD Athlon Thunderbird, rühren die Vorurteile im Hinblick auf die Geräuschkulisse.
Obwohl im Endkundenmarkt der Fokus bei AMD zur Zeit sicherlich auf den Athlon 64 Prozessoren liegt, sind es die Athlon XP CPUs, die nach wie vor bei der AMD Fangemeinde verbreitet sind. Und so wollten wir uns noch einmal einen Überblick verschaffen, wie es um Sockel A Kühler derzeit gestellt ist. Und so orderten wir einen kleinen Querschnitt dessen, was sich momentan am Lüftkühlermarkt für den Sockel A wiederfindet.

Gleich ob es nun um einen Pentium 4 oder einen Athlon XP Kühler geht, die Hersteller versuchen heute einen Mittelweg zwischen Kühlleistung und Lautstärke zu finden. Radaubrüder wie z.B. die Delta Black Label Serie, finden heute kaum noch Akzeptanz im Markt und eignen sich eher für taube Anwender. Doch was ist laut und was ist leise? Das subjektive Empfinden spielt hier natürlich eine große Rolle, da jeder Mensch Geräuschen gegenüber unterschiedlich empfindet.
Doch die empfindlicheren Anwender achten bei der Anschaffung sehr wohl auf die Lautstärke und die vermitteln die Hersteller im Allgemeinen mit einer Wertangabe in dB(A) auf der Produktverpackung. Diesem Thema wollen wir uns im heutigen Artikel etwas intensiver widmen und insbesondere auch einmal nachprüfen, wie realitätsnahe die Lautstärkeangabe auf der Packungsbeilage ist. Selbstverständlich werden wir uns auch mit dem Thema Leistung und Technik der einzelnen Produkte befassen, ebenso wie der Leistungshungrigkeit mancher Kühler, bzw. besser gesagt, deren Lüfter.
Unser Dank geht an dieser Stelle an die Firmen Frozen-Silicon, Coolermaster, Titan und CoolSonic, welche uns mit den entsprechenden Testmustern ausstatteten.
Ein besonderer Dank geht an die Firma adm engineering für den DAAS32 Audio Analyzer, welcher zu den Messungen der Lautstärken zum Einsatz kam, als auch an die Firma Brockevert in Ochtrup, für die Fertigung der gedämmten Messbox.