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Der erste Quad-Core-Prozessor: Intel QX6700 (Kentsfield)Bei der thermischen Kontrolle hat sich im Vergleich zum Core 2 Duo prinzipiell nichts geändert. Die Auslesung erfolgt weiterhin über mehrere, in den beiden Dies vorhandene digitale Temperaturdioden, deren Maximalwert digital über das PECI (Platform Environment Control Interface) an die neuartige Lüftersteuerung QST (Quiet System Technology) übergeben wird. Dieses System ist allerdings erst in der 965er Chipsatzfamiliem mit ICH8-Southbridge eingeführt worden, der High-End-Chipsatz 975X mit ICH7R kann damit noch nichts anfangen und benötigt dafür eine zusätzliche PECI-kompatible Logik, die in der endgültigen Verkaufsversion des Kentsfield-tauglichen D975XBX2-Mainboards integriert sein wird. Bei unserem Vorserienboard ist die Lüftersteuerung allerdings noch nicht integriert, so dass zum endgültigen Lautstärkeverhalten nur bedingt Aussagen möglich sind.
Die Thermal Design Power (TDP) des Core 2 Extreme QX6700 gibt Intel mit 130 Watt an, was genau dem Doppelten eines äquivalenten Core 2 Duo E6700 mit 2,66 GHz entspricht. In der Realität wird der Maximalwert meist nicht erreicht, unsere Messungen des E6700 ergaben eine Leistungsaufnahme von 48 Watt, so dass der vierkernige Kentsfield etwa im Bereich von 90-100 Watt liegen wird. Aufgrund der neuen D975XBX2-Mainboard-Revision, die zum Betrieb des QX6700 notwendig ist, konnten wir keine Messungen durchführen, da dafür ein erneuter Umbau notwenig geworden wäre. Kommen wir nun zu den technischen Daten des Kentsfield. Schaut man sich Intels Stichwort-Liste zu den neuen Features an, dann sollte sich ein gewisser Widererkennungseffekt einstellen. Wide Dynamic Execution, Smart Memory Access, Advanced Smart Cache und Advanced Digital Media Boost sind genau die gleichen Schlagwörter wie zur Einführung des Core 2 Duo. Dies ist auch nicht verwunderlich, da der Kentsfield einfach aus zwei auf einem Träger platzierten Conroe-Dies besteht. Von daher sind die architektonischen Merkmale absolut identisch, nur dass jetzt alles doppelt vorhanden ist.
Intel geht beim vierkernigen QX6700 eine Art Symbiose aus dem Pentium D und dem Core 2 Duo ein. Beim Pentium D wurden zwei normale Pentium 4 Dies auf dem Träger platziert, während der Core 2 Duo ein echter Dual-Core-Chip ist, bei dem sich die Kerne sogar einen gemeinsamen Level-2-Cache teilen. Beim Kentsfield teilen sich nun jeweils zwei Kerne einen gemeinsamen Level-2-Cache und alle vier Kerne einen Front-Side-Bus zur Northbridge mit dem Speichercontroller. Hier stellt sich nun die Frage, ob dies zu einem ähnlichen Verhalten wie bei beim Pentium D führt, der im Vergleich zur damaligen Konkurrenz in Form des AMD Athlon X2 leistungsmäßig zurückfiel. Der Pentium D wurde klar durch den FSB und die damit - pro Kern gesehen – verringerte Speicherbandbreite ausgebremst. Im Vergleich zum Pentium D verfügt der QX6700 mit insgesamt 8 Megabyte Level-2-Cache über deutlich mehr Cache und ist dadurch auch nicht mehr so stark von einer hohen Speicherbandbreite abhängig.
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