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Single-Slot Design: Lüfter unterdimensioniert?Das ist eine gute Frage. Besitzer von NVIDIA 8800 GTS Grafikkarten sind derzeit eigentlich verwöhnt, was die Geräuschkulisse betrifft. Diese Umsetzung birgt aber Kosten in sich, die der Kühler selbst mit sich bringt. Zudem bieten die Zwei-Slot-Designs natürlich den Nachteil, dass immer der daneben liegende Steckplatz auf dem Mainboard blockiert ist. Darüber hinaus kann das Bestücken des dritten Steckplatzes schon wieder zu einer schlechten Luftzufuhr beim Lüfter führen. Die Single-Slot Lösung ist natürlich für Hersteller und Anwender deutlich angenehmer, eben aus den zuvor genannten Punkten. Doch stellt sich die Frage, ob denn die Umsetzung der neuen 8800-GT-Kühlkonstruktion tatsächlich ausreichend ist. NVIDIA hat den G92-Chip — Codename des 8800 GT — in kleinerer Strukturbreite (65 nm) am Start. Dabei senkte man die Thermal Design Power (TDP) gleichzeitig ab. Das bedeutet, dass der Hersteller hier von geringerer Leistungsaufnahme spricht — nicht ungewöhnlich bzw. zu erwarten in kleinerer Fertigungstechnologie. Diesen Umstand macht man sich in der weiteren Hardware-Entwicklung natürlich zu Nutze. Verbraucht der Chip weniger Leistung, produziert er weniger Abwärme und ist damit gleichzeitig besser zu kühlen. Um nicht nur die Kosten zu senken, sondern auch OEMs in ihren Anforderungen zu befriedigen, wird jeder Grafikkartenhersteller hier dann gerne — sofern eben möglich — auf ein Single-Slot Design setzen. NVIDIA hat nach seinen Validierungen entschieden, dass dies wohl möglich ist. Die angetroffenen Temperaturen im Bereich von regelmäßig 88 bis 89 Grad rühren schlicht aus der Lüfterregelung. Aber die Temperaturen sind nicht ungewöhnlich, betrachtet man sich vergleichsweise schnelle, andere Grafikkarten. Allerdings sind in den Treibern die maximalen Temperaturwerte teils deutlich höher hinterlegt. 110 bis 140 Grad sind bei manchen Grafikchips als maximale Temperatur bislang nicht ungewöhnlich gewesen. Um etwaigen Problemen durch die kleinere Fertigung vorzubeugen, hat NVIDIA offenbar die maximale Temperatur auf 100 Grad absenken müssen. Manch angetroffene Aussage, wie "am Kühler verbrennt man sich die Finger", sind eher unsinnig. Es mag durch das kleinere Kühlerdesing zu Verlagerungen der Temperaturpunkte gekommen sein, aber "heiß" geht es praktisch bei allen High-End-Karten zu.
Und heiß ist eben ein relativer Begriff. 60 Grad sind für Finger sicherlich nicht angenehm, zeugen aber unter Umständen auch davon, dass ein guter Wärmetransport erfolgt.
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