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HardwaresupportHat man die Installation erfolgreich hinter sich gebracht und Windows Vista hat es bis zur Benutzereinrichtung gebracht, steht die Treiberinstallation an. Wie an obigem Beispiel schon ersichtlich ist, gibt es hier einige Tretminen. Gerade bei älterer Hardware ist die Bereitschaft der Hersteller zügig aktuelle Treiber bereitzustellen als eher niedrig einzuschätzen, aber das war bislang noch bei jedem Übergang von einem Windows zum anderen der Fall. In manchen Fällen lassen sich zwar die älteren Windows XP-Treiber weiterverwenden, doch nicht immer. So schuf Microsoft mit Windows Vista die "Windows Driver Foundation" (WDF). In dieser Struktur sind sowohl kernel-mode als auch user-mode Treiber vorgesehen. Treiber sollen somit im Gegensatz zum bisherigen "Windows Driver Model" (WDM) für kernel-mode Treiber (direkter Hardwarezugriff) nicht mehr direkten Zugriff auf Datenstrukturen des Betriebssystems bekommen. WDM-Treiber kommunizierten über definierte "device-driver interfaces" mit dem Betriebssystem, die laut Microsofts Angaben auf Performance, nicht auf einfache Handhabung ausgelegt waren. Für user-mode Treiber gab es bislang noch keine einheitliche Struktur.
WDF bringt nun beide Bereiche unter ein Framework mit dedizierten Schnittstellen, das nutzerfreundlicher sein soll, aber trotzdem nicht an der Performance spart. Um Stabilität zu gewinnen, wird die Treiberkommunikation vom direkten Betriebssystemkern entfernt, so dass Treiberprogrammierer sich im Idelafall nur noch um ihre Hardware, nicht mehr das Betriebsystem kümmern sollen. Wie schon bei WDM können Treiber signiert und damit ihre Integrität vom Hersteller beglaubigt werden. Vista64 akzeptiert ausschließlich signierte Treiber, was hier zu noch größeren Lücken in der Versorgung führt als bei der 32 Bit-Variante. Außerdem wird die Möglichkeit geschaffen Treiber vom kernel- in den user-mode zu verschieben. Augenfälligstes Beispiel ist, dass ein abstürzender Grafikkartentreiber - und so etwas soll bei der Fülle an Beta-Treibern für immer neue Spiele ja durchaus vorkommen - nicht mehr das ganze System mitreisst. Das Betriebssystem startet ihn ganz einfach neu und der Nutzer kann (theoretisch) uneingeschränkt weiterarbeiten. Nicht vergessen werden soll als Neuerung aber auch, dass (zumindest unter 64 Bit-Umgebungen durch signierte Treiber) ein "Protected Media Path" für kopiergeschützte Medieninhalte vorgesehen ist, der High Definition Video ohne Angriffsfläche vom Wiedergabemedium zum Anzeigegerät bringt. Gerade bei den Audiotreibern ist die Veränderung deutlich zu bemerken. So hatten beispielsweise Nutzer von Creative-Audiokarten mit diversen Problemen zu kämpfen. Doch nicht nur die Content-Sicherheit war Ziel der Windows Media Foundation (WMF), auch Tonstörungen und Stabilitätsprobleme sollten aus der Welt geschafft werden. Dafür wurden gemäß dem o.g. Ansatz weite Teile des Treibers vom kernel- in den user-mode überführt. Abstürze gefährden so nicht mehr direkt das System. Doch genau da resultierten die genannten Probleme, denn der direkte DirectSound-Zugriff auf die Hardware (und damit z.B. DSPs für Surround-Ton in Spielen) war damit passe.
WMF unterteilt sich in drei Ebenen. Die oberste Schicht bildet der Control Layer. Er sorgt dafür, dass die Audio- und Videodatenströme korrekt verarbeitet und weitergegeben werden. Der Core Layer erzeugt, verändert und gibt die Daten aus. Im untersten Platform Layer erfolgt die Verteilung der Datenströme auf die physikalisch berechnenden Einheiten. Erfreuliches an der Umstellung der Architektur war für Nutzer der üblicherweise auf den Mainboards vorhandenen HDAudio-Chips zu vermelden. Für nahezu alle Varianten, egal ob von Realtek, ADI, CMedia usw., gab und gibt es passende Treiber, die unter Vista ihren Dienst verrichten. Weniger gut kamen Nutzer von diskreten, und oft teuren, Soundkarten davon. Gerade Creative Labs hat sich gehörig Zeit gelassen und sogar einige beliebte Modelle als "End of life" deklariert, so dass hier nicht mehr der Funktionsumfang aus Windows XP-Zeiten zu nutzen ist. Für halbwegs jüngere Hardware, die in den PC verbaut wird, gibt es entweder mitgeliefert oder vom Hersteller inzwischen Windows Vista-Treiber. Bei den Chipsätzen verweigert lediglich Intel bei Southbridgevarianten älter als ICH9 eine durchgängige Treiberunterstützung. Hier ist man gezwungen auf den mitgelieferten AHCI-Treiber zurückzugreifen, die Desktop-Software zum Einrichten von RAID-Systemen funktioniert nicht. Sowohl die aktuellen nForce-Chipsätze als auch bei AMD/ATI sorgt die einheitliche Treiberplattform für alle Modelle für eine gute Unterstützung. Lediglich das Suchen nach einem passenden AHCI-Treiber für die Einbindung während der Installation ist oftmals aufwendig (und wirft die Frage auf, warum mancher Hersteller eine Floppy mit diesem Treiber mitliefert, obwohl auf dem Mainboard gar kein Floppy-Port mehr vorhanden ist...). Bei den Peripheriegeräten sieht die Welt zwiespältig aus. Hier gilt es sich individuell vor dem Umstieg zu informieren. Gleiches gilt bei Notebooks und Komplett-PCs. Hier sind die Hersteller manchmal sehr zurückhaltend. |
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