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Gigabyte GA-MA78GM-S2H (AMD 780G)

Intro

AMDs 7er-Serie von Chipsätzen hatte im Rahmen der Spider-Plattform ihren ersten Auftritt, damals präsentierte man mit den CrossfireX-fähigen 790-Varianten Lösungen für das obere Ende der Produktpalette als Nachfolger für den noch unter ATI-Namen gestarteten AMD580-Chipsatz. Dabei handelt es sich durchwegs um Chipsätze, die für den Einsatz einer diskreten Grafikkarte vorgesehen sind. Allerdings ist die Marktrelevanz dem Vernehmen nach noch hinter den Erwartungen zurückgeblieben, zu viel Dresche bezog AMD für seine von einem mehr oder weniger praxisrelevanten Bug befallenen Phenom-Prozessoren. Für eben diese, in ihren korrigierten Fassungen immer weiter verschobenen, Prozessoren sind die Neuerungen wie HyperTransport 3.0, Sockel AM2+ und DDR2-1066 gedacht.

Im Januar gab es dann schließlich auch Neuerungen im Chipsatzbereich mit integrierter Grafik. In Asien startete der Hersteller die 7er-Serie mit dem Low-End Chipsatz 740G, der lediglich eine integrierte Grafik enthält. Der als Nachfolger für den beliebten AMD 690G gedachte 780G kündigte sich zwar schon seit längerem an, doch verzögerte AMD den Launch bis zum Beginn der CeBIT. So wurde aus dem verspäteten Chipsatz der Star der alljährlichen CeBIT-Pressekonferenz.

Gigabyte GA-MA78GM-S2H

In der Tat ist es so, dass Mainboards mit dem 780G bereits seit längerem fertig bei den OEMs im Lager liegen, inklusive der neuen Southbridge SB700, die es nicht mehr rechtzeitig zum Launch der 790er-Varianten schaffte. AMD gab die Southbridge frei, obwohl sie augenscheinlich derzeit noch "externe" Hilfe benötigt. Als Grund für die Verzögerung kam daher lediglich die Implementierung von Hybrid Crossfire in Frage. So stand uns das Gigabyte GA-MA78GM-S2H, das Inhalt des heutigen Artikels ist, auch schon fast ungewohnterweise für einen Launch eine geraume Weile vor dem Launchtermin zur Verfügung. Der passende Treiber wurde dagegen erst in der zweiten Februarhälfte fertig.

Dabei ist Hybrid Crossfire neben den Anpassungen für die K10-Phenoms nicht das einzig interessante neue Feature des integrierten Grafikchipsatzes. AMD verspricht mit dem 780G nun auch HD-Videoinhalte ohne Zuhilfenahme einer diskreten Grafikkarte unter minimierter CPU-Belastung wiedergeben zu können. Das Stichwort dafür lautet Universal Video Decoding (UVD), das in den Mainstreamvarianten der Radeon HD 2000-Serie sowie allen 3000ern einen guten Eindruck hinterlassen hat. Der Vorgänger 690G hatte hier bekanntlich mit Schwierigkeiten zu kämpfen, was ihn als Plattform für HTPCs ohne separate Grafikkarte ausschloss.

Launchpartner für die Chipsatzvorstellung ist dieses Mal Gigabyte. Das GA-MA78GM-S2H verspricht von den Eckdaten sowohl im Bereich der Wohnzimmer-PCs als auch unter dem Schreibtisch als Grundlage für Office-PCs ein interessantes Mainboard zu sein. Wie dieses Vorhaben in der Praxis umgesetzt wurde, soll der folgende Artikel zeigen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Gigabyte für die Bereitstellung der Testplattform.



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