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ASUS EN9600GT (NVIDIA GeForce 9600 GT)

Fazit

Nach den heutigen Erfahrungen kann ein D9P sicherlich nicht die Leistung eines D8P (8800 GT) erreichen. Aber sehen wir von Marketing-Bezeichnungen einmal ab und betrachten das, was NVIDIA aktuell präsentiert, dann wird man mit einem wirklich leistungsfähigen Produkt im gehobenen Mainstream-Segment belohnt.

An der Stelle hat sich NVIDIA allerdings kurzfristig Konkurrenz im eigenen Hause geschaffen. Dieses Konstrukt mit Namen 8800 GS — ein nur für kurze Zeit verfügbares Produkt — wird zwar von der GeForce 9600 GT geschlagen, allerdings zu einem höheren Einführungspreis. Zwischenzeitlich rangieren GeForce 8800 GS Karten auf dem Preis-Level von 130-140 Euro. Die GeForce 9600 GT möchte zu ihrer Einführung aber ca. 160 Euro haben. Nun darf man bedenken, dass unser Artikel zur GeForce 8800 GS gerade einmal eine Woche zurück liegt und der Preisverfall in dieser Zeit erheblich eingesetzt hat. Natürlich kann sich dies im Preiskampf mit AMDs HD 3850 und HD 3870 Karten ebenfalls zeigen.

Damit sind wir schon beim nächsten Thema. Im heutigen Test zeigten wir die GeForce 9600 GT in Vergleichen mit einer AMD Radeon HD 3850 mit 256 MByte Speicher. Zwischenzeitlich haben sich ausreichend Kartenhersteller aber dazu hinreißen lassen, dieses Produkt mit 512 MByte Hauptspeicher anzubieten, obgleich die typische Ausstattung auf 256 MByte blickt. Letztere Variante ist aktuell ab Preisen von ca. 130 bis 140 Euro lieferbar und hat nicht im Ansatz eine Chance gegen die neue GeForce 9600 GT. Was eine HD 3850 mit 512 MByte Speicher daran ändern könnte — bei einem aktuellen Preisrahmen um die 155 Euro — das können wir nicht beurteilen. Wir können aber wohl sagen, dass eine HD 3870 mit 512 MByte Hauptspeicher in einigen Fällen sehr arg mit einer GeForce 9600 GT zu kämpfen hat.

ASUS EN9600GT (NVIDIA GeForce 9600 GT)


Hier sehen wir die AMD Karte knapp vorne, doch spielen beide fast schon in der gleichen Liga auf. Die Radeon scheint nach ersten Preislistungen etwa 10 Euro teuerer zu sein. NVIDIA will sich mit der neuen Karte, so wurde uns noch einmal bestätigt, aber eben mit der HD 3850 messen. Hier orientiert man sich auch hauptsächlich an US-Preisen, an Empfehlungen, und da liegen die beiden Karten wohl nahe beieinander, was man für Europa und insbesondere Deutschland so nicht sagen kann.

Die nächsten Tage werden zeigen, wie gut die Verfügbarkeit der neuen GeForce 9600 GT ist und natürlich auch, wie sich die Preise entwickeln werden. Aktuell ist von ca. 160 Euro für eine GeForce 9600 GT auszugehen. Preise für unsere ASUS Testkarte liegen uns momentan noch nicht vor. Wir gehen aber davon aus, dass diese in das gleiche Horn stoßen wird.

Dessen ungeachtet hat die ASUS EN9600GT im heutigen Test durchaus bewiesen, dass man nicht nur sehr leistungsfähig, sondern auch sehr leise im Bereich Kühlung arbeitet. Der Nachteil der Zwei-Slot-Kühlung ist eben der Diskussionspunkt. Subjektiv — bedenken wir die Lautstärke eines Referenzkühlers einer 8800 GT — tendieren wir zum "kleineren Übel" und damit zur Umsetzung der ASUS EN9600GT,

Wir verzeichnen hier eine durchgehend sehr gute Chipkühlung in Verbindung mit einer Geräuschkulisse, welche in einem geschlossenen System nahezu untergehen dürfte. Hinzu gesellt sich der gewählte Hauptspeicher der Karte von Samsung, welcher für Taktraten von 1000 MHz ausgelegt ist und im aktuellen Test problemlos 1080 MHz umsetzen konnte. Einer ASUS EN9600GT TOP steht praktisch schon nichts mehr im Wege und wir werden sicherlich im Laufe des Tages noch ausreichend Ankündigungen von Herstellern erleben dürfen, welche von OC-Versionen sprechen. Das OC-Potential der heutigen ASUS Karte gefiel zudem auch sehr gut. Hier scheint nicht nur im Chip, sondern auch im Speicher noch einiges an Potential zu schlummern.

Allgemein betrachtet, kommen wir nicht umhin, die ASUS EN9600GT ebenfalls mit unserem HT4U-Editors Choice Award auszuzeichnen.



[pg] & [ls], 21.02.2008

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