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Technik
Bei der GeForce 9800 GTX ist es einmal mehr NVIDIAs G92-Chip, welcher zum Einsatz kommt. Wie im Falle der GeForce 8800 GTS 512 kann die GeForce 9800 GTX hierbei auf den vollen Umfang an Funktionseinheiten zurückgreifen, es wurden also keinerlei Einheiten deaktiviert. Wie unschwer an der tabellarischen Übersicht erkennbar ist, unterscheiden sich dementsprechend GeForce 8800 GTS 512 und GeForce 9800 GTX lediglich im Takt. Der Unterbau bleibt der Gleiche. Gegenüber dem Vorgänger-Chip G80 besteht die größte Änderung des G92 in einer Verkleinerung des Speicherinterfaces von 384 bit auf 256 bit und damit einhergehend einer Reduzierung der ROPs von 24 auf 16 Einheiten. Lediglich bei der Anzahl an Textur-Adressierungs-Einheiten kann der G92 punkten – denn im Gegensatz zum G80 kann der G92 pro Takt ein Texel adressieren und filtern (gleiche Anzahl von Texture-Adressierung- und Textur-Filter-Einheiten). Für einen besseren Überblick, folgt an dieser Stelle wie gewohnt ein Schaubild zum Vergleich der beiden Architekturen.
Offiziell tritt die GeForce 9800 GTX die Nachfolge der GeForce 8800 GTX an. Aber bereits auf dem Papier sind Szenarien ersichtlich, in denen sich die GeForce 9800 GTX einer GeForce 8800 GTX beugen muss. Die GeForce 9800 GTX kann zwar mit einer rund 25% höheren Rechenleistung aufwarten (648 GFLOPs zu 518 GFLOPs), allerdings fällt im Gegenzug die Speicherbandbreite um gut 18% niedriger aus. Überall dort, wo die Speicherbandbreite einen limitierender Faktor darstellt, wird es der GeForce 9800 GTX also schwer fallen mit dem Vorgänger überhaupt mitzuhalten. Ein Vergleich zwischen GeForce 8800 GTS 512 und GeForce 9800 GTX fällt aufgrund der identischen Architektur leichter. Die Unterschiede liegen hier lediglich in den verschiedenen Taktraten. Sowohl der Chip-Takt (Taktdomäne TMUs, ROPs etc.), als auch der Shader-Takt haben bei der GeForce 9800 GTX eine marginale Erhöhung von 3,8% gegenüber der GeForce 8800 GTS 512 erfahren. Die Rechenleistung fällt dementsprechend auch um eben jene 3,8% höher aus (648 GFLOPs vs 624 GFLOPs). Beim Speichertakt kann die neue GTX immerhin um 13% zulegen. Alleine aus diesen Daten lässt sich bereits ableiten, dass die GeForce 9800 GTX keine neuen Maßstäbe in Sachen Performance setzen wird. Das Modell wird sich zwar sicherlich um ein paar Prozentpunkte von der GeForce 8800 GTS 512 absetzen können, aber nicht in dem Maße, welches viele von der Namensgebung her wohl erwartet hätten.
Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass NVIDIA nach aktuell öffentlicher Planung die GeForce 8800 GTS 512 in vorhandener Form weiter in seiner Produktliste und Präsentationen führt. Es dürfte aber unter Umständen nur eine Frage der Zeit sein, bis sich hier die ein oder andere Änderung ergibt. Schlichtweg weil sich GeForce 8800 GTS 512 und GeForce 9800 GTX derzeit gegenseitig auf den Füßen stehen. Was die GeForce 8800 GT betrifft, so haben uns Präsentationen von Boardpartnern gezeigt, dass man eine 512 MByte Version möglicherweise komplett gegen 1 GByte Varianten austauscht. Ob hierzu ein NVIDIA-Einfluss besteht bezweifeln wir und es bleibt dahingestellt. |
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