Autor Thema: Grundlagen zum Zusammenbau eines PC Systems  (Gelesen 8179 mal)

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Offline scf2oo8

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Grundlagen zum Zusammenbau eines PC Systems
« am: 30. Januar 2005, 12:55:10 »
Artikel von Cabal

Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems

Heute werde ich mal einen groben √úberblick √ľber das Zusammenbauen eines
kompletten Systems geben. Ich habe die idiotensicheren Schritte
Festplatte, L√ľfter und optische Laufwerke au√üen vor gelassen. Diese
steckt man einfach in den daf√ľr vorgesehen Schacht und schraubt diese
fest :D, das sollte selbst f√ľr den Unge√ľbten kein Problem darstellen.
Genauso sieht es mit CPU und RAM aus. Den Ram einfach in die Slots stecken und dort auf die
Kerbe achten.(Ram und im Slot), so dass dieser nicht
verkehrtherum eingebaut wird. Bei der CPU einfach den Hebel am Sockel
komplett öffnen, CPU einsetzen und Hebel wieder schliessen. Beim
Athlon XP fehlen an 2 Ecken jeweils in Pin wie auch am Sockel. So kann
man diesen auch nicht verkehrt einsetzen.

So, hier haben wir unser Opfer: Ein Casetek CS1016.
Wie ihr seht sitzen das DVD-ROM und die beiden Festplatten schon dort wo sie hingehören.
Eine weiterer L√ľfter an der R√ľckseite ist auch installiert, beim Casetek
einfach in die Halterung dr√ľcken *klack* und fertig.



Der erste Schritt ist, zu pr√ľfen wieviele L√∂cher euer Board zum arretieren
hat. (bei mir sind es 9) Meistens sind die Löcher sogar beschriftet mit
AT oder ATX. Schraubt dort die zum Geh√§use beigef√ľgten Abstandshalter
ein.



Ist dies getan m√ľsst ihr meistens die ATX Blende am Geh√§use wechseln.
Hier ist noch die Standardblende drin.



Sie l√§sst sich durch einfaches rausdr√ľcken von aussen nach innen entfernen.



Jetzt die Blende reindr√ľcken die bei eurem Mainboard dabei war und ihr k√∂nnt das Board einsetzen. Hierbei auch noch einmal darauf
achten, dass nicht mehr Abstandshalter installiert sind als Löcher im
Board vorhanden und, dass die Installierten auch alle an der korrekten Stelle
sitzen. Das Einsetzen kann sich durch die ATX Blende manchmal etwas
fummelig gestalten, also keine Panik wenn es nicht gleich will. Immer mal
hinten am Rechner gucken ob vielleicht einer der Ports nicht ganz durch
seine √Ėffnung will und hier etwas mit dem Finger nachhelfen. Wenn es
dann an seiner Position sitzt alle 9 Schrauben einsetzen und festdrehen.
Voilà das Board sitzt.



Jetzt kommt der Anschluss der Gehäusekabel, also PowerLED, PowerOn
Taster, Resettaste etc. an die daf√ľr vorgesehenen Anschl√ľsse. Die w√§ren
bei mir hier:



Sieht f√ľr den Anfang ziemlich verwirrend aus, aber im Handbuch steht
nochmal ganz genau welcher Stecker wohin muss, und auf den Steckern
steht meistens auch was sie bewirken. Keine Angst, es kann nichts
passieren wenn man diese verkehrtherum anschliesst. Wenn dann beim
Einschalten die PowerLED oder die LED f√ľr die Festplatte nicht leuchtet,
einfach den Stecker nocheinmal umdrehen. So sieht es dann aus, wenn es fertig ist.



Jetzt bauen wir die Erweiterungskarten ein. Dazu schrauben wir die
Blenden am Geh√§user√ľcken ab (nur dort wo ich auch eine Karte einbauen will)  und stecke die Karte ganz einfach in den Slot. Hier sieht man links
einen SCSI Controller, in der Mitte noch eine fehlende Blende und rechts
die AGP Grafikkarte.



Jetzt machen wir uns an den K√ľhlk√∂rper des Prozessors. Hier seht ihr das
Zubehör, welches ich dazu immer benötige. Dieses besteht aus Wärmeleitpaste,
einem Stofftuch, Alkohol(einfach Deo reicht wie ihr seht) und einer
Scheckkarte.



Das Stofftuch mit dem Deo einspr√ľhen und damit die Metallfl√§che(DIE) in
der Mitte des Prozessors und den Unterboden des K√ľhlers reinigen. Danach macht ihr einen winzigen Klecks W√§rmeleitpaste auf die CPU.



Diese wird dann mit der Scheckkarte verteilt, bis der DIE so aussieht:



Dann K√ľhler gerade aufsetzen. Hierbei sehr sorgf√§ltig vorgehen, danach
die Klammern einhaken und fertig.



Dann noch schnell den L√ľfter befestigt und unser Unget√ľm hat auch die
richtige K√ľhlung. Nicht vergessen den L√ľfter noch mit dem Anschluss am
Board zu verbinden, so dass dieser auch Strom bekommt. (Dieses mache ich hier anders. Daher nicht beschrieben und nicht zu sehen, da es eher  nicht zur Nachahmung empfohlen ist.)



Wir nähern uns dem Ende. Die Festplatten und das DVD wollen noch
angeschlossen werden. Hier sehen wir ein IDE Kabel und darunter die
dazugeh√∂rigen Anschl√ľsse. Wie man unschwer erkennen kann, hat sowohl das Kabel als auch der Anschluss eine Kerbe, weshalb man auch hier nichts verkehrt machen kann. Wichtig sind hier die beiden Blauen, die so auf jedem Board vorkommen. Die beiden Roten sind zus√§tzliche Ports die meist nur Boards in der gehobenen Preisklasse bieten.



Werden 2 Geräte an einen IDE Anschluss angeschlossen, muss darauf
geachtet werden, dass ein Gerät Master und das andere Slave ist. Beim
CDROM ist dazu ein Jumper links neben dem IDE-Anschluss der dieses
einstellt. Bei Festplatten können diese sich hinten aber auch unter der
Festplatte befinden, wie die Jumper gesteckt werden m√ľssen ist immer auf dem Aufkleber auf der Festplatte aufgedruckt. F√ľr ein optimale Funktion geh√∂rt das Slave Laufwerk an den Abgriff in der Mitte des Kabels und das Master Laufwerk immmer ans Ende des Kabels, auch wenn kein Slave Laufwerk vorhanden ist. Hier sieht man das IDE Kabel vom Board zum DVD-Rom, die Kabel der Festplatten gehen hingegen an den SCSI Controller
aber das vllt ein andermal. Im Normalfall m√ľnden diese Kabel an den
anderen freien Port an dem das DVD auch am Board angesteckt ist.



Jetzt fehlt nur noch das meist vernachlässigste aber mit das wichtigste
Teil in einem gut laufenden PC, genau, das Netzteil. Hier wie bei mir
immer und √ľberall ein ANTEC ;D. Der Einbau ist relativ simpel. Einfach
alle Kabel erstmal √ľbers Geh√§use baumeln lassen und das Netzteil dahin
setzen wo es hingehört und mit den 4 Schrauben festdrehen. Wie die Kabel
dann im Gehäuse verteilt werden da verweise ich dann mal auf meinen
Kollegen SCF2008 mit seinem Artikel Wie
räume ich mein Gehäuse auf
.
Wichtig ist aber, dass erstmal alle Laufwerke angeschlossen sind und der ATX Stecker auf dem Board fest
sitzt. Das ganze Kabelchaos sah bei mir dann hinterher so aus.



Dann jetzt schnell die Kiste untern Schreibtisch, Stromstecker,
Tastatur, Maus und Monitor rein und den Powerknopf dr√ľcken. Wenn ihr
alles korrekt gemacht habt dann d√ľrfte euch jetzt des Startbildschirm
eures Mainboards entgegenflimmern.
« Letzte √Ąnderung: 18. Juni 2005, 14:47:57 von CaBaL »

Offline scf2oo8

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Offline xyz

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #2 am: 30. Januar 2005, 16:14:26 »
√∂√∂√∂hm was het denn die L√ľsterklemme in nem pc zu suchen?? rofl

edit: aber die idee mit dem deo is cool  ;)

Aber am anfang bevor man einen pc zusammenbauen kann sollte man evtl mal erz√§hlen wie man sowas √ľberhaupt plant. Sonst treten ja wieder solche fragen auf wie ' passt board x √ľberhaupt mit prozessor y zusammen ect...' .

schaut euch das mal an:

http://www.computer-tutorial.de/workshop/pcbau01.html
(leicht veraltet aber trotzdem ok)
« Letzte √Ąnderung: 30. Januar 2005, 16:22:59 von bUckMaNn »

Offline Till

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #3 am: 30. Januar 2005, 16:42:53 »
Es geht hierbei ja auch um den Zusammenbau der Komponenten, nicht um den komplette Bau eines eigenen PCs. ;)

Und f√ľr die Kauffragen ist ja das Kaufberatungsforum da.


Ach und: Sehr schöner Artikel, CaBaL. :)
« Letzte √Ąnderung: 30. Januar 2005, 16:43:10 von Till »
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Offline xyz

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #4 am: 30. Januar 2005, 16:44:35 »
ich wollts ja nur mal anmerken. hast recht mit den kaufberatungsforum!

Offline Dennis

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #5 am: 30. Januar 2005, 19:16:59 »
√∂√∂√∂hm was het denn die L√ľsterklemme in nem pc zu suchen?? rofl


Zitat
Nicht vergessen den L√ľfter noch mit dem Anschluss am
Board zu verbinden, so dass dieser auch Strom bekommt. (Dieses mache ich hier anders. Daher nicht beschrieben und nicht zu sehen, da es eher  nicht zur Nachahmung empfohlen ist.)

Den Rest kann man sich dann ja hier denken.
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Offline Michael

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #6 am: 30. Januar 2005, 19:41:27 »
ich hoffe doch dass das nicht dein hauptrechner ist, mit dieser (denke ich weil gleiches layout wie meine) Gf2MX400^^. du hättest vllt noch die kabel verstecken und das auch beschreiben sollen.

EDIT: mir gerade eingefallen dass es ja so einen Artikel mit Kabel verstecken schon gibt.  ;D
« Letzte √Ąnderung: 30. Januar 2005, 19:41:58 von M-Blaster »
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Offline T061

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #7 am: 30. Januar 2005, 21:00:36 »
Was mich etwas irritiert hat ist der Einbau des K√ľhlers auf das bereits im Geh√§use fest montierte Board. o_O

Ich versuche immer soviel wie m√∂glich auf dem Boardtr√§ger vorzustecken und montiere den voll best√ľcken Boardtr√§ger ganz am Schlu√ü (sind ja nur 2 Schrauben)...

Gut, Cabals komisches Gehäuse hat keinen Boardträger....

Aber ich denke es ist trotzdem sinnvoll, bei nicht allzugro√üen K√ľhlt√ľrmen diese auf dem Board vorzumontieren. Man kann so auch den Sitz besser √ľberpr√ľfen.

OK OK, das letzte mal da√ü ich sowas ohne Boardtr√§ger gemacht hab war bei nem ollen K6.  ;D

Kauft euch am besten Gehäuse mit rausnehmbaren Boardträger! 8)

Ansonsten ist der Artikel gut gemacht! Er hat in der Sammlung noch gefehlt.
« Letzte √Ąnderung: 30. Januar 2005, 21:12:18 von T061 »

Offline Michael

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #8 am: 30. Januar 2005, 22:36:45 »
naja bei gr√∂√üeren schwereren k√ľhlern (ab 300g aufw√§rts) w√ľrd ichs lieber lassen da
1. sich beim einbau der k√ľhler irgendwo verkanten k√∂nnte-->CPU war dann mal CPU
2. durch das fummelige √§ndern der Lage sich der K√ľhler verschieben bzw. kippeln kann---> s.o.
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Offline Martin

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #9 am: 04. Februar 2005, 11:24:18 »
Ich pers√∂nlich baue auch immer vorher den K√ľhler auf die CPU, bevor dann das ganze MoBo in das Case verfrachtet wird. Hatte aber auch noch nie so riesen K√ľhler, dass es dabei zu Problemen h√§tte kommen k√∂nnen.

Offline CitGod

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #10 am: 04. Februar 2005, 13:48:08 »
Die Methode bevorzuge ich auch, allerdings hängt das stark vom Tower ab. Bei manchen muss man höllisch aufpassen nicht an irgendwelchen Käfigen hängen zu bleiben und da verbau ich auch erstmal lieber NRU das MoBo.

Offline Dennis

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #11 am: 04. Februar 2005, 18:42:22 »
Ich machs generell erst immer nachher da meine K√ľhle eigentlich immer um die 500g aufw√§rts wiegen und da is das auch unhandlich wenn das Board soviel wiegt.

Hat man ein Board mit Boardtr√§ger dann ist nat√ľrlich bevorzugt der K√ľhler auch vorher draufzusetzen.
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Offline Byron

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #12 am: 04. Februar 2005, 19:51:24 »
Ich montiere meinen 900A generell immer vorher. Ich weiß auch nicht, was beim Einbau so stören soll. :l
Zudem ist es doch total egal, wei schwer der K√ľhler ist. Ich halte mein board dann sogar nur am K√ľhler fest.  ::)

Offline Stefan_Payne

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Re:Thread zum Artikel: Grundlagen Zusammenbau eines PC Systems
« Antwort #13 am: 04. Februar 2005, 23:34:22 »
Ich pers√∂nlich baue auch immer vorher den K√ľhler auf die CPU, bevor dann das ganze MoBo in das Case verfrachtet wird. Hatte aber auch noch nie so riesen K√ľhler, dass es dabei zu Problemen h√§tte kommen k√∂nnen.

Manchmal gehts auch nicht anders (Sockel A, die meisten geschraubten K√ľhler)...

Alternativ m√ľsste man das NT ausgebaut werden (erster Punkt), bei geschraubten gehts nur mit ausgebautem Board :)
S: Ready
D: Why do your people always ask if someone is ready right before you're going to do something massively unwise?
S: Tradition