Autor Thema: Ich bin offenbar im falschen Film  (Gelesen 2708 mal)

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Offline T061

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #15 am: 20. Dezember 2006, 14:41:24 »
Damals zu meiner Schulzeit hat das mit den Handies gerade angefangen, und ich bin auch, wie auch meine Eltern und Großeltern noch wunderbar ohne Handy in der Schule zurecht gekommen.

Desweiteren frag ich mich, weshalb man seinen Kindern unbedingt das neueste Handy mit Video- und Fotofunktion mitgeben muß. Reicht da nicht auch eins ohne diesen Schnickschack?

Ist doch irgendwie logisch daß die Kids auch ein funktionsĂŒberladenes Handy benutzen um Grenzen auszutesten...und sie stellen sehr schnell fest, daß es offenbar keine Grenzen gibt, weil die Eltern mit der Technik und der FolgenabschĂ€tzung ĂŒberfordert sind.

Wichtig wÀre IMHO einfach AufklÀrung durch Schule und Elternhaus. HandylÀden könnten ja einfach den Eltern nen AufklÀrungszettel mitgeben.
Sie haben Ihrem Kind ein Handy mit Videofunktion gekauft. Sprechen Sie mit ihrem Kind darĂŒber. ErklĂ€ren Sie ihm daß es sich nicht gehört, andere Personen heimlich oder gegen ihren Willen auf Video aufzuzeichnen, oder zu fotografieren. Auch das Aufzeichnen von Ton und GesprĂ€chen, heimlich oder gegen den Willen der Betroffenen ist nicht erlaubt...

Das ganze gebĂŒndelt mit AufklĂ€rungskampagnen in der Schule und "Handy-Tests" fĂŒr die SchĂŒler oder Handy-Besitzer, wo man bei richtiger Beantwortung irgendne Handytasche gewinnen kann...

Sollte eigentlich fruchten. Heute kippt ja dank der massiven UmweltaufklĂ€rung in den 80er Jahren keiner mehr seinen MĂŒll vor die HaustĂŒr.

Ich habe nur das GefĂŒhl daß sich die Gesellschaft so gewandelt hat, daß das einfach nicht mehr funktioniert. Eltern sind nicht mehr in der Lage, mit ihren Kindern ein GesprĂ€ch zu fĂŒhren was ĂŒber 5 Minuten LĂ€nge hinausgeht. Kinder wĂ€ren, wie PISA gezeigt hat, inzwischen zu dumm um die Fragen bei einem "Handy-Test" ĂŒberhaupt zu verstehen. Politiker sind nicht mehr in der Lage, die Folgen von Technologien richtig und vernĂŒnftig abzuschĂ€tzen, machen komische Gesetze (z.B. im Urheberrecht) oder vertreufeln die Technologien gleich ganz, weil sie einen SĂŒndenbock brauchen um von ihrer Inkompetenz abzulenken. Die Medien lassen sich teilweise zu leicht von bestimmten Interessengruppen instrumentalisieren oder der Jagt nach der höheren Auflage vereinnahmen und merken nicht, daß die ObjektivitĂ€t teilweise auf der Strecke bleibt. Teilweise leiden sie auch daran, daß sie von der technischen Entwicklung abgehĂ€ngt wurden.

Offline yoda

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #16 am: 21. Dezember 2006, 15:31:34 »
Ich wĂ€re ja eh fĂŒr einige VerĂ€nderungen in Schulen:

EinfĂŒhrung von Schuluniformen
Handy-Abgabe vom Anfang der Schule bis zum Ende
Maximale KlassengrĂ¶ĂŸe (Menge der SchĂŒler) gesetzlich festlegen
Genormte Klausuren fĂŒr ganz Deutschland die zu festgelegten Zeiten geschrieben werden mĂŒssen. Die Korrekturen werden dann von einer speziellen Behörde ĂŒbernommen.

Mir wĂŒrde sicherlich noch mehr einfallen aber ich denke das reicht erstmal.

Kann ich so unterschreiben, ich bin seit jeher fĂŒr schuluniformen... Warscheinlich weil ich einer der leute bin, die wegen ihrer kleidung ĂŒbelst gemobbt wurden (ich trage keine "marken"klamotten)... Wobei ich die Handy abgabe bis unterrichtsende eher nicht einfĂŒhren wĂŒrde, zum einen wĂ€re das wohl rein organisatorisch nicht möglich, zum anderen benutze ich mein handy, um wegen wichtigen dingen erreichbar sein zu dĂŒrfen. Ich wĂ€re eher dafĂŒr, eine art multimedia fĂ€higkeitsverbot fĂŒr handys an öffentlichen schulen zu verfassen. zum thema klassengrĂ¶ĂŸe: ein klares JA! wir waren im letzten jahr eine klasse mit 37 schĂŒlern, was zur folge hatte, das einige lehrer sich nicht die zeit nahmen, auf nicht verstandene probleme ien zu gehen, da es einfach zu zeitaufwendig wĂ€re.
genormte klausuren gibt es ja bereits - zentralabi.


die ersten beiden punkte find ich scheisse. bin zwar kein schĂŒler mehr aber wir leben hier immerhin noch in deutschland und nicht in china oder in der ehm. ddr wo alles kontroliert wird.
 
und das wegen mobben wegen den klamotten halte ich auch fĂŒr schwachsinn. ein bisscehn hĂ€nseln etc ist noch lang kein mobben und wenn dann kommt es garantiert nicht nur von den klamotten.
man zieht die klamotten bei sowas nur in dern vordergrund, weil es das augenscheinliche ist und die "mobber" halt nur das augenscheinliche sehen wodrĂŒber sie lĂ€stern können.
die anderen punkte wĂŒrde unsere schulen nur nochmehr blockieren und lahm legen.

die schulpolitik hat sich in den letzten paar jahren schon genug scheisse ausgedacht. (neue lernfeld didaktik in elektronik berufen). es sollten vielmehr lehrer bzw schulen selbst entscheiden können was sie machen bzw man sollte vielmehr auf schulen hören, weil die wissen meistens am besten was nötig ist und nicht irgendein sesselfurzer, der nochnie an einer schule unterrichtet hat.

@peter
aber komisch geschaut hab ich auch als die bei akte06 die reportage gezeigt haben.
die kinder mĂŒssen vorher schon wissen das sowas nicht in ordnung ist und nicht wenn es schon zu spĂ€t ist.
ich hab zb garkein nacktbild oder sowas aufn handy. nochnetmal ein foto was ich net selbst gemacht habe.
vielleicht nutze ich mein handy anders aber ich steh auf sowas irgendwie nicht.

Offline 'Sascha'

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #17 am: 21. Dezember 2006, 15:39:55 »
und das wegen mobben wegen den klamotten halte ich auch fĂŒr schwachsinn. ein bisscehn hĂ€nseln etc ist noch lang kein mobben und wenn dann kommt es garantiert nicht nur von den klamotten.
man zieht die klamotten bei sowas nur in dern vordergrund, weil es das augenscheinliche ist und die "mobber" halt nur das augenscheinliche sehen wodrĂŒber sie lĂ€stern können.

In welcher Welt lebst du? Da möchte ich auch leben!
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Offline Pimok

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #18 am: 21. Dezember 2006, 15:50:18 »
und das wegen mobben wegen den klamotten halte ich auch fĂŒr schwachsinn. ein bisscehn hĂ€nseln etc ist noch lang kein mobben und wenn dann kommt es garantiert nicht nur von den klamotten.
man zieht die klamotten bei sowas nur in dern vordergrund, weil es das augenscheinliche ist und die "mobber" halt nur das augenscheinliche sehen wodrĂŒber sie lĂ€stern können.

In welcher Welt lebst du? Da möchte ich auch leben!

*zustimm*.. wenn dem so wĂ€re, wie erklĂ€rst du dir dann meine vergangenheit ? ich möchte das jetz nicht ausweiten aber aufgrund von mobbing in der grundschule bin ich nun so wie ich bin - schĂŒchtern, aussenseiter, einsam und verlassen. ich wurde meine gesamtme grundschulzeit gemobbt weil ich keine markenkleidung trug. denkst du das kann man alles so leicht nehmen ? also wenn man so blauĂ€ugig durch die welt rennt...

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Offline yoda

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #19 am: 21. Dezember 2006, 15:52:28 »
ich war auf vielen schulen in stÀdten von 50 bis 500k einwohnern und ich habe nochnie erlebt das einer nur wegen seiner nicht marken kleidung gemobbt wurde.
man muss auch deutlich unterscheiden zwischen normalen hÀnseln und mobben. nicht alles ist sofort mobbing was einen tagelang bitter weinen lassen lÀsst. klar wird man in der schule mal irgendwann dumm angemacht und geÀrgert aber so ist das nunmal mit 30 leuten in einer klasse. man lebt ja nicht immer in mamas schoss und muss auch mal raus in die freie welt.
die leute werden alle viel zu weich und faul.
sicher gibt es ausnahmen zb wenn sich ein paar leute richtig aufeinander eingeschossen haben aber dann sollte die einfach getrennt werden oder kompetente hilfe in anspruch nehmen.

und klar fallen sprĂŒche und Ă€usserrungen wenn einer mit einer rosa jacke, lila pullover und tĂŒrkiser hose zur schule kommt. aber das ist dann meistens auch gewollt, weil sonst wĂŒrd er/sie es nicht machen.

ps. ich will nicht mobbing als reine modeerscheinung darstellen sondern vielmehr vermitteln das nicht alles mobbing ist wo mobbing draufsteht.  

Faust

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #20 am: 21. Dezember 2006, 16:22:08 »
Ich hab ja nichts ĂŒbrig fĂŒr die Amerikaner, aber eines haben sie bewiesen: Verbote und strenge Strafen bringen garnichts --> die ersten beiden Punkte sind nicht sinnvoll. Warum soll nicht jemand, der ein Handy mitbringen möchte es mitbringen dĂŒrfen...wenn es klingelt wird es ihm auch heute schon abgenommen und in den Schulen, die ich kenne werden SchĂŒler in unangemessener Bekleidung zum Umziehen nach Hause geschickt und mĂŒssen am nĂ€chsten Tag eine Lernkontrolle ĂŒber den verpassten Stoff machen --> das funktionert einwandfrei. Außerdem ist damit auch ein echter Lerneffekt verbunden.

Zur Verteidigung der SchĂŒler muss man aber auch mal ganz deutlich sagen: Ja, sie benehmen sich daneben aber woher sollen sie es denn bitte besser wissen? Wieviel Erwachsene machen ihr Handy in einem Lokal nicht aus bzw Lautlos? Wieviele Erwachsene laufen denn völlig unangemessen gekleidet herum - bloß weil es bei denen nicht Bauchfrei und mit breitem GĂŒrtel ist, ist es nicht besser!

Was den Rest angeht: eine maximale KlassenstĂ€rke gibt es schon...nur der Gesetzgeber hĂ€lt 35 SchĂŒler eben fĂŒr wenig genug und als Medizinstudent kann ich Dir versichern, dass zentral gestellte und korrigierte Klausuren garnichts an der QualitĂ€t des einzelnen Ă€ndern. Es wĂ€re viel sinnvoller, ein einheitliches Schulsystem orientiert am messbar erfolgreichsten und dort einen einheitlichen Lehrplan mit zentraler AbschlussprĂŒfung (Quali, mittlere Reife, Abitur) macht.

GrĂŒĂŸe
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2006, 18:08:22 von Faust »

Offline 'Sascha'

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #21 am: 21. Dezember 2006, 16:28:30 »
Schwachsinn? Na dann...  :)
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Offline Robert

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #22 am: 21. Dezember 2006, 16:36:52 »
die ersten beiden punkte find ich scheisse. bin zwar kein schĂŒler mehr aber wir leben hier immerhin noch in deutschland und nicht in china oder in der ehm. ddr wo alles kontroliert wird.
Man kann sagen was man will, aber funktioniert hat es. LĂ€sst manmal die ideologische PrĂ€gung aussen vor, hat die Gleichsetzung der SchĂŒler ein wesentlich sozialeres Verhalten zur Folge gehabt, als es heute zu sehen ist. Die SchĂŒlerGEMEINSCHAFT wurde wesentlich stĂ€rker gefördert. Der Schwerpunkt auf Integration in Schule und Gemeinschaft wird in Norwegen und andere LĂ€ndern auch gesetzt, dort hat man es nicht abgeschafft, nur weil die pöhse,pöhse DDR sowas gehabt hat und der siegreiche Westen ja bloss nichts ĂŒbernehmen darf. :)

Heute haben die Schulen kaum AutoritĂ€t, die SchĂŒler suchen sich ihre Orientierungs-Schwerpunkte selber. Zusammen mit dem Einflusss der Mediengesellschaft kommt es dann halt zu solchen Dingen wie Mobbing wegen Klamotten, Religion, Umfeld usw.

@yoda: es istnunmal charakteristisch fĂŒr Mobbing, dassnur die Betroffenen es in der vollen HĂ€rte mitbekommen. Nicht-Beteiligte bemerken es vielleciht, bekommen aber nciht alles mit, dein Eindruck tĂ€uscht daher. Bei richtigem Mobbing kommt es eh auch nicht auf die Kleidung an, da wird so oder so irgendein Grund gesucht.

Aber dass Kinder aufgrund der Ausstattung andere beurteilen, das ist bereits etwas, was verquer ist.
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2006, 16:37:51 von Falcon5.0 »
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Offline yoda

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #23 am: 21. Dezember 2006, 17:16:27 »
also ist es ein patentrezept, dass wenn man leute in gleiche uniform steckt sie sozial werden? komisch warum hat das in meiner letzten klasse auch so funktioniert bzw in allen anderen davor auch?
die schĂŒlergemeinschaft stĂ€rkt man in gemeinsamen projekten wo aber die schulen immer weniger zeit und geld fĂŒr haben.

die ddr war nur ein beispiel. in amerika gibt es auch schuluniformen aber komischerweise gibt es trotz des patentrezeptes massaker.
ausserdem wollte ich damit sagen das wir in einem freien land leben wo jeder noch selbst entscheiden sollte was er anziehen will.

und was aus anderen lĂ€ndern durch die medien verbeitet wird halte ich nicht unbedingt immer fĂŒr glaubwĂŒrdig ohne hinter die kulissen geschaut zu haben. solche statements kommen meistens von den politikern und die werden ja ein teufel tun und sagen "wir haben scheisse gebaut und der kack mit den schuluniformen bringt nichts".
ich verwette meinen arsch das die leute die vorher gemobbt wurden nach den schuluniformen weitergemobbt werden.
auch die generation danach wird leute weitermobben.

ich halte mobbing auch nicht als erscheinung welche durch die mediengesellschaft hervorgerufen wurde. höchstens das  denglische wort an sich ist die erscheinung.
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2006, 17:16:51 von yoda »

Faust

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #24 am: 21. Dezember 2006, 18:09:02 »
Schwachsinn? Na dann...  :)

Bitte um entschuldigung fĂŒr die Forumlierung...hab das mal geĂ€ndert.

GrĂŒĂŸe

Offline 'Sascha'

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #25 am: 21. Dezember 2006, 18:23:31 »
Danke.
Scheint wohl stark von den gesammelten Erfahrungen abzuhĂ€ngen ob das fĂŒr einige sinnvoll erscheint oder auch nicht.
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Offline Robert

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #26 am: 21. Dezember 2006, 23:07:46 »
also ist es ein patentrezept, dass wenn man leute in gleiche uniform steckt sie sozial werden?
Von Schuluniform hab ich nicht geredet, die gabs in der DDR auch nicht oder in dem von mir angefĂŒhrten Beispiel. Die Pionierklamotten wurden nur zu besonderen AnlĂ€ssen verwendet. Zu keinem Zeitpunkt wurde hier gesagt, die Uniform selbst wĂŒrde die SchĂŒlergemeinschaft stĂ€rken. Das Pionierwesen war aber der Rahmen fĂŒr das, was du eben selbst gefordert hast: gemeinsame Projekte, Aktionen, Arbeits-, Sportgemeinschaften. Diese gemeinsamen TĂ€tigkeiten schaffen Respekt dadurch, dass man mit den anderen interagiert und sich als Mensch kennen lernt. Fehlt der Respekt, entsteht ganz schnell bei einer StĂ€rker-SchwĂ€cher-Kombi Mobbing.

Die OberflĂ€chlichkeit wird jedoch durch das Medienbild verfestigt, in dem Bilder von Coolness abhĂ€ngig von Produkten und Marken suggeriert und propagiert wird. Klar ist nicht jeder anfĂ€llig fĂŒr, aber guck dich mal in den FußgĂ€ngerzonen oder KaufhĂ€usern vormittags um.

Wenn das bei euch in der Klasse auch so klappt, und du den Arsch in der Hose hast zu sagen "Lass das!", falls einer bei einem anderen sowas versuchen sollte, schön, das ist sehr gut. Leider ist es nicht ĂŒberall so, und das leider zu einem großen Teil. Also besteht die Problematik weiter, unabhĂ€ngig von deinen Erfahrungen. Und da kommt das was Sascha eben schrieb, dass es dir eben nicht sinnvoll erscheint, obwohl es das wĂ€re.

Zitat
was aus anderen LĂ€ndern durch die Medien verbreitet wird..
Wie kommst du darauf, dass das durch die Medien verbreitet wird oder irgendwas davon abhÀngig wÀr?
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2006, 23:09:41 von Falcon5.0 »
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Faust

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #27 am: 22. Dezember 2006, 09:27:56 »
Zu denken Schuluniformen wĂŒrden irgendetwas am Verhalten oder der Einstellung Ă€ndern ist doch etwas blauĂ€ugig: Nur weil man in der Schule die gleichen Klamotten trĂ€gt gibt es keine bessere  Klassengemeinschaft, keinen besseren Lernerfolg, nicht weniger Gewalt --> kurz: es wird kein einziges Problem gelöst - nicht mal solche, die durch Bekleidung entstehen...es gibt schließlich auch ein Leben nach der Schule. Ähnlich ist es mit Handys im Unterricht oder was auch immer.

Diese ganze Debatte geht sehr in Richtung "Killerspiele": Man hat keine Ahnung was man tun könnte und deswegen versucht man es mit irgendwelchen OberflÀchlichkeiten.

GrĂŒĂŸe

Offline yoda

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #28 am: 22. Dezember 2006, 21:51:57 »
Zitat
Wie kommst du darauf, dass das durch die Medien verbreitet wird oder irgendwas davon abhÀngig wÀr?

wie hast du den sonst davon erfahren?
durch schĂŒler dieser schulen?

diese artikel berufen sich immer auf irgendwelche statistiken von irgendwelchen leuten die fĂŒr das schulwesen verantwortlich sind und diese verordnung ins leben gerufen haben. darum meine ich das man sich darauf nicht blind verlassen darf, weil diese natĂŒrlich ihr gesicht in der öffentlichkeit bewahren wollen und falls es doch mal so richtig in die hose gehen sollte kann man es auf irgendwelche anderen sachen schieben können wie handys, pc spiele, musik etc.

wenn die gewalt zb um 10% zurĂŒckgeht, was ja schonmal ein erfolg ist wer sagt mir denn das es an den schuluniformen liegt und nicht an einem neu gegrĂŒndeten fussballverein, wo viele schĂŒler dieser schule mitglied sind und sich dadurch anhörung und respekt verschaffen.

die quote der unfalltoten sinkt auch jedes jahr um sagen wir mal 20% (fiktive zahl) liegt das etwa an den 1%(fiktive zahl) eingefĂŒhrten led ampeln ?
an den besser geschulten fahranfÀnger oder am neuen asphalt belag?
was ich damit sagen will ist das es mit sicherheit nicht nur einen oder zwei faktoren gibt die sowas beeinflussen. deshalb ist es immer schwer eine aussage dadrĂŒber zu treffen wenn man nicht die meinungen der schĂŒler oder anderen damit direkt betroffenen personen zu machen.

wie sascha aber schon sagte. ich kann hier auch nur meine erfahrungen mitteilen bzw daraus versuchen schlusszufolgern. das thema ist viel zu komplex. nicht umsonst arbeiten da tĂ€glich ĂŒber jahre hinweck viele genies dran um das poblem zu lösen  ::)

Offline Robert

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Re:Ich bin offenbar im falschen Film
« Antwort #29 am: 23. Dezember 2006, 00:13:40 »
wie hast du den sonst davon erfahren?
durch schĂŒler dieser schulen?

diese artikel berufen sich immer auf irgendwelche statistiken von irgendwelchen leuten die fĂŒr das schulwesen verantwortlich sind und diese verordnung ins leben gerufen haben. darum meine ich das man sich darauf nicht blind verlassen darf, weil diese natĂŒrlich ihr gesicht in der öffentlichkeit bewahren wollen
Wo ist die Logik, wenn Leute aus Land A das Schulsystem in Land B loben, um damit ihr Gesicht zu wahren?

woraus man SchlĂŒsse ziehen kann:
- die Vorgaben und Mittel, die der Storting dem Schulsystem in Norwegen verpasst
- Auswertung des Landes im Rahmen der PISA-Studie
- Berichte, sei es TV, Netz oder Print
Wenn sich alles gleicht, ist es als plausibel ansehbar, erst recht wenn es sich dann noch mit Aussagen von Betroffenen deckt. Der Vorteil vom Internet ist ja,dass man Leute von werweisswo kennenlernen kann. Und wenns eine Platform fĂŒr Flugsimulationen ist, aber das wird ja weltweit geliebt. :)

WĂ€hrend bei uns in Haupt, Real, Sonderschule, Gymnasium getrennt wird und eigentlich das ganze nur den Eindruck eines Aussiebens potentieller HochschĂŒler erweckt, ist das ganze System dort einheitlich. Problemherde wie unsere Hauptschulen können dort aus diesen GrĂŒnden zumindest nicht entstehen. Zusammen mit der oben erwĂ€hnten Einbindung in Betreuung und BeschĂ€ftigungsprogramme ergibt ein deutlich besseres Bildungsklima als hierzulande. Daher habe ich die These vertreten, dass eben diese Dinge sowohl als Beispiel in Norwegen als auch in Der Damaligen Republik positiv zur sozialen Kompetenz beigetragen haben.
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