Autor Thema: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler  (Gelesen 5457 mal)

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Offline Spironic

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Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« am: 13. April 2010, 22:19:55 »
Hallo,

ich habe mir ein neues System zusammengestellt und hätte bei der Wahl des CPU-Kühlers bzgl. eines Silent-Aufbaus gern ein paar Meinungen von euch.

Folgende Kombination steht in Kürze vor mir:

Gehäuse: Silverstone Raven v2
Board: MSI P35 Neo 2
CPU: Intel Q9550
Graka: MSI R5770 Hawk
...

In dem Gehäuse wird das Board um 90° gedreht verbaut. Drei Lüfter am Boden saugen von unten Frischluft und oben bläst ein 12er die warme Luft wieder raus. Das Board ist komplett passiv gekühlt. Zur Verdeutlichung hier eine kleine Photomontage.
Jetzt stellt sich die Frage, ist es eher ratsam einen Downblower (bspw. Noctua NH-C12P SE14) zu verbauen, der aufgrund des großen überstehenden Lüfters teile der Heatpipes des Boards und den RAM mitkühlt oder eher einen Towerkühler (Scythe Mugen 2 etc.) zu verwenden, welcher von den Lamellen dann so ausgerichtet wird, dass der Luftstrom der Gehäusebelüftung hindurchströmen kann.
Könnte bei letzter Möglichkeit die CPU evtl. komplett passiv gekühlt werden oder wird der Gehäuseluftstrom eher nicht ausreichen?
Vielleicht noch wichtig: Die Lüfter der Grafikkarte blasen auf das PCB.

Es wird kein Overclocking betrieben!

Danke für eure Tipps.

Gruß

Spironic





Offline Byron

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Re: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« Antwort #1 am: 13. April 2010, 23:29:35 »
Sehe ich das richtig, dass das Netzteil so verbaut wird, dass es die Luft von Außen ansaugt? Da entsteht ja ein riesiger Überdruck, wenn drei rein aber nur ein Lüfter wieder rausbläst. Aber nunja, das wäre ein anderes Thema.

Aufgrund des Aufbaus wäre es unsinnig einen Downblower zu verwenden. Die drei Lüfter in Zusammenhang mit dem Kamineffekt (der übrigens nur recht schwach ausgeprägt ist bei einem PC) stehen komplett entgegen dem Luftstrom eines solchen Kühlers. Das würde wohl kaum etwas bringen sondern eher kontra produktiv sein, weil man hier Kühlleistung für die CPU verschenkt. Ich denke der Luftstrom im Gehäuse ist allemal ausreichend um die Bauteile des Mainboards zu kühlen. Ich denke die Heatpipe am I/O-Shield dürfte sogar extrem nah am Lüfter sein, so dass allein der schon einen fast aktiven Effekt ausübt.

Zweitens, und das hast du schon angesprochen, würde eventuell eine passive Kühlung mit nem gut ausgerichteten Tower-Kühler möglich. Hier hängt es jedoch maßgeblich von deiner Wahl des Modells ab. Achte unbedingt auf gute passiv Eigenschaften, da gibt es nur wenige Tower-Kühler, die sich für solch einen Einsatz eignen. Ich bin mir jetzt auch nicht sicher, wie knapp das bei der gewählten CPU wird. Was hat die denn für ne TDP? Unter Last könnte das eventuell eng werden, da ich annehme, dass du die Gehäuselüfter nur sehr langsam drehen lassen willst/wirst.

Die Lüfter auf der Grafikkarte sind irrelevant. Deren Effekt kannst du vernachlässigen, zumal es eh kaum andere Bauweisen gibt. ;) Wäre höchstens förderlich, wenn die Graka die Luft aus dem Gehause ansaugt und dann am Slotblech wieder ausgibt. Da du jedoch von Lüfter"n" sprichst, gehe ich von einer Variante mit alternativem Kühler aus.

Mein Tipp, such dir nen guten Tower-Kühler, der sich in der Montage passend handeln lässt und der im passiv Betrieb gut abschneidet. Dann versuche es erstmal passiv. Du könntest dann zur Not auch anfangen zu basteln und den Luftfluss durch Baumaßnahmen optimieren, wobei sich dann die Frage stellt, ob nicht einfach ein Lüfter auf dem Kühler ratsamer ist.

Dein Vorhaben klingt interessant, würde mich freuen wenn du uns hier auf dem Laufenden hälst. Natürlich auch wenn du noch weitere Fragen hast.

Gruß

Offline Spironic

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Re: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« Antwort #2 am: 14. April 2010, 02:12:58 »
Sehe ich das richtig, dass das Netzteil so verbaut wird, dass es die Luft von Außen ansaugt? Da entsteht ja ein riesiger Überdruck, wenn drei rein aber nur ein Lüfter wieder rausbläst.

Ja, das Netzteil saugt Luft von Außen. Und zwar direkt von Außen im Gegensatz zu vielen anderen Gehäusen, in welchen oft schon erwärmte Luft angesaugt wird. Durch die Frischluft sollte sich zudem die Lüfterdrehzahl des NTs weiter senken lassen.
Im Grunde gibt es zwei Strömungskreisläufe. Netzteil + oberer Lüfter und der Gehäuseluftstrom von unten nach oben. Ein Überdruck sollte aufgrund der vielen Lüftungsschlitze im oberen Bereich des Gehäuses nicht entstehen. Diese Skizze / Bild hilft zur Verdeutlichung.

Zitat
Ich denke der Luftstrom im Gehäuse ist allemal ausreichend um die Bauteile des Mainboards zu kühlen. Ich denke die Heatpipe am I/O-Shield dürfte sogar extrem nah am Lüfter sein, so dass allein der schon einen fast aktiven Effekt ausübt.

Stimmt, das hatte ich sogar ganz übersehen.

Zitat
Zweitens, und das hast du schon angesprochen, würde eventuell eine passive Kühlung mit nem gut ausgerichteten Tower-Kühler möglich. Hier hängt es jedoch maßgeblich von deiner Wahl des Modells ab. Achte unbedingt auf gute passiv Eigenschaften, da gibt es nur wenige Tower-Kühler, die sich für solch einen Einsatz eignen. Ich bin mir jetzt auch nicht sicher, wie knapp das bei der gewählten CPU wird. Was hat die denn für ne TDP? Unter Last könnte das eventuell eng werden, da ich annehme, dass du die Gehäuselüfter nur sehr langsam drehen lassen willst/wirst.

Die TDP des Intels ist mit 95W angegeben, soll aber wohl niemals wirklich erreicht werden. Die Gehäuselüfter unten sind sehr große 18er (!) und werden selbstverständlich nur langsam drehen.
Welche Towerkühler haben denn "gute" passive Eigenschaften. Hättest du ein paar Modellvorschläge parat, die ich mir mal näher anschauen könnte?

Zitat
Da du jedoch von Lüfter"n" sprichst, gehe ich von einer Variante mit alternativem Kühler aus.

Alternativ im Sinne von kein Referenzkühler / -design ja. Selbst umgebaut habe ich da aber nichts. Die Hawk kommt schon so. Ihr hattet die auch schon im Test. Sie ist sehr leise, wird dafür aber relativ warm.


Zitat
Dein Vorhaben klingt interessant, würde mich freuen wenn du uns hier auf dem Laufenden hälst. Natürlich auch wenn du noch weitere Fragen hast.

Gern  ;).

Gruß
Spironic
« Letzte Änderung: 14. April 2010, 02:29:32 von Spironic »

Offline Peter

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Re: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« Antwort #3 am: 14. April 2010, 09:21:25 »
Da es dir um leise geht, wirst du weder mit einem Towerkühler noch einem Downblower große Unterschiede bei der Kühlung der Spannungsbauteile erreichen. Bei den heutigen Kühlern sind die Lamellen meist so dicht zusammen und tief, dass ein langsam drehender, leiser Lüfter da kaum noch richtig Luft bis zum Boden durch bekommt. Wir hatten das mal mit der Wärmebildkamera beobachten - ich glaub das war im Test des Scythe Grand Kama Cross.

Aber bei dem Gehäuseaufbau und dem vorgesehenen Plan bei den Lüftern könnte vielleicht sogar eine passive CPU-Kühlung mittels eines mächtigen Scythe möglich sein. In jedem Falle würde ein Grand Kama Cross hier auf niedrigster Drehzahl wohl die CPU mehr als ausreichend kühlen.
Gruß

Peter

Offline Daniel

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Re: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« Antwort #4 am: 14. April 2010, 09:36:34 »
Peter meint glaube ich diese Messungen und Bilder:
http://ht4u.net/reviews/2009/scythe_grand_kama_cross/index8.php
mfg
Daniel
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Offline DI°G

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Re: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« Antwort #5 am: 14. April 2010, 09:40:54 »
Hi,

also das Hauptgeräusch beim Raven 2 wird ja nach den Testberichten vom ungeregelten, ausblasenden 120er Lüfter verursacht. Den könnte man zwar herunterregeln, verliert aber gerade im Semi-Passiv Betrieb wertvolle Leistung ausgerechnet am einzigen ausblasenden Lüfter. Ich würde also in jedem Fall einen besseren Gehäuselüfter mit auf die Einkaufsliste setzen, so oder so aber vorher prüfen, welche Lüftersteuerungsmöglichkeiten Dein Mainboard bietet. Als Gehäuselüfter mit ausgewogenem Leistungs-/ Geräuschverhältnis und guter Entkopplung würde ich z.B. einen be quiet Silent Wings USC empfehlen. Im Gegensatz zu den gern empfohlenen Multiframes von Noiseblocker bringt der bequiet doch einiges mehr an Fördervolumen, wie Du in diesem Test sehen kannst. Ein Noctua wäre natürlich auch keine schlechte Wahl, allerdings liegt das Farbschema nicht jedem und der Preis ist höher.

Zum Semi-Passiv Betrieb kann Dir sicher niemand garantieren, ob es möglich wird, den CPU-Kühler ohne Lüfter zu betreiben, denn bei einem 9er Quad + Silent Anspruch sollte schon ein potenter Kühler her. Wieviel mehr Du für mehr Semi-Passiv-Leistung ausgeben willst, musst Du selbst entscheiden. Eine mögliche Alternative zum Mugen 2, bei der sich der Aufpreis für die bessere Leistung in annehmbaren Grenzen hält, wäre nach meiner Einschätzung der Coolink Corator DS. Was Du für rund 14,- € Aufpreis im Vergleich zum Mugen2 mehr bekommst, kannst Du hier ablesen. Wie @Byron schon bemerkte, sollte es aber bei beiden Kühlern dem leisen Betrieb nicht im Wege stehen, wenn tatsächlich ein zusätzlicher CPU-Lüfter nötig wäre.

Gruß,
 
« Letzte Änderung: 14. April 2010, 09:43:29 von DI°G »
all things transient

Offline Spironic

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Re: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« Antwort #6 am: 24. April 2010, 01:00:58 »
Wie versprochen hier nun einige Infos:

Der CPU Kühler ist nun ein Noctua NH-D14 geworden.
Eigentlich aber nur weil der PC Laden um die Ecke den gerade da hatte. Den empfohlenen Coolink Corator DS hätte ich ansonsten auch genommen. Als Case-out-Lüfter wurde der be quiet Silent Wings USC verbaut. Der Stand auch schon vorher auf der Einkaufsliste. Ich muss zugeben, dass ich noch nie einen leiseren Lüfter gesehen bzw. gehört habe. Wirklich sehr empfehlenswert.

Folgend eine kleine kommentierte Bilderstrecke:



Case innen mit verbauter Hardware. Der CPU-Kühler ist so groß, dass man ohne Ausbau des Netzteils den Lüfter nicht mehr nachträglich zwischen die beiden Kühlkörperelemente klemmen kann. Ich habe nun den 12er-Lüfter einfach nur unten vorgehängt.



Etwas fummelig: Die 12V Stromversorgung des Mainboards ist ausgerechnet genau zwischen den Heatpipes angeordnet. Hätte das Case nicht ein so gutes Kablemanagement mit vielen Öffnungen wäre es fast unmöglich nach Einbau des CPU-Kühlers den Stecker anzuklemmen.



Grafikkarte und Kühlkörper von der Seite. Leider ist das Bild etwas verwackelt



Die drei mächtigen Radiatoren an der Caseunterseite mit Staubfilter.



Festplattenkäfig und Sata Anschlüsse am Mainboard. Ein Sata-Port wird von der Grafikkarte verdeckt. Macht aber nichts, sind ja genug vorhanden.



Stromversorgung der HDDs. Da die mitgelieferten Kabel meines Netzteils (Enermax Liberty 500W) immer nur abwechselnd Sata und Molex Stromstecker besitzen und ich keine Lust auf ein Kabelgequetsche vor dem Festplattenkäfig hatte, wurde selbst Hand angelegt und ein 3-fach Sata-Stecker im Abstand der HDDs gelötet. Wirkt sehr viel aufgeräumter. Offensichtlich kann man einen solchen Stecker nirgendwo käuflich erwerben.



Case von oben. Die Anschlüsse werden hier an der Oberseite nach außen geführt. S/PDIF Blende, Grafikkarte im Slotbereich. Die I/O Blende hatte ich zunächst vergessen - selten dämlich. Generell funktioniert das Kabelmanagement hier sehr gut. Mit einer Ausnahme: Ein DVI-Kabel muss man scon sehr stark knicken um die Abdeckung wieder aufstecken zu können. Ich habe durch die Biegung deshalb schon einen Wackelkontakt erzeugt. Hier bin ich noch auf der Suche nach einem geeigneterem Kabel, evtl. mit Gelenk oder gewinkelt. Leider hab ich sowas bei DVI noch nicht gesehen. Für HDMI gibt es so etwas zu kaufen. Zur Not kann man sich sicher mit geeigenten Adaptern helfen. Spielt bald sowieso keine Rolle mehr, da in Kürze ein Monitorkauf ansteht und dann wird auf HDMI umgestiegen.



Caserückseite. Unheimlich praktisch, da eigentlich so gut wie alle Kabel nach hinten herausgelegt werden können. Die Caserückwand kann völlig problemlos ohne Druck wieder angebracht werden. Außerdem sind unzählige Öffnungen und Schlitze für Kabelbinder vorhanden.
Ich weiß nicht warum es nicht viel mehr Cases mit diesem Feature auf dem Markt gibt. Diese Art Kabelmanagement möchte ich nicht mehr missen.



Und nun zu dem Wichtigsten: Die Temperaturen.

Last und Hitze wurde durch paralleles Ausführen von Prime 95 (CPU) und Furmark 1.82 (Graka) erzeugt.
Gemessen wurde im Idle und bei Last mit jeweils 100% und 50% Lüftergeschwindigkeit für den Case_Out- und den CPU-Fan.
Alle Temperaturen wurden bei geschlossenem Case gemessen. Die 3 großen Caseradiatoren stehen auf der Low-Einstellung.



Idle 100% Lüftergeschwindigkeit
Graka pendelt sich bei ~29°C ein. Max. Temperatur von Core 0 bei 22°C. Mainboard bei entspannten 28°C. Völlig harmlos.
Subjektiver Lautstärkeeindruck: Hörbar. Für empfindliche Leute evtl. störend.



Idle 50% Lüftergeschwindigkeit
Graka pendelt sich bei ~32°C ein. Max. Temperatur von Core 0 bei 24°C. Mainboard bei entspannten 31°C. Völlig harmlos.
Subjektiver Lautstärkeeindruck: So gut wie unhörbar in 50cm Entfernung. Man muss schon ein sehr gutes Gehöhr haben, wenn man das als störend empfindet.



Last 100% Lüftergeschwindigkeit
Graka pendelt sich bei ~75°C ein. Max. Temperatur von Core 0 bei 38°C. Mainboard bei etwas wärmeren 38°C. Alles locker im günen Bereich.
Subjektiver Lautstärkeeindruck: So gut wie unhörbar in 50cm Entfernung. Man muss schon ein sehr gutes Gehöhr haben, wenn man das als störend empfindet.



Last 50% Lüftergeschwindigkeit
Graka pendelt sich bei ~75°C ein. Max. Temperatur von Core 0 bei 46°C. Mainboard bei 40°C. Alles im günen Bereich.
Subjektiver Lautstärkeeindruck: So gut wie unhörbar in 50cm Entfernung. Man muss schon ein sehr gutes Gehöhr haben, wenn man das als störend empfindet.


Weitere Anmerkungen:
Ein sehr gelungenes Case! Mit den richtigen Komponenten ist es durchaus möglich ein Silent System aufzubauen. Die drei großen Lüfter am Caseboden sollte man auf Low stellen, ansonsten wirds doch etwas laut. Überrascht hat mich, das der beim CPU-Kühler mitgelieferte 12er Noctua Lüfter bei voller Drehzahl alles andere als leise ist, da ist der bequiet Silentwings um Längen weiter vorn. Schade, dass man den nicht (ohne weiteren Aufwand) am Kühlkörper montieren kann. Bei Halbierung der Lüftergeschwindigkeit ist er aber ebenso lautlos und es herrscht weit und breit Ruhe im Haus. Die Grafikkarte ist zwar nicht die Schnellste, aber durchaus brauchbar um die meisten Spiele flüssig darstellen zu können. In erster Linie ist sie aber Eines: Leise! Und das im Idle und unter Last gleichermaßen. Ein Traum für sensible Ohren.
Um den Vergleich des Gesamtgeräusches etwas deutlicher zu machen: Die Festplatten sind bei Zugriffen gefühlt 4-5 mal so laut wie der komplette restliche Schallpegel aus dem Case. Wer das letzte minimale Säuseln der 18er Caselüfter noch ausmerzen will, muss dann wohl oder Übel eine Lüftersteuerung verbauen - vielleicht lege ich mir tatsächlich auch noch eine zu, da muss ich mich aber erst noch etwas informieren ;).
Das Netzeil wurde übrigens ebenfalls noch modifiziert. Hier ist der alte Lüfter rausgeflogen und wurde durch einen Scythe S-Flex SFF21F ersetzt. (Vorsicht an alle diejenigen die sich mit Elektrotechnik nicht auskennen. Man sollte schon wissen wo man da hingreift!)
Was die Temperaturen angeht, ist wohl alles völlig bedenkenlos akzeptabel.

Feedback erwünscht!

Gruß
Spiro

« Letzte Änderung: 24. April 2010, 01:17:33 von Spironic »

Offline Peter

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Re: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« Antwort #7 am: 24. April 2010, 09:18:09 »
Hast du eine Möglichkeit die NT-Temperaturen zu überwachen?

Ansonsten sind die von dir beschriebenen Temperaturen im Last-Mode bei 50 Prozent wirklich als problemlos zu bezeichnen.
Gruß

Peter

Offline Spironic

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Re: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« Antwort #8 am: 24. April 2010, 11:20:13 »
Soweit ich weiß hat das NT keinen Sensor. Der Lüfter wird dort mit einem 3 Pin Stecker (männlich) angeschlossen. Die Stecker von dem Enermax-Lüfter habe ich einfach an den SFF21F-Fan gelötet. Um zu Testen hab ich das NT vor Einbau offen gestartet um zu schauen ob der neue Lüfter ähnlich schnell dreht wie der alte. Gefühlt war das ok. Ich habe leider keinen Drehzahlmesser. Unter Last im Case wird das Gitter aus dem die warme Luft herausströmt bei Handauflegen lau warm. Ähnlich wie mit dem Originallüfter.

Noch ein paar Fragen bzgl. der CPU:
Ist es eigentlich "normal", dass ein Core wärmer werden kann als die Anderen? Oder kann es sein, dass evtl. die Wärmeleitpaste zwischen CPU Headspreader und Kühler nicht gut genug verteilt ist?
Ist die von CoreTemp angegebene Temperatur Tj. max. das Limit für die CPU? 100°C fände ich schon echt hoch. In einschlägigen Foren habe ich bisher gelesen dass es bei dem q9550 ab 70°C sehr kritisch wird. Ich habe auch die beiden Lüfter Case_out und CPU testhalber mal ganz ausgeschaltet und dann Last erzeugt. Bei Core 0 = 60°C habe ich abgebrochen. Zudem irritiert mich bei Speedfan der Wert "CPU", welcher ja nochmal separat von den 4 Cores angegeben wird. Der ist immer etwas höher als der Core 0. Was hat es denn damit auf sich?

Gruß
Spiro

Offline Peter

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Re: Kamineffekt: Downblower oder Towerkühler
« Antwort #9 am: 24. April 2010, 13:48:14 »
Ist es eigentlich "normal", dass ein Core wärmer werden kann als die Anderen?

Das ist ganz normal und rührt zum einen von unterschiedlichen Auslastungen, zum anderen aber auch daher, dass hier viele digitale Sensoren verbaut sind und zwar eben an unterschiedlichen Stellen.

Ist die von CoreTemp angegebene Temperatur Tj. max. das Limit für die CPU? 100°C fände ich schon echt hoch. In einschlägigen Foren habe ich bisher gelesen dass es bei dem q9550 ab 70°C sehr kritisch wird.

Die TjMax ist die maximale Temperatur, bei welchem das System mit Schutzmechanismen anfängt gegen einen weiteren Anstieg der Temperatur zu arbeiten. Das kann durch das Aussetzen von Takt und / oder das Herabsetzen von Spannungen erfolgen.

70°C kritisch? Das ist Unsinn. Selbstverständlich kann es sein, dass massiv übertaktete Prozessoren bei höherer Temperatur kritisch (= instabil) reagieren. Ansonsten aber nicht.

Zu Speedfan habe ich leider keine Infos.
Gruß

Peter

 

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