Autor Thema: [News] Vorhang auf für Bulldozer - AMD enthüllt neue Architektur  (Gelesen 8353 mal)

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Offline HT4U_Newsbot

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Vorhang auf für Bulldozer - AMD enthüllt neue Architektur

Die Bulldozer-Architektur ist der Nachfolger der 2007 eingeführten K10-Architektur und wird nach ihrem Start 2011 wohl die nächsten Jahr die Basis für zahlreiche Prozessoren für Server und Desktop-Computer sein...mehr
                 


Zur News:    http://ht4u.net/news/22574_amd_bulldozer/
Zum Artikel: http://ht4u.net/reviews/2010/amd_bulldozer_preview/
« Letzte Änderung: 25. August 2010, 06:49:42 von Fabian O »

Offline Drohne

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Ähnlich stark und potent sah 'Barcelona' auf dem Papier aus und die Hoffnungen waren seinerzeit groß. Dann aber kam Intels C2D - ein FSB-Geklebe, dennoch leistungsstärker und fixer als der gefloppte K10. AMDs Bemühungen sind nur im Vergleich zur Konkurrenz bewertbar, der Erfolg hängt stark vom Erscheinungstermin ab.
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Offline [TLR]Snoopy

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@Drohne
Wenn der K10 ein nach deiner Aussage Flop war, warum ist dann der K10.5 nicht auch ein Flop? So gesehen ist deine Aussage reines negatives Denken gegenüber der neuen Architektur. Das größte Problem beim K10 war der 65nm Prozess. Während Intel schon beim 45nm Prozess war. Außerdem kam der C2D nicht nach dem K10, sondern der war schon vor dem K10 da. C2D war zuerst in 65nm und mit 2 Quad Modelle die geklebt waren und dann kam der 45nm Prozess.  Wie man ja sehen konnte, hat Intel mit der 65nm Fertigung keine großen Quads gebracht, hatte ja der Q6600 auch schon eine 105W TDP bei nur 2400MHz und ohne Speichercontroller, der QX6700 gar 130W TDP. Der 65nm Prozess war eben noch etwas zu groß. Deswegen war der K10 nicht wirklich was großes, weil es einfach an Takt gefehlt hat. Wie man auch sehen konnte, was ein Phenom I mit 2500MHz auf etwa gleichem Niveau wie ein Q6600. Was zeigt, dass es so ein Flop überhaupt nicht gewesen sein kann.

Als Fazit zu deinen Beitrag kann man nur sagen. Irgendwelche Daten wild durcheinander gewürfelt um Hauptsache was negatives schreiben zu können. Dabei aber nicht verstanden, was alles neues kommt inkl. der Fertigung und Materialien die dabei zum EInsatz kommen.

Zum Thema
Die neue Architektur wird also nicht auf den aktuellen Sockel AM3 laufen, sondern braucht den neuen Sockel AM3+. Dafür sollen aber die aktuellen AM3 Prozessoren im neuen Sockel AM3+ laufen.
« Letzte Änderung: 25. August 2010, 10:44:10 von [TLR]Snoopy »

Offline Tuereintreter

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Schließe mich und sage: K10 war kein Flopp. Er kam mit erheblicher Verspätung und Intel konnte wie schon zuvor erwähnt seinen C2Duo im Markt platzieren. 4 native Kerne sind eben anspruchsvoller zu entwickeln als zwei Duos zu "kleben" wie es hier genannt wird. Das war auch das Problem. Wer zu spät kommt den straft das Leben, in dem Fall der Kunde. Intels Core Technologie war ein großer Wurf. der C2 war nur eine Verdoppelung dieses Wurfes.
Sollte AMD es wirklich schaffen im Februar oder zur CeBit die ersten Server Bulldozer in den Markt zu entlassen, wird dies nicht unbeschadet an den Xeons vorbei gehen.
Was den Sockel angeht ist es verständlich, dass bei solch weitgreifenden Änderungen ein Neuer ansteht. Wenn man dann auch noch AM3 CPs weiter in AM3+ Sockeln nutzen kann, ist das nicht marktentscheidend, aber ein Plus. Ähnlich ist es mit dem Am2+ und Am3 Cpus ja auch und ich profitiere im Moment davon.
Asus Prime-A350I-K, AMD A10-9700E, 2x8GB DDR4-2400 (Ballistix Sport), Crucial MX500 SSD, Lüfter Alpenföhn Silvretta, Gehäuse Linkworld 820-01B, Windows 10 Por 64 bit

Hitcher

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Aus dem Artikel:
>> "Dieses Konzept nennt AMD "Core Multithreading" (CMT). Gegenüber einem Modul mit nur einem Integer-Kern – also einem klassischen "Kern" – kostet der zweite Integer-Kern rund 12 Prozent an Fläche (gemessen an einem Modul), doch der Leistungsgewinn liegt laut AMD bei 80 Prozent. Intels Hyperthreading Technologie – auch als Simultaneous Multithreading (SMT) bekannt – kostet zwar "nur" 5 Prozent Fläche (beim Pentium 4, beim Core i7 dürfte es weniger sein), liefert jedoch auch nur bis zu 25 Prozent an zusätzlicher Leistung. Noch leistungsfähiger wäre natürlich ein echter Dual-Core – auch als Chip-Multiprozessor (CMP) bezeichnet – doch dieser würde natürlich 100 Prozent mehr Fläche benötigen. Auf dem Papier scheint AMDs CMT somit eine sehr interessante Alternative zu sein."

Andere Quellen sprechen davon, dass das gesamte Bulldozer Modul 80% der Leistung einer reinen Dualcore-Implementierung hätte,
nicht +80% zum ersten Kern (100%) an zusätzlicher Leistung gewonnen wird. Siehe zB. die vertretene Meinung dazu auf xbitlabs.com
"In fact, according to AMD, each major block can provide 80% performance of a dual-core microprocessor."
http://www.xbitlabs.com/news/cpu/display/20100824154814_AMD_Unveils_Details_About_Bulldozer_Microprocessors.html

Ist jetzt fraglich, was nun stimmt, bzw. wie effizient der zweite Subkern arbeiten kann, wenn der erste voll ausgelastet ist.

Offline Fabian O

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Hi

Andere Quellen sprechen davon, dass das gesamte Bulldozer Modul 80% der Leistung einer reinen Dualcore-Implementierung hätte,
nicht +80% zum ersten Kern (100%) an zusätzlicher Leistung gewonnen wird. Siehe zB. die vertretene Meinung dazu auf xbitlabs.com
"In fact, according to AMD, each major block can provide 80% performance of a dual-core microprocessor."
http://www.xbitlabs.com/news/cpu/display/20100824154814_AMD_Unveils_Details_About_Bulldozer_Microprocessors.html

Ist jetzt fraglich, was nun stimmt, bzw. wie effizient der zweite Subkern arbeiten kann, wenn der erste voll ausgelastet ist.
In der Präsentation heißt es, dass ein Modul 80 Prozent der Leistung eines DualCores (CMP) erreicht.  Das hab ich gestern in der Eile etwas verrafft. Werde es ändern.

grüße
Fabian
Daniel: "Tanzen ist der vertikale Ausdruck des horizontalen Verlangens!"

Offline MuadDib

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Ein Modul erreicht 80 % der Leistung eines CMP vielleicht bei reiner Integer-Berechnung, im Schnitt dürfte es kaum besser als bei Intels HT aussehen.

Gespannt bin ich wie gut und weitsichtig AMD AES-Erweiterungen implementiert. Intel steht bei einigen Anwendungen hier wirklich unglaublich gut da, auch wenn das Feld bei der Intel-Umsetzung noch zu klein ist.
Für AMD ergibt sich hier eine Chance am Servermarkt, da die Kommunikation verschiedener Server-Dienste selbst bei Billig-Hoster und Kleinunternehmen nur mehr verschlüsselt erfolgt. Momentan kostet dies sehr viel Leistung, solange man nicht auf andere proprietäre Hardware-Erweiterungen setzt.

EDIT (Benchmark-Link):
http://debianforum.de/forum/viewtopic.php?f=28&t=119251&sid=6344945d39a16730add6b7709c98b29f&start=15#p761834

« Letzte Änderung: 25. August 2010, 17:21:36 von MuadDib »

Offline LostHero

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mhh mist doch ein neuer Sockel.
Gab ja Gerüchte, dass das ding auf AM3 passen wird :(.
Eigendlich wollte ich ende des Jahres nen neues Mainboard (mit eben besagtem AM3 Sockel) besorgen und da temporär nen X4 nutzen um dann später auf bulldozer wechseln zu können.

aber wenn das nen erneuten mainboardwechsel vorraussetzt werd ich mir das wohl noch mal gut überlegen müssen...

meine letzte hoffnung ist nun, dass die am3+ mainboards deutlich vor dem bulldozer erscheinen und dass die tatsächlich abwärtskompatibel zu am3 cpus sind. aber ich halte es für unwahrscheinlich im zeitraum oktober bis dezember bereits an solche zu kommen :).
« Letzte Änderung: 25. August 2010, 18:03:14 von LostHero »
~° In 99% aller Gewaltverbrechen wird 24 Stunden vor der Tat Brot konsumiert! <-> Das sollte uns zu denken geben! °~

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Aus dem Artikel: "Zum Vergleich: Ein Phenom II X4 besitzt insgesamt vier MByte L2-Cache für alle vier Kerne."

Es sind insgesamt _zwei_ MB L2-Cache, nicht vier. vier mal 512 KB sind 2048 KB..

Offline Fabian O

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Hi,

Es sind insgesamt _zwei_ MB L2-Cache, nicht vier. vier mal 512 KB sind 2048 KB..

Danke für den Hinweis. Unter den ganzen Zahlen ist mir da wohl ein Fehler unterlaufen. Habe es korrigiert.

@LostHero:
Na dass Bulldozer einen neuen Sockel brauchen wird war doch irgendwie klar. Das andere Design, möglicherweise mehr als zwei Speicherkanäle und eine überarbeitete Spannungsversorgung wirds vermutlich auch geben.  Hatte ich übrigens schon letztes Jahr gesagt, doch da wollte irgendwie keiner auf mich hören ;)
http://ht4u.net/news/20961_auch_amd_blickt_in_die_zukunft_und_hofft_auf_loewen_und_skorpione/

grüße
Fabian
Daniel: "Tanzen ist der vertikale Ausdruck des horizontalen Verlangens!"

gruffi

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Ähnlich stark und potent sah 'Barcelona' auf dem Papier aus und die Hoffnungen waren seinerzeit groß. Dann aber kam Intels C2D - ein FSB-Geklebe, dennoch leistungsstärker und fixer als der gefloppte K10. AMDs Bemühungen sind nur im Vergleich zur Konkurrenz bewertbar, der Erfolg hängt stark vom Erscheinungstermin ab.

Nein. Barcelona sah nicht mal ansatzweise so potent aus, nachdem man wusste, dass der ursprüngliche K10 gecancelt wurde und Barcelona "nur" eine K8 Weiterentwicklung werden würde. Bulldozer ist eine von Grund auf neu entwickelte Architektur und damit eine ganz andere Geschichte. Zudem ist der Fertigungsprozess diesmal der richtige. Das war mit dem auf Yields ausgelegten 65 nm Prozess damals eher weniger der Fall. Das Risiko für Bulldozer sollte daher geringer sein.

Der K10 ist zudem nicht gefloppt. Nur weil einige Leute sich womöglich mehr erhofft hatten, wird nicht automatisch ein Flop daraus. Gegen einen Q6600 hatte man eine gleichwertige Alternative (X4 9850/9950). QX6700 und QX6800 waren zwar weiterhin schneller. Das war aber sowieso ein Nischenmarkt, der für AMD uninterssant ist. Bei Servern hingegen hat Barcelona selbst höher getaktete Clovertowns abgehängt und bot mehr Funktionalität, zB bessere Virtualisierung.

gruffi

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Ein Modul erreicht 80 % der Leistung eines CMP vielleicht bei reiner Integer-Berechnung, im Schnitt dürfte es kaum besser als bei Intels HT aussehen.

Mehr als 80% aller Workloads sind Integer. Also selbst im Schnitt wird die Skalierung sehr hoch ausfallen, kaum schlechter als ein normaler Dual-Core und wesentlich besser als Intels Hypertzhreading. Zudem wurde die FPU deutlich aufgebohrt, von 128-bit auf 2x 128-bit FMAC, und kann sehr flexibel arbeiten. Also selbst bei FP Workloads dürfte die Skalierung immer noch sehr hoch ausfallen. Intels Hyperthreading verringert zudem die Performance sogar teilweise, siehe Linpack. Das wird mit CMT nicht passieren.


Gab ja Gerüchte, dass das ding auf AM3 passen wird :(.
Es gab keine Gerüchte, sondern eine offizielle Ankündigung, dass Bulldozer mit AM3 kompatibel wäre. Einfach mal die Roadmaps anschauen. ;) Ein Marketingmensch von AMD hat das jetzt auch nochmal bestätigt, dass es so geplant war.
Ist zwar schade, dass man nun doch AM3+ braucht. Aber gut, lieber ein sauberer Schnitt bei einer komplett neuen Architektur, als Funktionalität aufgrund von Altlasten zu opfern.

Offline [TLR]Snoopy

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Mehr als das wiedergeben, was AMD selber gesagt hat geht halt nicht.

Offline Fabian O

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Da liest wohl einer unsere News nicht.... ;)

Schaut mal hier:
http://ht4u.net/news/22590_bulldozer_und_sockel-am3_-_eine_geschichte_ohne_happy_end/

Wir haben schon im September 2009 über den neuen Sockel berichtet...

grüße
Fabian
Daniel: "Tanzen ist der vertikale Ausdruck des horizontalen Verlangens!"

gruffi

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Es geht doch nicht um den Sockel per se. Dass ein neuer Sockel bzw eine neue Revision des aktuellen Sockels kommen würde, war schon lange klar. Das stand nie zur Debatte. Du hast ja die entsprechende Roadmap mit AM3r2 auch nochmal verlinkt. Es geht um die Kompatibilität. Und da man später nur noch AM3 auf die Roadmap schrieb, war eben offensichtlich, dass Revision 1 und Revision 2 zueinander kompatibel sind, wie auch schon AM2 und AM2+ (AM2r2). AMD hat das ja jetzt selbst nochmal bestätigt, dass es auch so geplant war. Wer damals Inkompatibilität gesehen hat, hat doch arg spekuliert und jetzt lediglich einen Glückstreffer gelandet. Das Naheliegendste anhand der offiziellen Informationen war es jedenfalls nicht.

 

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