Autor Thema: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test  (Gelesen 6629 mal)

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Zodgrot

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Re: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test
« Antwort #15 am: 06. Januar 2012, 22:16:55 »
Im Fazit steht es nochmal so schön: "Die Kehrseite der Medaille ist die Kühlleistung. EKL Alpenföhn hat sich einiges einfallen lassen um den Kühler leistungsstark zu machen. Mit 320 bis 400 U/Min auf der Intel-Plattform kann er dies jedoch nicht unter Beweis stellen. Hier muss er sich durchweg im hinteren Bereich ansiedeln. Auf der AMD-Plattform, also mit höheren Lüfterdrehzahlen bis 950 U/Min kann er sein Potential dagegen zeigen."

Der Lüfter schaft 1100 Umdrehungen in der Minute und bleibt dabei trotzdem leise, wie andere Tests zeigen. Wieso messt ihr nicht mit maximaler Drehzahl? Denn das zeigt, was der Kühler wirklich zu leisten vermag.

Offline Byron

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Re: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test
« Antwort #16 am: 07. Januar 2012, 10:30:43 »
Dass der Kühler leise arbeitet haben wir ihm auch attestiert. Wir brauchen bzgl. der Lautstärke nicht bei anderen Seiten gucken, dank unseres Equipments sind unsere Werte fundierte Nenngrößen. Dass wir nicht bei maximaler Lüfterdrehzahl testen liegt an unserem Testparcours. Wir haben uns gegen diese Methodik entschieden, weil sie einseitig ist. Es ist ein rein theoretischer Wert und weil zwischen Theorie und Praxis bekanntlich Welten liegen können, hilft so eine Betrachtungsweise dem Leser nicht.

Der Kühler arbeitet im System schließlich nicht mit voller Drehzahl, konstant 5 Volt oder 9 Volt. Die PWM-Steuerung ist Basis aller Systeme der letzten Jahre und somit die heran zu ziehende Kenngröße. Wir haben mit der Intel hauseigenen PWM-Umsetzung sowie der Gigabyte-Variante zwei Extreme dieser Steuerungsart im Parcours. Der eine weil er die Drehzahl selbst bis zu höchsten Temperaturen niedrig hält und der andere, weil die Drehzahl schon bei humanen Temperaturen in die Höhe geschraubt wird. So lässt sich ein deutlich umfangreicheres und komplexeres Fazit ziehen.

Mit unserem Test konnten wir schließlich klar und deutlich belegen, dass der Himalaya enorme Schwächen bei niedrigsten Drehzahlen hat, was übrigens kein Einzelfall ist, und bei höheren Drehzahlen sein Potential entfalten kann, dass zwar hoch ist aber auch nicht die absolute Spitzenklasse darstellt.

Gruß

Zodgrot

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Re: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test
« Antwort #17 am: 07. Januar 2012, 22:38:30 »
Ich bin dennoch der Meinung, dass eure Testmethodik (ist ja bei euren anderen Kühlertests auch so) äußert fragwürdig in der Aussagekraft der Ergebnisse ist. Einen Kühler in seiner Kühlleistung zu bewerten, dessen volles Potential man nie zu Gesicht bekommen hat, zeugt nicht gerade
von wissenschaftlicher Methodik.
Wenn man eine andere Lüftersteuerung verwendet (was ja bei einem anderen Mainboard oder anderen BIOS-Einstellungen etc. durchaus möglich ist) können wieder ganz andere Ergebnisse herauskommen. Ich denke, dass verschiedene Umdrehungszahlen bei einem Kühlertest durchaus Sinn machen, aber bitte verwendet dabei auch einige feste Größen, wie die Maximaldrehzahl (!).

Ebenfalls sinnvoll wäre eine Angabe der Umgebungstemperatur, bei der die Tests durchgeführt wurden.

Offline Peter

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Re: [Artikel] Schlanker Gipfelstürmer - Alpenföhn Himalaya im Test
« Antwort #18 am: 08. Januar 2012, 11:04:04 »
Ich verstehe deinen Einwand der "festen Größe", aber dann wäre auch der Einwand der möglich besseren Leistung durch einen alternativen Lüfter nicht mehr weit entfernt. Bei einem Produkttest, bei welchem ein PWM-basierender Lüfter beiliegt, sehen wir prinzipiell als Testaufgabe das Produkt zu bewerten.

Und bei einem Kühler gibt es eben heute auch noch die zweite wesentliche Komponente der Geräuschentwicklung. Gerade darum haben sie 95 Prozent der Hersteller in den letzten Jahren in Richtung PWM orientiert, da die Mainboard- und CPU-Hersteller ebenfalls auf diese Lösungen aufsetzen.

Und wenn ich mir nun in gerade diesem Test einmal die Vollast-Resultate auf der AMD-Plattform betrachte und dabei Temperatur und Kühlleistung beobachte, so finde ich, dass die Leistungsfähigkeit des Testprobanden eigentlich ganz gut dargestellt wird. Dort kühlt der Himalaya marginal besser als der Scythe N3 auf "Low", dafür agiert der Alpenföhn mit fast lautlosen 14 dB(A), während der Ninja 3 in der Low-Messung schon auf 19 dB(A) kommt. Das letztere ist zwar nicht als laut zu bezeichnen, aber doch wahrnehmbar.

Und meiner Meinung nach trennt sich gerade an einem solchen Punkt die Spreu vom Weizen. Ich kann es von daher recht gut nachvollziehen, dass Intel in seiner Umsetzung der PWM-Steuerung nicht auf Biegen und brechen versucht Temperaturen in Bereichen von 50 °C zu halten, sondern sich im Hinblick auf eine bessere Geräuschkulisse gerne auch einmal mit 70 oder 75 °C begnügt - gar über 80 °C sind hier keine Seltenheit.
Gruß

Peter

 

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