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Software zum Auslesen von Smart-Werten bei Corsair Performance Pro

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stw500:
Hallo,

mir ist keine Software bekannt, die in der Lage wäre, die Smart-Werte der Corsair Performance Pro auszulesen. Dazu gehören auch noch weitere wichtige Details wie z.B. geschriebene Host-Writes etc..

Normalerweise sollte das z.B. mit CrystalDiskInfo funktionieren:

http://crystalmark.info/download/index-e.html

Tut es aber nicht. Corsair selber bietet leider auch keine Software an.

Gerade für die Performance Pro, die ja von Corsair als Top-Produkt beworben wird, sollte das nicht sein. Vielleicht kann man mal der Sache auf den Grund gehen, wieso es nicht möglich ist, diese Werte auszulesen bzw. ggf. eine eigene Software entwickeln.

Danke im Voraus,

stw500

Bluebeard:
Hallo,

prinzipiell ist es kein Problem sofern das Mainboard (Bios) die richtige Interpretation macht - dem Bios die SSD also bekannt ist.

Welches Board ist im Einsatz?

stw500:
Hallo Bluebeard,

danke für die Antwort. Genutzt wird ein ASUS P7P55D. Verschiedenste HDDs und eine Intel Postville geben ohne Probleme die Smart-Werte aus.

Gruß,

stw500

Bluebeard:
Hi, jepp wie vermutet - liegt am Board/Bios.
Ist aber kein Defekt o.ä.

kurz zur Erklärung: HDDs sind den Boards seit jeher bekannt da ändert man nichts am Controller.
Unsere P-128 oder P-256 damals waren sehr nahe am HDD Controller, werden deshalb von den
Boards sauber ohne Bios Anpassung ausgelesen - das gilt aber nicht für neuere (dies ist aber auch bei neuen Intel "auf SandForce Basis" und anderen Performance SSDs ebenso)

Die Mainboardhersteller haben nur bei den High Performance Boards beim Bios auf LGA1156 nachgelegt (R.O.G. Reihe bei ASUS bspw.)

SMART Werte sind zugegeben wichtig aber bei SSDs auch zu vernachlässigen da in über 90% es keine schleichenden Schäden gibt sondern die SSD kurzerhand binnen einer Sekunde abstirbt - sollte diese einen Defekt aufweisen - daher sind Backups immer das A und O.

Bei neuen HDDs mit hohem Datenstrukturfaktor (Dichte) bspw. einer neueren 3-4TB HDD ist ein absterben auch meist binnen von 1-3 Sekunden der Fall, SMART verliert somit zunehmend an Bedeutung (ist aber noch immer nicht unsinnig).

Google bspw. wie viele andere statten mittlerweile SQL Server mit SSDs aus und verzichten auf SMART - Begründung: Die SSDs sind so schnell das ein Backup kaum Zeit und Leistung in Anspruch nimmt so dass ein automatisierter Backupprozess immer noch mit SSDs zusammen wirtschaftlicher ist als HDDs mit SMART Auswertung da dort immer noch ein Restrisiko vorhanden ist.

Im Endeffekt gibt es preisgünstige Backup und Sync Tools die das ganze 100% sicher machen bei sehr geringen Kosten.

Man muss die Hersteller (vornehmlich Mainboard und Chipset) verstehen - Entwicklungskosten in SMART zu stecken bei zunehmender Backup Nutzung, Aufkommen und Verbreitung von Cloudservices und dem Umstand das es bei den meisten Defekten eh keine Vorwarnzeit gibt - ist dementsprechend von Jahr zu Jahr sinnloser.

Im Endeffekt haben die meisten SSDs 2-3 Jahre Garantie und eine Halbwertzeit bei normaler Nutzung von 6-8 Jahren bei intensiver Nutzung von 5,5 Jahren ca.
Eine alte HDD bis 1,5TB Versionen auf 500er Plattern hat 8-12 Jahre Halbwertzeit, neuere HDDs haben auch wesentlich reduziertere Halbwertzeiten von 7-9 Jahren.

Im Endeffekt ist aber nach 5 Jahren eine jetzige 2TB für ~150€ durch eine 8-16TB für 150€ zu ersetzen, daher sind Halbwertzeiten jenseits der 5 Jahre auch nicht mehr im Fokus (weder für Hersteller noch Kunden) da diese HDDs im Endeffekt dann eher noch für Probleme auf neuen Boards sorgen.

Wohl gemerkt - eine Halbwertzeit ist kein Spitzenwert - sprich das ist was die Geräte immer können müssen und sollen lt. Hersteller.

Greets.

stw500:
Danke Dir für die Antwort Bluebeard, das erklärt einiges. Ist aber wirklich schade, dass anscheinend einige (oder alle) SSD Hersteller einen Standard, der bereits Jahre eingeführt ist, so ändern mussten, dass Benutzer eines nur wenige Jahre alten Boards bereits in die Röhre schauen. Hätte das nicht anders gehen können? Irgendwie wieder am Kunden vorbei...

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