Autor Thema: [Mainboards] Marktanteile der Mainboard-Hersteller - im Retail-Bereich kaum noch Alternativen  (Gelesen 2908 mal)

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Offline HT4U_Newsbot

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Marktanteile der Mainboard-Hersteller - im Retail-Bereich kaum noch Alternativen
                 


Im Desktop-Segment tummelten sich vor Jahren noch zahlreiche Anbieter von PC-Hauptplatinen. Das Angebot ist geschrumpft und kaum einer erinnert sich noch an Hersteller wie beispielsweise ABIT, EPoX oder aber Soyo. Statt dessen schrumpft der Markt zusammen auf Hersteller, welche sich auf die Auftragsproduktion konzentrieren und jene, welche daneben auch Mainboards unter eigenem Label vertreiben. Letztere bedienen vorrangig das Endkunden-GeschĂ€ft und der Branchendienst Digitimes liefert hierzu Absatzzahlen fĂŒr das vergangene Jahr 2012.
                 

http://ht4u.net/news/27152_marktanteile_der_mainboard-hersteller_-_im_retail-bereich_kaum_noch_alternativen/
         

Offline T061

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Ich will auch die Vielfalt der 90er zurĂŒck!

Ähnlich lief es ja bei Grafikkarten. Number 9, PowerVR, Matrox, S3, Trident, Tseng... Waren in den 90ern alles große Namen!

Bei Mainboards gab es SiS, Intel, VIA, Ali, ATI, AMD allein als Chipsatzhersteller.


Aber man merkts auch im kulturellen Bereich.... Alles wird einheitlicher und stromlinienförmiger. Oder bei Autos, wo Saab und Rover als absolute Traditionsmarken verschwunden sind. Das sind eben alles keine ZukunftsmÀrkte mehr, an denen sich innovative Firmen versuchen könnten.

Alles scheint heute irgendwie gesĂ€ttigt, es gibt nur noch Evolution statt Revolution. Auch scheint sich zunehmend alles auf wenige große Player zu konzentrieren, z.B. Facebook. Wer diesen Playern in den Weg kommt wird weggeklagt, s z.B. Apple.

Es scheinen sich einige Dystopien zu realisieren, wo wenige Monopolisten oder Duopolisten komplette Marktsegmente mit Junkware fluten. :(

Man sieht es ja auch an vielen SpielzeuglÀden, wo man MetallbaukÀsten, Eisenbahnen oder ExperimentierkÀsten inzwischen vergeblich sucht, und Lego Technik eine Randerscheinung ist, stattdessen ist alles voll mit Fisherprice-Plastikkram und dem kompletten Mattel-Programm. ::)

Es erfolgt also eine massive Marktkonzentration, womit auch eine Absenkung des Niveaus einhergeht, da man sich als Industriegigant immer den einfachsten BedĂŒrfnissen anpassen muss, wenn man sich bei der Produktpalette nicht zu sehr diversifizieren will.

Wenn alles schief lÀuft

-gibt es in 100 Jahren nur noch Mainboards von Foxconn
-Spielzeug von Mattel
-Restaurants von McDonalds
-Essen von Kraftfood, Unilever und Nestle
-Saatgut von Monsanto
-Autos von VW...
-GetrÀnke von der Coca Cola Company

Wobei es auch heute schon Alternativen gibt, die fĂŒr die eigenen BedĂŒrfnisse oft sehr viel besser passen. Man muss sich halt genau ĂŒberlegen, was man will und braucht und dann etwas Rechercheaufwand in Kauf nehmen, anstatt einfach immer mit der Masse zu schwimmen oder sich im Laden das nĂ€chstbeste Produkt aufschwatzen zu lassen...

Offline Peter

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das Problem scheint zu sein, dass die Masse keine mĂŒhseligen Alternativen mehr möchte. Sie möchte auch nicht teuer. Siehe Android ;) - nicht perfekt, nicht zu teuer, aber geht doch irgendwie - und Free-Games gibt es doch zuhauf :D
Gruß

Peter

hardbonemac

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Die MASSE FRISST SOILENT GREEN   Ă€h... PFERDEFLEISCH.... [ironie]

Offline T061

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Es ist beim PC heutzutage eben alles schon sehr ausgereift...

FĂŒr den gemeinen Anwender reicht eine 500 Euro-Kiste, wenn er spielen will steckt er halt eine 120-180 Euro Grafikkarte dazu und gut ist. :)

Eigentlich ist es dazu auch relativ egal, ob diese Grafikkarte nun von AMD oder NVidia stammt, sie wird auf jeden Fall ihren Zweck erfĂŒllen und den PC einigermaßen spieletauglich machen.

Der Bastler-/Enthusiastensektor schrumpft. Overclocking mit WasserkĂŒhlung betreibt heute kaum noch jemand. Von daher braucht der Markt eben auch nicht mehr diese Auswahl an Komponenten und die Entwicklung ist logisch.

War es nicht auch Intel, die letztens angekĂŒndigt hatten, wieder sockelfreie x86er Prozessoren zum Löten auf ein Board anzubieten? FĂŒr Officerechner und Heim-PCs ist das sicher auch ausreichend, ausserdem entfĂ€llt damit eine Fehlerquelle und man schafft so evtl. einen weiteren Kostenvorteil beim Verkauf.

 Leider muss man dann bei einem Boardausfall seinen Prozessor mit wegwerfen.  :-X Damit kĂŒndigt sich am Horizont die nĂ€chste EinschrĂ€nkung an, und wir werden in einigen Jahren uns nach heute zurĂŒcksehnen, als es noch eine gewisse Auswahl von Boards mit Sockeln gab, welche auch andere Betriebssysteme als Windows starten konnten (Secure Boot!).

Die breite Mehrheit wird sich hingegen, wie Peter geschrieben hat, an einfach zu bedienenden gĂŒnstigen "P"-Cs  erfreuen. Ich sehe da inzwischen einen großen Rollback auf uns zukommen zu Computern als Blackbox, welche sich nur mit speziellen Appstores kostenpflichtig mit Software betanken lassen.

Allerdings denke ich wird es auch einen sehr kleinen Markt fĂŒr Entwickler-/Linux-/CAD-Workstations geben, mit relativ hoher QualitĂ€t und hohen Preisen. Da kann man sich dann auch zwischen ein paar Konfigurationen entscheiden.  Vielleicht mit Xeonprozessor, ECC-RAM und CAD-zertifizierter Quadro-Grafik, -so als Richtschnur, was da an Kosten zu erwarten ist. Und alle Bekannte die einen besuchen, werden fragen, was man mit so einem Ding unterm Schreibtisch will, denn eine verdongelte Windows 10/11/12? -Blackbox ist ja hĂŒbscher, kleiner und wesentlich gĂŒnstiger zu haben. (Die offene Nerd-Workstation - so sexy wie eine Modellbahn! ;D )

Auf dem Consumer-Markt wird der klassische ATX-PC IMHO jedenfalls sterben. Schon heute kommen genug Leute bereits mit einem Laptop klar und auf PCIe-Slots, SATA-Ports und Konfigurationsmöglichkeiten im BIOS/UEFI wird ĂŒberhaupt kein Wert gelegt. Wenn die Platte verreckt, wird der Laptop halt in den MĂŒll geschmissen.  :P

Die Konsolidierung des Mainboard-Marktes ist da eigentlich nur der logische nÀchste Schritt. Historisch betrachtet ist diese PC-Bastelphase zwischen ca. 1997 und 2007 ja irgendwie auch ein seltsames PhÀnomen...

Offline Rick

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Im reifen Markt schwinden die Margen. Da bleibt dann lediglich in Nischen Raum fĂŒr kleine Hersteller.
Im PC Markt braucht es immense R&D und Marketing um Schritt zu halten mit den Großen, und im Halbleiterbereich sind die Prozesse so teuer, dass es irgendwann weltweit nur noch eine Handvoll Fabs geben wird.
Die Monopolisierung ist im Kapitalismus eine natĂŒrliche Tendenz, und im Sozialismus sogar Pflicht. In der Theorie, ist es der ideale Zustand, weil keine Resourcen im Wettbewerb verschwendet werden. Dass es in der RealitĂ€t anders aussieht, wird dann vom Wettbewerbsgesetz in Betracht gezogen.

 

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