Autor Thema: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test  (Gelesen 5998 mal)

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[HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« am: 23. Mai 2013, 15:00:02 »
NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
                 


Am heutigen Donnerstag startet NVIDIA seine neue Grafikkarten-Serie mit der Vorstellung der GeForce GTX 780. Die GTX-700-Serie soll dabei nach und nach die bisherigen Modelle der GTX-600-Serie ablösen. Was es fĂŒr Neuerungen gibt und wie sich die GTX 780 in der Praxis schlĂ€gt, dass verrĂ€t unser Testbericht.
                 

http://ht4u.net/reviews/2013/nvidia_geforce_gtx_780_review/
                 

Offline Rick

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #1 am: 23. Mai 2013, 15:46:35 »
Bessere Preis-Leistung als Titan....und bessere Uebertaktbarkeit. Aber bei dem Preis mach ich mir echt Sorge um den GTX 770 Preis. Wird wohl nichts mit einer 4GB Variante unter 400 euro,
Mit ueber 600 Euro hat man sich beim Preis wohl klar an der Titan orientiert, und die GTX 680 zum Schnaeppchen gemacht...
Die Preisentwicklung im Grafikmarkt in den letzten 18 Monaten ist irgendwie beunruhigend.

Offline Michael

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #2 am: 23. Mai 2013, 18:01:51 »
Naja offenbar will man generell die Preise von Grafikkarten wieder auf den Stand von 2002 anheben. Mit der ersten 28 nm Generation ist das schon ganz gut geglĂŒckt und mit der Zweiten wird man es weiter ausreizen.

Letztendlich versucht man die High-End-Modelle halbwegs profitabel zu machen, da der Markt fĂŒr diese Karten immer kleiner geworden ist. WĂ€hrend man Anno 2005 als Otto-Normaluser noch einen Unterschied wie Tag und Nacht zwischen einem High-End-Modell und einer Mainstream-Karte gesehen hat, ist Anno 2013 der Unterschied nur noch in krassen Settings wie 4k Auflösung, Supersampling & Co relevant.
|NVIDIA GTX 1080|AMD R7 1700 @ 3.8GHz|Asus Prime B350-Plus|16 GB DDR4-3000@2400|Thermalright Macho 140|3 x Samsung HD502HJ@Raid5|Samsung EVO 850 250 GB|Asus Xonar DX|DELL 2412m + EIZO FG2421|

Offline Rick

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #3 am: 23. Mai 2013, 18:51:08 »
Ich wuerde es grade andersrum sehen: Die Nachfrage nach hoeher aufloesenden Bildschirmen hat im letzten Jahr enorm zugenommen, insbesondere mit der guenstigen B-Ware aus Korea, die 27" 2560x1440 fuer jedermann erschwinglich machen. Wenn man dann zusaetzlich den Erfolg der Marketingkampagne fuer Mehrmonitor-Gaming anschaut, wo Performance auch schnell zum Flaschenhals wird, und man mehr Pixel guenstiger bekommt, als mehr Rechenleistung um diese zu fuellen, dann kann ich das Argument nicht ganz glauben.

Und bei vielen aktuellen Titeln ist der Unterschied zwischen einer 450 euro Karte und einer 250 euro Karte doch mehr als spuerbar, und insbesondere bringt erstere die FPS in den akzeptablen Bereich, ohne dass man auf Detaillevel verzichten muss. Einzig das Ende der elektrischen Leistungskriege sorgt doch heute dafuer, dass ("echte") High-End-Karten nicht viel schneller als Karten mit kleinerem Chip sind. Das Problem dabei ist, dass man dem Nutzer eben nicht die Moeglichkeit gibt die Leistungsbeschraenkungen auszuhebeln, jedenfalls nV-seitig. Grade die Titan leidet da immens drunter, die 780 etwas weniger, da der beschnittene Chip in der gleichen TDP-Klasse spielt. Wenn man sich anschaut wie die Leistungsanforderungen von High-End-Karten sich zwischen 2005 und 2010 entwickelt haben, und das dann mit den letzten beiden Jahren vergleicht, wo man sich (abseits von multi-GPU-Karten) mit 200-250 Watt begnuegte, und die maximale TDP quasi einfror, dann hat man natuerlich von Generation zu Generation geringere Leistungsunterschiede, und von Karte zu Karte innerhalb einer Generation auch, da man bei den mittleren Karten nicht so TDP-beschraenkt ist, wie im High-End.

Was ich dafuer auf der anderen Seite sehe, ist dass man keine Budget-Karten mehr verkaufen kann, wo man vermutlich bis vor Kurzem noch hohe Stueckzahlen und gute Margen hatte. Da nun aber integrierte Grafikchips maechtig genug geworden sind, dass da ein Markt komplett wegfaellt, muss man den Umsatzausfall irgendwie ausgleichen...

Aber wenn man sieht wie gut sich selbst Titan unter Enthusiasten verkaufen laesst, wundert es mich nicht, dass man dann den Preis auch mal wieder anziehen kann. Auch die Proteste gegen AMDs Preise zur 7970-Einfuehrung scheinen ja nur begrenzt gewirkt zu haben.

Es gab doch ein Forenmitglied (ich weiss leider nicht mehr wer es war), der regelmaessig Quartalszahlen zu zeigen hatte. Die Zahlen ueber die letzten 3 Jahre wuerde mich brennend interessieren - besonders wenn man gegen einen Indikator wie Intel's und AMD's CPU-Umsaetze normalisiert.

Was man mit den Preisen bei mir ausloest, ist dass sich mein Upgradezyklus verzoegert. Wenn die GTX770 nicht den Preis einer GTX670 erreicht, wird es dies Jahr bei mir bei der zwei-Jahre-alten-Karte bleiben, obwohl sie doppelt so viele Pixel stemmen muss, als zum Zeitpunkt des Kaufes. Wenn es eine GTX 760Ti Hawk von MSI geben sollte, wird es vielleicht die. Aber im Moment sind Preise im Mittelfeld ja  pure Spekulation, nachdem man das Fenster nach oben soeben weit geoeffnet hat.
Auch gegen AMD bleibt so nur Marketing als echte Waffe, denn im Preis-Leistungs-Verhaeltnis zu einer 7970 steht man sehr schlecht da, insbesondere bei dem Spielebundle was man seitens AMD bietet.

Offline phanter fan

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #4 am: 23. Mai 2013, 19:08:12 »
Eigentlich eine nette Karte, aber:
5% Mehrleistung gegenĂŒber eine HD 7970
190% der Kosten einer HD 7970 (Und bei AMD bekommt man noch ein riesiges Spielebundle was hier nicht mit reingerechnet ist)
Langsam dreht NV echt durch.

Der einzige Grund den es gibt das NV sowas machen kann, ist der dass es anscheinend immernoch genug Fanboys gibt die trotzdem kaufen.

PS: Was sich NV da im GPGPU bereich leistet ist ja mehr als peinlich. Da macht AMD einen super Job in letzter Zeit und sorgt auch dafĂŒr das immer mehr GPGPU Computing genutzt wird.
« Letzte Änderung: 23. Mai 2013, 19:12:36 von phanter fan »

Offline Peter

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #5 am: 23. Mai 2013, 19:26:45 »
Nunja, man sollte das schon differenzierter sehen. Es gibt natĂŒrlich einige Spiele, bei welchen du höhere Leistungen im Vergleich zur 7970 GHz siehst, in anderen ists dann mal knapper. Aber man kann die GTX 780 (und Titan) natĂŒrlich "entfesseln" und dann bist du in deutlich höheren Leistungsregionen. In dem Fall hat man dann natĂŒrlich andere Leistungsaufnahme und andere GerĂ€uschkulisse.

Den Preisunterschied rechtfertigt das aus meiner Sicht noch immer nicht.

Was genau meintest du, was AMD im GPGPU-Bereich geleistet hat, dass sich GPU-Computing mehr durchsetzt? Ich hab den Eindruck, dass man deutlich zu wenig tut, bzw. sich zu wenige Programmierer diesen Optionen fĂŒr ihre Anwendungen bedienen. Und wenn, sind sie oft gar auch halbherzig umgesetzt.
Gruß

Peter

Offline phanter fan

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #6 am: 23. Mai 2013, 19:42:49 »
Das AMD hier einen super Job leistet war vorallem auf die Leistung der Karten bezogen.  Mittelklasse Karten von AMD schaffen es ja anscheinend die Flagschiffe von NV auszustechen.

Und du hast Recht GPGPU Computing wird noch viel zu wenig benutzt. Aber dank der APUs von AMD werden immer mehr Videoschnitt und Videoconvertierungsprogramme auf GPGPU Computing optimiert. NatĂŒrlich ist das nur der Anfang aber wenigstens kommt langsam Bewegung in die Sache.

Offline Peter

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #7 am: 23. Mai 2013, 20:01:17 »
Schau dir mal die mĂ€ĂŸige Umsetzung von Adobe in Photoshop an - das ist schon etwas enttĂ€uschend zu sehen. DafĂŒr reicht es NVIDIA dort vollstĂ€ndig auf. Momentan hab ich den Eindruck, dass ihr Entscheid bei Kepler weniger auf GPGPU-Computing zu setzen, statt dessen "nur eine Spielegrafikkarte" zu machen, durchaus aufgegangen ist.

Aber NVIDIA hat nun schon lange gebraucht, um mit der gleichen Architektur wie vor etwas mehr als einem Jahr, eine neue "Serie" zu prÀsentieren, welche AMDs schnellste Single-Grafikkarte um mehr als 20 Prozent schlagen zu können (Titan).
Gruß

Peter

Offline Peter

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #8 am: 23. Mai 2013, 23:05:42 »
@Rick: ich hab das heute Abend mal versucht meinem Sohn zu erklĂ€ren - also das Marketing. Prestige ist wichtig, hast du die schnellste Grafikkarte im Portfolio und zeichnen alle die lĂ€ngsten Balken dort fĂŒr einen Hersteller, dann wird der versierte Anwender zwar weiterhin vergleichen (nach seinem Geldbeutel), das Gros setzt aber voraus, dass dieser Umstand in allen FĂ€llen gilt.

Mit Titan verdient NVIDIA sicherlich kaum Geld um zu ĂŒberleben. Aber mit der Masse der Produkte im Bereich zwischen 50 und 200 Euro verdient man Geld, setzt man Mengen um, die Titan oder GTX 780 um MaßstĂ€be ĂŒberbieten, die in keiner Relation stehen. Dort hat man auch Margen, nicht bei einem 7 Milliarden-Transistor-Monster.

Der Blöd-Markt-KĂ€ufer weiß also vorrangig, dass der eine Hersteller die lĂ€ngsten Balken hat und legt das um auf die kleineren Produkte, die zu seinem Geldbeutel passen. Viola, das Marketing hat funktioniert. Produkte wie diese:
http://ht4u.net/reviews/2012/msi_radeon_hd_7750_2gb_ddr3_test/
http://ht4u.net/reviews/2012/nvidia_geforce_gtx_650_gt_640_evga_test/
verkaufen sich darum. Gar hilft auch noch der werbetrĂ€chtige Aufdruck "2 GByte" oder "4 GByte" um darĂŒber hinwegzutĂ€uschen, dass die Karte ĂŒberhaupt gar kein Potential fĂŒr 3D-Spiele hat.

Aber was ist nun Potential? Die Grafik einer aktuellen PS3 oder XBox? Das sind die grundlegenden MaßstĂ€be, welche die Spiele-Industrie vorrangig angelegt hat. Auslutschen bis es passt. In jedem Fall verdient der Hersteller dort sein Geld (in dem Preisbereich und etwas darĂŒber). Und da guckt 08/15 kaum noch auf unmittelbare Vergleiche. Das System funktioniert gut.

Dass wir JĂŒnger der PCs natĂŒrlich ein Auge darauf haben sollten, was PS3-QualitĂ€t ist, was PC-QualitĂ€t ist, das versteht sich von selbst. Dass man nun auch noch gegen BalkenlĂ€ngen im Top-Segment angehen muss, ist eine ganz andere Geschichte. Die letzten 7 Tage wĂ€ren wahrlich geschmeidiger gewesen, wenn ich einfach nur Benchmarks einer typischen Grafikkarte hĂ€tte vornehmen mĂŒssen.

Von daher sind die Absatzzahlen der letzten Jahre oder Monate möglicherweise ein Indiz, wer das bessere Schema F hat, aber im Prinzip nur ein Anhaltspunkt darauf, welche gesamte Konstellation im Produktportfolio sich besser an den Mann bringen ließ. So tief in die interessanten Zahlen lĂ€sst sich kaum ein Hersteller blicken.
« Letzte Änderung: 23. Mai 2013, 23:09:57 von Peter »
Gruß

Peter

Offline Drohne

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #9 am: 23. Mai 2013, 23:27:07 »
Hallo.

Schicker Test. Sehr gut, sehr ausfĂŒhrlich, sehr einsichtig. Vielen Dank.

Ihr Schreibt, daß der GTX780 nur 1/24 der DP Leistung einer vollausgebauten GK110 Einheit zur Seite stĂŒnden - heise online schreibt zu dieser Thematik, daß auf Anfrage des Heise verlages bei nVidia das GPU Unternehmen erklĂ€rte, daß die DP-Einheiten komplett deaktiviert seien und heise schreibt weiter, daß DP Rechnungen ĂŒberhaupt nicht auf der GTX780 ausgefĂŒhrt werden wĂŒrden (siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/GeForce-GTX-780-Spieler-Grafikkarte-mit-2304-Kernen-1867480.html). Da heise behauptet diese Angaben seien von nVidia auf Anfrage geliefert worden, glaube ich mal heise. Das hieße aber letztlich, daß sich der bundesdeutsche KĂ€ufer ein StĂŒck Silizium und Plastik fĂŒr 650 Euro in den Blechkasten steckt, das keinen Mehrwert fĂŒr AktivitĂ€ten auf dem Rechner/der Workstation hat, die nur in Richtung "wissenschaftlicher" Nutzung (DP) schielen (ich mag an dieser Stelle "wissenschaftlich" nicht, denn das klingt  abgedroschen und fad und macht nur deutlich, daß man sich wichtig machen will, ohne zu wissen, was man tut. Im Banken-, Versicherungs und Rechnungswesen wird generell nur mit DP gerechnet).

Jetzt steigt in mir Groll auf. Das Getrommel um diese neue Graphikkarte ist meiner Meinung nach Augenwischerei. Welcher vernunftsbegabte Mensch baut sich ein Spielzeug fĂŒr 650 Euro in einen PC, das nur fĂŒr den sinnlosen Energieverbrauch dienlich ist? Selbst im Budget eines Institutes fĂŒr Forschungsvorhaben sind bereits 650 Euro fĂŒr eine Graphikkarte zum Rechnen ein dicker Happen und so mancher Deutsche hat keine Vorstellung davon, auf welcher Sparflamme die bundesdeutsche Forschung bereits arbeiten muß. Und wenn man dann wirklich rechnen können muß, sind entweder gleich 1000 Euro oder gar 3000 fĂ€llig. Kurzum, das ist fĂŒr viele einfach nicht mehr erschwinglich, die DP-Leistung wirklich brĂ€uchten.

Die CUDA Stangulierung und bösartige OpenCL Kastration im Hause nVidia sind ein weiterer Grund, weshalb ich persönlich versuchen werde, nVidia nun zu meiden. Leider bietet nVidia zur Zeit noch immer die besseren Treiber fĂŒr die Berkeley UNIXe, unter Linux aber ist allerdings das AMDsche SDK in Sachen OpenCL schon seit jeher dem nVidia Pendant ĂŒberlegen gewesen. Nur sind AMDs Treiber alles andere als langzeitstabil.

Nun ja, ich wĂŒrde mir wĂŒnschen, daß AMD endlich leisere Propeller auf die aktuellen GPU montiert, so daß diese beim Rechnen nicht mit infernalischer GerĂ€uschkulisse ihre PrĂ€senz und Betriebsamkeit anzeigen. Insgesamt aber muß ich sagen, daß ich schwer enttĂ€uscht bin. GTX780 mag zwar ein toller Spielechip sein, aber nicht fĂŒr einen exorbitanten preis und schon gar nicht dann, wenn ein Hersteller gezielt die Multifunktionalitat torpediert, weil dieser genau weiß, daß diese Eigenschaften wichtig sind und gewĂŒnscht werden - und man zu unverschĂ€mt teuren Produkten greifen muß.
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Offline Rick

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #10 am: 23. Mai 2013, 23:32:46 »
Hallo.

Schicker Test. Sehr gut, sehr ausfĂŒhrlich, sehr einsichtig. Vielen Dank.

Ihr Schreibt, daß der GTX780 nur 1/24 der DP Leistung einer vollausgebauten GK110 Einheit zur Seite stĂŒnden - heise online schreibt zu dieser Thematik, daß auf Anfrage des Heise verlages bei nVidia das GPU Unternehmen erklĂ€rte, daß die DP-Einheiten komplett deaktiviert seien und heise schreibt weiter, daß DP Rechnungen ĂŒberhaupt nicht auf der GTX780 ausgefĂŒhrt werden wĂŒrden (siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/GeForce-GTX-780-Spieler-Grafikkarte-mit-2304-Kernen-1867480.html). Da heise behauptet diese Angaben seien von nVidia auf Anfrage geliefert worden, glaube ich mal heise.

Soweit ich meine gelesen zu haben ist das 1/24tel, das was die SP-Shader hinbekommen, wenn sie zusammenarbeiten um 64bit zu simulieren - deshalb gilt der gleiche Wert fĂŒr GK104. Das 1/3 was Titan und die GK110 Quadros haben sind dedizierte DP-Einheiten - die dann eben auf der GTX780 abgeschaltet wurden, vermutlich um Geld und TDP zu sparen - und natĂŒrlich um die Marktsegmentation aufrecht zu erhalten.

Offline Drohne

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #11 am: 24. Mai 2013, 08:15:21 »
Hallo Rick.

Das wĂŒrde es erklĂ€ren. Ich ging davon aus, daß die dedizierten DP Einheiten, die bei der TITAN, den Quadros mit GK110 und den K20 Karten vorhanden sind, lediglich "reduziert" werden wĂŒrden, also in etwa so, wie man das mit den Fermi Chips gemacht hat.

Leider konnte ich selber noch nicht mit einer Karte der 600er Serie herumspielen (wir haben noch die guten 570er und 580er zum "Rechnen fĂŒr den kleinen Mann"), Kollegen meinten aber, die eine 670er ausprobieren konnten, daß die DP Leistung nicht ĂŒber das Niveau einer 550er hinauskĂ€me - und das war ja schon so um 1/24 der SP Leistung eines unkastrierten Chips bei Fermi-II wenn mich nicht alles tĂ€uscht.

Im Ganzen eine herbe EnttĂ€uschung, weil meine persönlichen Hoffnungen nicht erfĂŒllt worden sind. Schade. Da GPU Rechnen in den vergangenen beiden Jahren gerade in den Disziplinen, die sich mit extremen numerischen Modellierungen beschĂ€ftigen, aus meiner begrenzten Perspektive, enorm an PopularitĂ€t und Aufmerksamkeit gewonnen hat, trifft mich die Kapitalismuskeule besonders hart (obschon ich damit keineswegs den Umkehrschluß nahelegen möchte). Ich möchte meinen Frust nicht verallgemeinern, sonst droht der Abrutsch in die Polemik.

Schade, schade, schade. Die TDP und GerĂ€uschkulisse eines TITANen sind bei der gebotenen, theoretischen Rechenleistung vielversprechend, auch fĂŒr einen Arbeitsplatzrechner unter dem Schreibtisch. Unsere TESLA DĂŒsen rumoren mit einer ungeheuerlichen GerĂ€uschkulisse, daß wir die Rechner, in denen diese Karten stecken, aus den BĂŒrorĂ€umen rĂ€umen und in Besenkammern unterstellen mußten. Weil man Besenkammern fĂŒr gewöhnlich nicht mit guter LĂŒftung oder irgendeinem Loch fĂŒr die Verbindung zur Außenwelt ausstattet, glaubst Du gar nicht, wie schön warm es auf 2 oder 3 qm Raum werden kann, wenn da so eine Dell Precission Kiste drinnen steht ;-) Und vor allem "schreit" jeder Rechenprozeß förmlich ĂŒber den Flur.

Alles in allem, Danke.
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Offline Robert

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Re: [HT4U Test] NVIDIA GeForce GTX 780 im Test
« Antwort #12 am: 24. Mai 2013, 08:37:10 »
Welcher vernunftsbegabte Mensch baut sich ein Spielzeug fĂŒr 650 Euro in einen PC, das nur fĂŒr den sinnlosen Energieverbrauch dienlich ist?
Hobbies sind per Definition schon nicht sinnlos. :) Und da es genug Menschen mit ausreichend hohem Einkommen gibt, wĂ€re nVIDIA doch blöde, wenn sie nicht versuchen wĂŒrden, von dieser Gruppe eine höhere Marge mit den > 600  EUR-karten zu erzielen.

Zitat von: Michael
WÀhrend man Anno 2005 als Otto-Normaluser noch einen Unterschied wie Tag und Nacht zwischen einem High-End-Modell und einer Mainstream-Karte gesehen hat, ist Anno 2013 der Unterschied nur noch in krassen Settings wie 4k Auflösung, Supersampling & Co relevant.
Ich wette, der erfĂŒhlte Unterschied geht wieder auseinander, wenn der Großteil der Spiele durch die neuen Konsolengenerationen wieder etwas leistungshungriger werden. Letztlich werden die meisten Spiele ja heutzutage Multi-Platform entwickelt um die KĂ€ufergruppe zu maximieren.
Hey, look! It's not my fault, it's some guy named "General Protection"!

 

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