Autor Thema: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test  (Gelesen 4810 mal)

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Offline HT4U_Newsbot

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AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
                 



                 

http://ht4u.net/reviews/2017/amd_ryzen_7_reloaded_r7_1700_bis_1800x_erneut_im_test/
                 

Offline Drohne

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #1 am: 29. MĂ€rz 2017, 07:20:53 »
Der Test ist vielsagend! Das Warten hat sich fĂŒr mich also gelohnt. Eure Kommentare hinsichtlich Temperatur- und Leistungsaufnahmeverhalten sind etwas "verhalten" - meiner Meinung nach hat die ĂŒbrige Presse zum Zeitpunkt der Vorstellung des Ryzen hier sehr viel Blumen ohne Basis gespendet.

Der Aspekt "Dual- oder Single-Rank" bei der Speicherwahl ist kaum tiefer beleuchtet worden - Danke fĂŒr die ausfĂŒhrliche Berichterstattung hinsichtlich der Hersteller-/Anbieteranfragen! Als Endkunde wird man gewiß wesentlich schlechter dastehen.
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Offline Screemer

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #2 am: 29. MĂ€rz 2017, 08:14:42 »
ernsthaft?

Zitat
Mit den Messwerten von HWiNFO wird der neuerliche Vergleich durchaus interessanter. Hatten unsere Messwerte mit Zangenamperemeter noch RĂŒckschlĂŒsse darauf zugelassen, dass man sich in der Leistungsaufnahme auf Augenhöhe mit Intel bewegt, scheint dies so nun nicht mehr haltbar zu sein. Ryzen 7 1700X und Ryzen 7 1800X scheinen real rund 40 Watt höher in der Leistungsaufnahme zu liegen, als Intels Core i7-6900K-Prozessor. GefĂ€llig ist da eher der Ryzen 7 1700, welcher zwar nicht auf Augenhöhe mit dem 6900K spielt, aber zumindest in dessen Klasse bei der Leistungsaufhnahme.
ihr sagt  wirklich, dass die leistungsaufhnahme mit einem tool ausgelesen höher ist als mit zangenamperemeter und meint wirklich, dass ersteres die richtigen werte sind? noch mal: ernhaft?

jk

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #3 am: 29. MĂ€rz 2017, 08:53:07 »
Kurze Frage: worin liegt es begrĂŒndet dass der Ryzen nicht mit 3200 Mhz Speichertakt getestet, sondern "kĂŒnstlich eingebremst" wurde?

Ausserdem sprecht ihr beim Overclocking des 1700 von 4 Kernen, ihr meint wohl 8?




Offline Pirx

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #4 am: 29. MĂ€rz 2017, 11:14:54 »
Die 40 W mehr geben die Gesamtsystemmessungen anderer Seiten aber nicht wirklich her.

Offline Fabian O

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #5 am: 29. MĂ€rz 2017, 17:37:33 »
ernsthaft?

Zitat
Mit den Messwerten von HWiNFO wird der neuerliche Vergleich durchaus interessanter. Hatten unsere Messwerte mit Zangenamperemeter noch RĂŒckschlĂŒsse darauf zugelassen, dass man sich in der Leistungsaufnahme auf Augenhöhe mit Intel bewegt, scheint dies so nun nicht mehr haltbar zu sein. Ryzen 7 1700X und Ryzen 7 1800X scheinen real rund 40 Watt höher in der Leistungsaufnahme zu liegen, als Intels Core i7-6900K-Prozessor. GefĂ€llig ist da eher der Ryzen 7 1700, welcher zwar nicht auf Augenhöhe mit dem 6900K spielt, aber zumindest in dessen Klasse bei der Leistungsaufhnahme.
ihr sagt  wirklich, dass die leistungsaufhnahme mit einem tool ausgelesen höher ist als mit zangenamperemeter und meint wirklich, dass ersteres die richtigen werte sind? noch mal: ernhaft?

Moderne CPUs verwenden nicht mehr nur noch die 12V-Schiene zur Versorgung der Komponenten, sondern auch noch die 5 und 3.3V-Leitung. Aus letzterer werden bei Intel z.B. der Speichercontroller/PCI-E-Interface versorgt. Da die 5 und 3.3V jedoch ĂŒber das Mainboard kommen, kann man da nicht per Zangenamperemeter ran (außer man baut wie wir frĂŒher die Wandler aus). Das erklĂ€rt den Unterschied (ist bei Intel im Übrigen genauso, und da haben wir es mit umgebauten Boards verifiziert).

Ich hoffe, dass damit deine Verwunderung beseitigt ist :-)

GrĂŒĂŸe
Fabian
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Offline Nixdorf

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #6 am: 29. MĂ€rz 2017, 18:26:50 »
Ich musste mich registrieren, nur um meinem Frust ĂŒber diesen Artikel Luft machen zu können. Mein Eindruck:

"Wir messen jetzt den Stromverbrauch mit einem Tool. Die Nutzung des Tools sorgt dafĂŒr, dass man den Stromverbrauch im Idle-Betrieb nicht korrekt messen kann. Daher benutzen wir ab sofort nur noch das Tool, damit wir mehr falsche Werte in die Tabelle schreiben können. Man könnte mit einem Amperemeter zwar richtigere Werte messen, aber die wĂ€ren nicht ganz korrekt, weil sie nur die 12V-Leitung messen. Wir nehmen lieber nur diese komplett falschen Werte. Außerdem lassen wir die Messungen des Gesamtsystems weg. Mainboards haben einen unterschiedlichen Verbrauch, daher ergeben die Messungen fĂŒr das Gesamtsystem keinen Sinn. Wozu auch? Damit könnte man sonst ja zumindest ansatzweise ermitteln, was der Rechner im Idle verbraucht. So haben wir jetzt ausschließlich diese eine Liste, mit der niemandem geholfen ist."

Was soll das denn bitte? Dann kann man die Idle-Tabelle auch gleich ganz weg lassen. Wenn ein 7700K im Idle 21W mehr als ein 4790K verbraucht, sich das in der Praxis aber an der Steckdose in keinster Weise mit der RealitÀt deckt, dann ist die komplette Tabelle wertlos. Punkt. Beim Idle-Verbrauch will man wissen, was ein möglichst Àhnlich konfiguriertes System aus der Steckdose zieht, nicht mehr und nicht weniger.

Entschuldigt bitte den Sarkasmus, aber mit der neuen Methodik kann man mit den ganzen Angaben zum Verbrauch im Idle einfach mal gar nichts mehr anfangen, weil alle hilfreichen Informationen weg sind.

PS: Die Anzahl-ZahnrÀder-Frage im CAPTCHA muss angepasst werden, denn da ist nur noch ein Zahnrad.
« Letzte Änderung: 29. MĂ€rz 2017, 18:30:22 von Nixdorf »

Offline Peter

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #7 am: 29. MĂ€rz 2017, 20:10:01 »
Die 40 W mehr geben die Gesamtsystemmessungen anderer Seiten aber nicht wirklich her.

Das weiß ich nicht, aber wenn ich unsere Werte aus dem ersten Test nehme, kommt das sehr wohl hin, denn da hatten wir rund 44 zu rund 184 Watt beim Gesamtsystem. Ansonsten ist mir Fabian mit seinen AusfĂŒhrungen zuvor genommen. Schaut euch doch die Screenshots der Messungen mal in Ruhe an. Es schaut so aus, dass zirka 113 Watt ĂŒber die 12 Volt Leitung kommen, die weiteren 30 Watt laufen ĂŒber andere Stromschienen (3,3V & 5V).

NatĂŒrlich haben wir auch die Werte vom Gesamtsystem und wenn die wirklich hilfreich oder fĂŒr manchen nötig sind, können wir die auch weiterhin prĂ€sentieren.
1700X hat 43 Idle zu 161 W Prime - HWiNFO sagt 9 zu 134 Watt.
1700 hat 45 Idle zu 137 W Prime - HWiNFO sagt 8 zu 109 Watt.

Aber ich verstehe den Ärger einiger hier jetzt weniger. Soll man solche Informationen zurĂŒckhalten? Es gehört doch eben mit zu unseren Aufgaben solche Dinge auch aufzuzeigen.

@Nixdorf: du kannst hier als Gast posten, du hĂ€ttest dich nicht registrieren mĂŒssen. Aber trotzdem mal Danke fĂŒr deine Anmeldung.

@jk: Ryzen wird nicht kĂŒnstlich eingebremst. Wir haben uns bei allen CPUs an den Optionen des Speichercontrollers orientiert. Was dieser offiziell unterstĂŒtzt steht in den Kapiteln. Benchmarks mit DDR-2133 bis DDR4-3200 haben wir im ersten Ryzen-Test gezeigt. Insbesondere die Spiele profitieren davon sehr stark, die Anwendungen meist weniger. Aber wenn man solche Ergebnisse dauerhaft zeigen möchte, dann mĂŒsste man auch alle Intel CPUs beispielsweise auf DDR4-3200 laufen lassen.  7700K und 7600K laufen so mit DDR4-2400 und die Skylake z.B. nur mit DDR4-2133, auch wenn beide mit schnellerem Speichertakt umgehen könnten.
Gruß

Peter

G3cko

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #8 am: 29. MĂ€rz 2017, 20:27:11 »
ernsthaft?

Zitat
Mit den Messwerten von HWiNFO wird der neuerliche Vergleich durchaus interessanter. Hatten unsere Messwerte mit Zangenamperemeter noch RĂŒckschlĂŒsse darauf zugelassen, dass man sich in der Leistungsaufnahme auf Augenhöhe mit Intel bewegt, scheint dies so nun nicht mehr haltbar zu sein. Ryzen 7 1700X und Ryzen 7 1800X scheinen real rund 40 Watt höher in der Leistungsaufnahme zu liegen, als Intels Core i7-6900K-Prozessor. GefĂ€llig ist da eher der Ryzen 7 1700, welcher zwar nicht auf Augenhöhe mit dem 6900K spielt, aber zumindest in dessen Klasse bei der Leistungsaufhnahme.
ihr sagt  wirklich, dass die leistungsaufhnahme mit einem tool ausgelesen höher ist als mit zangenamperemeter und meint wirklich, dass ersteres die richtigen werte sind? noch mal: ernhaft?

Moderne CPUs verwenden nicht mehr nur noch die 12V-Schiene zur Versorgung der Komponenten, sondern auch noch die 5 und 3.3V-Leitung. Aus letzterer werden bei Intel z.B. der Speichercontroller/PCI-E-Interface versorgt. Da die 5 und 3.3V jedoch ĂŒber das Mainboard kommen, kann man da nicht per Zangenamperemeter ran (außer man baut wie wir frĂŒher die Wandler aus). Das erklĂ€rt den Unterschied (ist bei Intel im Übrigen genauso, und da haben wir es mit umgebauten Boards verifiziert).

Ich hoffe, dass damit deine Verwunderung beseitigt ist :-)

GrĂŒĂŸe
Fabian

Netter Ansatz, aber dennoch ein Holzweg.

Der Trend seit jeher ist doch, dass man immer mehr Komponenten (Northbridge, iGPU, Speichercontroller, Spannungswandler, etc) in einem Chip vereint um letztendlich die Leistungsaufnahme der Gesamtplattform zu senken. Und das ist das entscheidende Wort. Es interessiert nicht (außer theoretischer Natur), welche Kleinstkomponente auf dem Chip selbst, wieviel verbraucht. Ob das nun der Ringbus bei Intel ist gegenĂŒber CCX bei AMD. Oder ein aufwĂ€ndiges QuadChannel-SI mit niedrigem Takt vs DualChannel mit dafĂŒr hohem. DafĂŒr ist das Gesamtkonstrukt mittlerweile viel zu komplex um sich auf eine Software zu verlassen, welche bestenfalls nur eine AnnĂ€herung ist.

Der einzige Grund warum man das eben nicht viel frĂŒher alles auf einem Chip untergrebracht hat, - ChipflĂ€che ist nun mal begrenzt und kostbar.

Und entscheidend ist doch am Ende nur, was kommt fĂŒr eine Perfomance bei rum und wie hoch ist dabei die Stromaufnahme, gemessen direkt an der Steckdose. Und zu guter letzt sollte man sich vielleicht einmal die Frage stellen: Wenn alle anderen zu anderen Ergebnissen kommen, ist dann meine eigene Methodik ĂŒberhaupt richtig?

Auch die (Eigen-)Verwirrung im Bezug auf den 20°C Offset ist nicht nachvollziehbar. Der einzige Unterscheidung der X-CPUs ist ein grĂ¶ĂŸerer Taktspielraum welchen man sich mit einer besseren KĂŒhlung erkauft in dem man dem System +20°C vorgaukelt. Das ist auch ok, da nur der CPU-Hersteller den reibungslosen Betrieb ĂŒber die Anforderung an KĂŒhllösung xyz (TDP) sicherstellen muss.

NatĂŒrlich ist die TDP keine Angabe fĂŒr den Verbrauch. Das ist und war sie noch nie. NĂ€mlich nur eine Klassifizierung fĂŒr den benötigten KĂŒhlkörper. Wenn Intel meint alle Sockel 2011 CPUs mit 140Watt TDP zu klassifizieren (Egal ob 6, 8, 10 Kerne), weil ein Großteil der Kunden diese ĂŒbertaktet, dann ist das ok. Wenn ein Hersteller morgen meint, dass eine 35W CPU alle 5min fĂŒr 5  Sekunden 200Watt ziehen darf und die dennoch mit nur 45W TDP klassifiziert, dann ist das ebenfalls ok. (TrĂ€gheit der KĂŒhlung und so....)

Auch der Vergleich mit dem 7700k ist absolut lĂ€cherlich. In Zeiten von Mulit-Core CPUs und eben Software mit unglaublicher Skalierungsbreite gibt es eben nicht die "beste" CPU fĂŒr alle Zwecke. Genauso wie Intels 6, 8, 10 Kernern, kann auch Ryzen mit 8 Kernen nicht mit dem hohen Takt eines 7700k mithalten. Die Frage ist nur, braucht man den wirklich? Ich habe da so ein Pentium4- bzw DualCore auf QuadCore deja vu.

Ich muss zu geben, bei diesen Schnitzern habe ich mir außer dem Fazit nichts mehr durchgelesen.   ::)

Offline Nixdorf

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #9 am: 29. MĂ€rz 2017, 20:31:41 »
NatĂŒrlich haben wir auch die Werte vom Gesamtsystem und wenn die wirklich hilfreich oder fĂŒr manchen nötig sind, können wir die auch weiterhin prĂ€sentieren.
[...]
@Nixdorf: du kannst hier als Gast posten, du hĂ€ttest dich nicht registrieren mĂŒssen. Aber trotzdem mal Danke fĂŒr deine Anmeldung.

Zumindest fĂŒr den Idle-Betrieb ist die nun prĂ€sentierte Tabelle völlig sinnlos. Es wird im Text beschrieben, dass ein Tool zum Einsatz kommt, welches bei einigen Prozessoren verhindert, dass der Rechner tatsĂ€chlich Idle ist. Somit enthĂ€t die Tabelle sowohl echte Idle-Messungen als auch kĂŒnstlich erhöhte. Somit ist diese Tabelle nicht konsistent und erhĂ€lt keine nutzbaren Informationen. Zugleich fĂ€llt die Tabelle fĂŒr das Gesamtsystem weg. Damit hat man ĂŒberhaupt keinen Anhaltspunkt mehr, wieviel ein Rechner mit diesem Prozessor im Idle verbraucht.

Es ist ja schön und gut, dass offenbar die 12V-Messungen nicht mehr passen, weil da nun auch auf anderen Leitungen belastet wird. Da wĂŒrde ich aber empfehlen, den Wert dennoch zu ermitteln und bei den entsprechenden Prozessoren halt zwei EintrĂ€ge in der Tabelle zu haben, die dann entsprechend markiert sind. Oder man rupft das in zwei Tabellen auseinander, aber buntes Mischen von Daten aus unterschiedlicher Quelle erscheint mir als der völlig falsche Weg. Oder man lĂ€sst das auch ganz mit dem Idle-Nur-CPU-Verbrauch. FĂŒr die CPU alleine interessiert mehr der Abstand zwischen Idle und Last.

Und letztendlich interessiert der Idle-Verbrauch der CPU alleine vergleichsweise wenig, sondern der Idle-Verbrauch eines kompletten Rechners an der Steckdose. Da ist dann immer das verwendete Mainboard die große Unbekannte, aber wenn man zumindest eine Messung mit ansonsten möglichst identischen Komponenten vornimmt, dass ergibt das eine sehr sinnvolle Tabelle, die auf keinen Fall kĂŒnftig wegfallen sollte. Meiner Meinung nach ist mehr Aufwand bei diesem Datenpunkt (Boards Ă€hnlich wĂ€hlen, Zusatzchips im BIOS deaktivieren) wichtiger, als die komplette Idle-Nur-CPU-Tabelle.

HT4U war fĂŒr mich immer eine der zwei Seiten (die andere ist TechReport), die in Sachen Verbrauch mehr liefern. Das, was dieser Artikel liefert, eliminiert diesen Vorteil nicht nur, sondern sorgt beim Punkt Idle dafĂŒr, dass man es komplett vergessen kann.

Zum Registrieren: Ich hatte gehofft, dass dann die CAPTCHA-GÀngelei wegfÀllt. Passiert das nach einigen Posts noch?

Offline Uriens_The_Gray

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #10 am: 29. MĂ€rz 2017, 20:51:26 »
Erstmal muss ich sagen, der (Nach-)Test weiss zu gefallen. Ausfuehrlich, hintergruendig, (selbst-)kritisch. Sowas verdient Anerkennung und Respekt.

Fuer mich als Anwender bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die AM4-Plattform noch reichlich Zeit braucht, um zu reifen. Das gilt fuer die BIOS-Situation, wie auch (besonders) fuer die Auswahl der Speicherriegel.
Ich beobachte dies beim ASUS Crosshair IV: es gibt fuer das MoBo eine Liste mit getestem (oder zertifizierten, i dont know) Speicher: https://www.asus.com/Motherboards/ROG-CROSSHAIR-VI-HERO/HelpDesk_QVL/
Laut der Liste soll Vollbestueckung bei DDR4-3200 moeglich sein.
Zudem will AMD ab Mitte April die MoBO-Hersteller mit Firmware-Updates beliefern, die mehr aus dem Speicherkontroller des Ryzen rausholen sollen, was immer das heissen mag.

Dann habe ich auf Heise.de gelesen (mehr gehoert), dass bestimmte AMD-GraKas die CPU-Limitierungen bei bestimmten Spielen anheben koennen: https://www.heise.de/ct/artikel/c-t-uplink-16-0-AMD-Ryzen-Nvidia-GTX-1080-Ti-Nintendo-Switch-Zelda-3643870.html (ab Minute 23).

Es bleibt also spannend, der Keks ist noch nicht gegessen.

Offline Peter

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #11 am: 29. MĂ€rz 2017, 21:04:41 »
@ Nixdorf: soweit ich das weiß, sollte dieses Captcha nach mehreren Posts wegfallen.

Aber ich glaube gerade zu verstehen, auf was ihr hinauswollt. Wenn ich mir die Gesamtleistungsaufnahme der Systeme betrachte (1800X - 6900K), dann spielen die CPUs mehr oder minder auf einem Niveau - welchem Umstand das geschuldet ist, ist weniger "relevant".  In dem Fall gebe ich natĂŒrlich recht.

Allerdings sind wir in der Vergangenheit schon hĂ€ufiger "angegangen" worden, weil wir "die falsche Hauptplatine" fĂŒr Messungen gewĂ€hlt hĂ€tten und XYZ ja viel weniger benötige. An dem Punkt dreht man sich wohl im Kreis und wird es nie allen Recht machen können. Wir werden die Gesamtleistungsaufnahme wieder mit in die Darstellung aufnehmen.

@ G3cko: Ich zweifele die genannte Höhe zum Offset an und die Temp-Werte sprechen dafĂŒr.

Zu deiner ErklĂ€rung: Die KĂŒhlleistung ist inzwischen mit BIOS-Updates erhöht worden - hĂ€tte man auch schon davor können. Der Ansatz von AMD mit dem Offset hat sich in den Tests aber praktisch kaum gezeigt, denn erst seit den neuesten BIOS-Versionen kann ich unter Last nun auch den LĂŒfter wahrnehmen. Das war davor nur in AusnahmefĂ€llen möglich. XFR zeigte sich vormals nur kurz, jetzt eben etwas lĂ€nger. Die Regelkurve macht es wohl.

Und TDP: ja, wir waren eine der ersten Seiten welche erklĂ€rt haben, wozu es die TDP gibt und ja, ĂŒber Jahre hinweg hat man sich, zumindest seitens der CPU-Hersteller relativ genau auch versucht in diesem Spektrum zu bewegen. Das können wir doch recht gut beurteilen, weil wir lange genug Mainboards umgebaut und die korrekte Leistungsaufnahme von CPUs ermittelt haben. Das ist heute eher nicht mehr nötig, denn die CPU-Hersteller haben Überwachungselektronik eingebaut, welche man auslesen kann. Aber nachdem Intel mehr oder minder mit der Angabenausdehnung angefangen hat, war es nur eine Frage der Zeit, dass AMD das auch tut. Sollte man das aus deiner Sicht nicht ansprechen?

Was genau sind das dann fĂŒr "Schnitzer"? Welchen Vergleich zu 7700K meinst du? Den Hinweis dass AMD den R7 1700 als Pendant dem 7700K gegenĂŒber stellt?

@ Uriens: Der Keks ist noch lange nicht gegessen und ich kann nur noch einmal untermauern, was ich bereits geschrieben habe: Ryzen ist geil und die Plattform lĂ€uft fĂŒr ein so junges Ding richtig rund und gut. Den R7 1700 könnte ich mir sehr gut in einem der heimischen System vorstellen. Aber dennoch, AMD sollte in die Pötte kommen und nachliefern. Und vor allem sollte man der Presse mal wieder Fragen beantworten, die einiges beim Testen einfacher machen wĂŒrde.

Tante Edit: Gesamtleistungsaufnahme ist wieder online.
« Letzte Änderung: 29. MĂ€rz 2017, 21:36:16 von Peter »
Gruß

Peter

G3cko

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #12 am: 29. MĂ€rz 2017, 22:46:01 »
Wie gesagt geht es bei der TDP nur um die Dimensionierung des KĂŒhlers nicht um den tatsĂ€chlichen Verbrauch.

Genauso unrealistisch wie die Leistungsaufnahme in Furmark ist eben auch purer AVX2 Code fĂŒr CPUs in syntetischen Stresstests. Nicht umsonst erkennen mittlerweile Grafikkartentreiber Furmark und drosseln den GPu-Takt. Wenn man mal mit dem Verbrauch etwas ĂŒber der TDP liegt ist das kein Weltuntergang. Es geht hier um einen realistischen Wert zur Dimensionierung eines KĂŒhlkörpers - nicht mehr und nicht weniger...

Was genau sind das dann fĂŒr "Schnitzer"? Welchen Vergleich zu 7700K meinst du? Den Hinweis dass AMD den R7 1700 als Pendant dem 7700K gegenĂŒber stellt?

Es geht mir um folgendes:

Zitat
AMDs Ryzen 1700X liegt derzeit bei Anschaffungskosten um 435 Euro und will sich mit Sechskern-Modellen aus Intels Enthusiasten-Liga anlegen. Man hat als Achtkern-Modell aber derzeit noch Probleme, sich mit dem Topmodell aus dem typischen Desktop-Bereich, i7-7700K, zu messen.

Was ist das fĂŒr eine Aussage? Hat dann der 6950x auch "Probleme" sich mit dem 7700k zu messen weil hier und da ein paar hundert MHz in Singlethread-Anwendungen fehlt?

Ich bring das mal in eine Releation die ich hier vermisse und die wohl nicht angekommen ist...

- Bei Intel hat man nur die Wahl zwischen maximal 4 Kernen (Sockel 1151) oder 6,8,10 Kerne (Sockel 2011). Wobei bei letzterem man mit Mainboardpreisen von mindestens 200€ rechnen muss! Ryzen lĂ€uft auch mit einem B350 Board fĂŒr schlappe 85€.
- Bei Intel gibt es auch keine CPU mit vielen Kernen, weniger Takt und obendrein noch OC. Diese Option hat man ĂŒber Jahre bewusst aus dem Porfolio verschwinden lassen. Ich sag nur Q6600. Was hier also als Nachteil ausgelegt wird ist ein risiger Vorteil fĂŒr den Verbraucher. Eine Option die es bei Intel schon lange nicht mehr gibt.
- Selbst unter Standardtakt bietet der R7 1700 grob 55% mehr Multithreadingleistung zum gleichen Preispunkt. Es liegt also an der Software ob die CPU etwas fĂŒr einen ist. zB moderne Spiele, Videobearbeiten, Rendering,... Es wird aber so dargestellt als wĂ€re der Preispunkt schlecht gewĂ€hlt, - was er definitiv nicht ist.

sl

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #13 am: 30. MĂ€rz 2017, 08:28:06 »
Liebes HT4U Team,
ich möchte mich ganz herzlich fĂŒr eure Arbeit bedanken und dem ausfĂŒhrlichen Testbericht, der Fragen aufwirft, Thesen aufstellt und zu Diskussionen anregt. Die Lobhudeleien anderer Testbericht sind auf Dauer eher ermĂŒdend - bei aller Sympathie fĂŒr den Außenseiter, aber wenn sich berechtigte Zweifel oder WidersprĂŒche bei Meßwerten einer neuen Chip-Plattform auftun, sollte man doch auf die Kommunikation mit dem Hersteller hoffen können. Schade, dass AMD auf genaue RĂŒckfragen nicht reagiert - um so besser, dass ihr hartnĂ€ckig dran bleibt. Vielleicht bewegen sich die drei Buchtaben ja doch mal und besinnen sich auf ein solideres Marketing. http://ht4u.net/forum/Smileys/classic/up.gif

Offline Screemer

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Re: [HT4U Test] AMD Ryzen 7 Reloaded: R7 1700 bis 1800X erneut im Test
« Antwort #14 am: 30. MĂ€rz 2017, 09:55:57 »
mal ein quote aus dem 3dcenter der den nagel mehr als auf den kopf trifft.

Zitat von: Mangel76@3dc
Ich frage mich aber, warum man dies nicht fĂŒr die gleichen Tests macht? CPU-Werte gibt es fĂŒr Video-Encoding und Mathematische Berechnungen, Gesamtsystem-Werte fĂŒr Core2MaxPerf und Prime95. Wieso nicht die gleichen Benchmarks? Soll man nicht merken, wie abstrus die hohen CPU-Werte sind, die von HWInfo ausgegeben werden? WĂ€re ein Verdacht, der sich hier geradezu aufdrĂ€ngen wĂŒrde. (Was nicht zwangslĂ€ufig bedeutet, dass ich das glaube!) Eine direkte GegenĂŒberstellung von CPU- und Gesamtverbrauch in der selben Situation wĂ€re doch viel aufschlussreicher!

was zum geier macht ihr da? mit jedem update wird das schlimmer und schlimmer. wenn ihr kein ordentliches hardwaresetup zur leistungsaufnahme messung auf die beine stellen könnt, dann lasst den part einfach raus. es ist doch nicht so schwer die high- und lowside bei nem board zu messen. die meisten haben sogar extra testpunkte dafĂŒr. ihr habt euch vor einiger zeit damit ins rampenlicht katapultiert, weil ihr als eines der wenigen maganzine verlĂ€ssliche Leistungsaufnahmemessungen per eigens designter platine (HT4U GPA) gemacht habt. nun nutzt ihr software um zahlen in eure reviews zu bringen, die völlig ab sind von allem was da sonst so im netz rumgeistert. ein einfacher sainity check durch nachmessen des gesamtsystems im GLEICHEN benchmark, hĂ€tte euch doch schon gezeigt, dass irgendwas nicht ganz rund lĂ€uft.

auch noch ergÀnzend:

Zitat von: Gipsel@3dcenter
ErgĂ€nzend dazu, HT4U hat ein System mit dem MSI X370 Power Titanium und einer GTX1080 versorgt von einen be quiet! Dark Power mit 550W vermessen, welches in dem Lastbereich etwa 90% Effizienz aufweisen sollte. Damit kommen sie selber auf 177W Verbrauch an der Steckdose bei Prime95. Und das ist ausdrĂŒcklich der Peakwert ĂŒber den kompletten Run, nicht der Durchschnitt oder irgendwas in der Art.
Aber egal, 177W*0,9 ergeben ~159W fĂŒr das komplette System hinter dem Netzteil. Davon gehen noch Mainboard, Speicher, Grafikkarte, Festplatte und LĂŒfter ab. Da bleiben definitiv weniger als 150W (vielleicht 140W?) fĂŒr die CPU am Ende ĂŒber, die ja nochmal gewandelt werden mĂŒssen (wieder mit ~90% Effizienz), um die CPU-Spannungen zu erzeugen. Also selbst die eigenen Messungen von HT4U zeigen, daß die 148W fĂŒr den 1800X nicht so wirklich stimmen können, sondern daß da ~120W als Worst Case fĂŒr Prime95 eher realistisch sind. Und das paßt dann auch deutlich besser mit den Messungen von Igor (Format_C) von THG.
https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?p=11335061#post11335061
« Letzte Änderung: 30. MĂ€rz 2017, 13:15:59 von Screemer »

 

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