Autor Thema: [CPU] Globalfoundries stellt Entwicklung von 7-nm-Chips ein  (Gelesen 1427 mal)

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Globalfoundries stellt Entwicklung von 7-nm-Chips ein
                 


Globalfoundries, der weltweit zweitgr√∂√üte Auftragsfertiger f√ľr Chips, legt seine 7-nm-Fertigungstechnologie "f√ľr unbestimmte Zeit auf Eis". Die Verkleinerung der Strukturgr√∂√üe von 12 auf 7 nm sollte Leistungsvorteile von 40 Prozent bringen und noch in diesem Jahr in die Massenfertigung gehen. Als n√§chster Schritt waren 5 nm geplant.
                 

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Re: [CPU] Globalfoundries stellt Entwicklung von 7-nm-Chips ein
« Antwort #1 am: 30. August 2018, 09:39:50 »
Wenn ich meine dunklen Phantasien spazieren f√ľhre und einfach den Gedanken, da√ü es in Zukunft sehr viel wahrscheinlicher ist, da√ü Engp√§sse die Chipversorgung st√∂ren, k√∂nnte mir durchaus Bange werden.

Setzt man die einfach Regel des Marktes an, n√§mlich, da√ü Angebot und Nachfrage den Preis regeln, so f√ľhrt eine Verknappung von G√ľtern zu einer Preissteigerung. Wir haben das bereits erlebt. Graphikkarten haben Preisregionen erklommen, die wir nicht f√ľr m√∂glich hielten, weil das Sch√ľrfen nach Energievernichterw√§hrungen den Markt an verf√ľgbaren GPUs leergefegt hat.

IoT - in aller Munde, auch in den ansonsten nicht f√ľr ihre Intelligenz, Zukunftsweisheit und Planungsstabilit√§t bekannten Institutionen der Berliner Republik - wird die Forderung nach Chips weiter ankurbeln, ich bef√ľrchte, sogar in einer gef√§hrlichen Weise! W√§hrend wir ganz sicher auch mal ohne eine moderne GPU/CPU auskommen k√∂nnen/k√∂nnten, kann man das schlecht mit Baugruppen in der Verkehrs- oder Geb√§udeleittechnik, in der Energieversorgung und -technik sowie im Milit√§r- und Medizinbereich. Zudem ist die Bundesrepublik Deutschland auf ein Niveau abgerutscht, auf dem der Zukauf von nicht selbst entwickelter Technik h√∂her liegt als der Export hier entwickelter und auch hier produzierter Technologie! Siemens und Bosch sind zwar auf einigen Gebieten der Automation und Fahrzeugtechnik noch immer f√ľhrend, allerdings w√ľrde ich keine Inselvorteile als allgemeinen Vorteil betrachten wollen.

Und geht man aus dem Katastrophengedanken wieder einen oder mehrere Schritte zur√ľck und nimmt vereinfacht die nun auf drei oder vier Chiphersteller reduzierte weltweite Fertigungskapazit√§ten an die Hand, dann denke ich gerade an implizite Kartellabsprachen. Bei so wenigen Anbietern kann am Markt verlangt werden, was man eben will und es bedarf gar keiner Absprachen, denn die Berechenbarkeit taxiert sich  diametral zur Anzahl der einzelnen Unw√§gbarkeiten. Und die Letzteren werden ja gerade weniger.
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