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Qimonda machen niedrige Speicherpreise deutlich zu schaffen

Wirtschaft | HT4U.net
Die Halbleiterschmiede Qimonda zeigt sich deutlich betroffen von den geringen Speicherpreisen und verdoppelte ihren Verlust im erste Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahr auf 598 Millionen Euro. Gleichzeitig schmolz der Umsatz erheblich zusammen erreichte mit nur noch 513 Millionen Euro gerade die Hälfte des Vorjahresquartals.

Reagieren will Qimonda mit deutlich Einsparungen. So soll das geplante Werk in Singapur erst später gebaut werden und die Ausgaben im Unternehmen gedrosselt werden. Gleichzeitig wolle man die Produktivität um 30 bis 40 Prozent steigern um dadurch dem Preisverfall Herr zu werden. Ob dadurch allerdings langfristig ein erfolgreiche Strategie entstehen kann, bleibt abzuwarten.

Betroffen durch das schwache Ergebnis zeigt sich auch Infineon, die die Halbleiter-Sparte erst 2006 ausgegliedert haben, um sich langfristig vollständig vom diesem extrem zyklischen Geschäft zu verabschieden. Bisher hält das Unternehmen noch 75 Prozent am Qimonda, wollte den Anteil jedoch im Laufe der Zeit über die Börse auf unter 50 Prozent reduzieren. Beim aktuellen Stand dürfte es aber schwer werden, zahlungswillige Käufer zu finden.

Die Speicherpreise sind bereits seit einigen Monaten im Sturzflug und haben sich erst seit einigen Wochen auf extrem niedrigen Niveau stabilisiert. Auch Konkurrenten zeigten sich nicht glücklich mit der aktuellen Situation und kämpfen mit herben Verlusten durch mangelnde Einnahmen.
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