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DRAM-Lager füllen sich

Speicher | HT4U.net
Die Lager für DRAM-Chips füllen sich wieder, nachdem die Hersteller der Halbleiter-Chips besonders ihre großen OEM-Kunden überzeugt hatten, im vierten Quartal größere Mengen abzunehmen und ihre Lager zu füllen, um den Preis zu stabilisieren. Doch scheinbar wirkt sich dieser Effekt nun negativ für das erste Halbjahr 2008 aus, in dem eine saisonal niedrigere Nachfrage nach Speicher erwartet wird.

Nach Informationen der DigiTimes weigern sich die OEMs nun, weitere Speicher abzunehmen und wirken damit dem Versuch der Speicherhersteller entgegen, die rekordverdächtig niedrigen Speicherpreise zu stabilisieren. Man darf damit wohl insbesondere im Hinblick auf die immer noch anstehenden Produktionserweiterungen einiger Hersteller auch für das kommende Jahr mit weiterhin sinkenden Preisen rechnen. Ein nicht genannter DRAM-Hersteller habe allerdings im Januar keine weiteren Angebote an den DRAM-Markt gestellt und damit zumindest vorerst die Preise etwas stabilisieren können. Man darf also gespannt sein, wie sich das Geschäft mit den Speicherchips in diesem Jahr entwickeln wird.

Infineon scheint die Entwicklungen zumindest nicht sonderlich positiv zu sehen und hält strikt daran fest, die 77 Prozent eigene Anteile an der ausgegeliederten Speicherchip-Schmiede Qimonda bis 2009 auf unter 50 Prozent reduzieren zu wollen, was insbesondere bei der aktuellen Marktsituation zu nicht geplanten Verlusten führen dürfte.

Qimonda scheint hingegen die massiven Probleme am Markt nutzen zu wollen und überdenkt sogar die Option, selbst Konkurrenten zu übernehmen. Zukäufe seien eine Option, stellte Kin Wah Loh gegenüber dem Handelsblatt fest. Derzeit seien alle Hersteller bis auf Marktführer Samsung in den roten Zahlen, sodass sich zwangsläufig eine Konsolidierung zwischen den schwächeren Ergeben müsse.
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