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Rambus und Kingston entwickeln 50 Prozent effizienteren DDR3-Speicher

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Anlässlich des Intel Developer Forums (IDF) in San Francisco stellten die beiden Speicherhersteller Rambus und Kingston einen gemeinsam entwickelten Prototypen eines neuartigen DDR3-Speichers vor. Im Gegensatz zu gewöhnlichen DDR3-Modulen, soll durch die "Threaded Module"-Technologie die Bandbreite um 50 Prozent gesteigert werden und der Energiebedarf zugleich um 20 Prozent sinken.

Genau Details wollen beide Hersteller dabei aktuell noch nicht verraten. Sie geben lediglich preis, dass die "Threaded Memory Modules" (TMM) genannten Speicher-Riegel auf der gewöhnlichen DDR3-Technologie basieren und dabei in der Lage sind Datentransfers der Größe 64 Byte bei voller Auslastung des Buses zu bewältigen. Dies ist bei normalen DDR3-Modulen nicht der Fall, wie die unten stehende Grafik schön illustriert.

Bild: Rambus und Kingston entwickeln 50 Prozent effizienteren DDR3-Speicher
Quelle: Techpowerup

Durch die damit verbundene effizientere Nutzung der Datenleitungen wollen die beiden Unternehmen den Energieverbrauch um 20 Prozent reduzieren und dabei die Bandbreite auch noch um 50 Prozent steigern. Dies dürfte vor allem Multi-Core- und Multi-Prozessor-Systemen zu Gute kommen, welche aktuell meist eine recht hohe Rechenleistung bei verhältnismäßig geringer Speicherbandbreite bieten. Muss allerdings ein Thread auf benötigte Daten auf Grund des nicht ausreichenden Speicherdurchsatzes warten, so sinkt die Performance. Anders ausgedrückt, kann sich eine Erhöhung der Speicherbandbreite unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit des Systems auswirken.

Auch wenn die Technologie sehr viel versprechend klingt, bleibt dennoch abzuwarten, wie der Markt diese akzeptiert. Entscheidend könnte dabei der Starttermin für die Serienfertigung sein, über welchen sich jedoch weder Kingston noch Rambus äußern wollten.
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Stichworte zur Meldung: Ddr3 Kingston Rambus