Nachrichten

Gigabyte bringt neue UD7-Mainboardserie für X58- und P55-Chipsatz

Mainboards | HT4U.net
Nachdem Gigabyte seinen ersten Mainboards der P55-Serie bereits USB-3.0 und SATA-III spendiert hat, schiebt der Hersteller nun für diese Mainboard-Familie mit dem P55A-UD7 ein neues Topmodell nach. Auch die X58-Serie bekommt mit dem X58A-UD7 einen neuen Häuptling. Die UD7-Ableger entsprechen dabei im Wesentlichen der alten "Extreme"-Serie. Zusätzlich gibt es natürlich wieder SATA-III und USB-3.0.

X58A-UD7: 24 Phasen versprechen besondere Effizenz


Das X58A-UD7 ist dabei der direkte Nachfolger des EX58-Extreme und bietet daher auch eine sehr ähnliche Ausstattung. So erbt das UD7 die in den Northbridge-Kühler integrierten Anschlüsse für eine Wasserkühlung sowie die Möglichkeit den "Silent-Pipe II" genannten Zusatzkühler auf dem Northbridge-Kühler zu verbauen. Einen Vorteil bringt dieses Konstrukt im Alltag jedoch nicht, wie wir beim EX58-Extreme selbst erfahren haben.

Weiterhin bringt das X58A-UD7 zwei USB-3.0-Anschlüsse im IO-Bereich mit, die über den bekannten NEC-Controller uPD720200 realisiert werden. Dieser ist ebenso wie der Marvell-Controller für die zwei SATA-III-Ports direkt an die X58-Northbridge angeschlossen. Allerdings verwendet Gigabyte erneut nur eine PCI-Express-Leitung. Bei der X58-Northbridge liegt die Bandbreite damit zwar bei jeweils 1 GB/s, bei einer vollen Bestückung reicht dies für die maximalen Transferraten jedoch ebenfalls nicht aus. Eine Bündelung von zwei PCI-Express-Leitungen wäre die bessere Wahl im Hinblick auf zukünftige Laufwerksgenerationen gewesen.

Bild: Gigabyte bringt neue UD7-Mainboardserie für X58- und P55-Chipsatz


Hinzu kommen zwei PCI-Express-x1-Anschlüsse, die über die ICH10R-Southbridge realisiert werden. Allerdings sind diese dabei so ungünstig neben dem Northbridge-Kühler platziert, dass sie wohl nur in den seltesten Fällen nutzbar sind. X58-typisch bringt das Mainboard ansonsten noch vier PCI-Express-x16-Ports mit, die entwender als x16/-/x16/- oder als x8/x8/x8/x8 genutzt werden können. Sowohl SLI als auch Crossfire können zur Bündelung mehrerer Grafikkarten herangezogen werden.

Zur Stromversorgung der CPU kommen satte 24 Phasen zum Einsatz. Um deren Effizienz zu verbessern kann man die DES-2-Software einsetzen, ob diese allerdings sehr viel bringt darf angesichts der Erfahrungen mit derartigen Tools stark bezweifelt werden. Neben den Bloomfield-CPUs wird diese Platinen im Übrigen auch die in einer 32-nm-Fertigung hergestellten Core-i9-Prozessoren mit sechs Kernen unterstützen.

Die restliche Ausstattung bringt keine Überraschungen mit und ist typisch für X58-Platinen. So gibt es sechs DDR3-2200-Steckplätze, sechs SATA-II-Anschlüsse von der ICH10R und zwei weitere von einem JMicron-Controller, der auch noch einen PATA-Anschluss zur Verfügung stellt. Weiterhin gibt es noch zwei Gbit-LAN-Anschlüsse, 7.1-Audio und 10 USB-2.0-Ports. Auch zweimal eSATA ist mit von der Partie. Genauere Informationen finden sich auf der entsprechenden Homepage zu der Platine. Erscheinen soll das Mainboard innerhalb der nächsten Tage und ist bereits in unserem Preisvergleich ab 252 Euro zu finden.

P55A-UD7: Zusätzliche Controller bieten USB 3.0 und SATA-III


Über das P55A-UD7 ist hingegen wesentlich weniger bekannt. Auf Anfrage von uns gab der Hersteller lediglich bekannt, dass man mit dem finalen Produkt im Dezember rechnen darf. Wie üblich kursieren jedoch im Internet bereits einige Details. Klar ist jedoch, dass das Mainboard einen nForce-200-Chip und einen PLX-Chip besitzen wird um mehr PCI-Express-Leitungen nutzen zu können. Ersterer wird dabei wohl direkt an die 16 PCI-Express-Leitungen der Lynnfield-Prozessoren angeschlossen und teilt diese dann auf bis zu 32 Leitungen auf. Wie genau der PLX-Chip angebunden ist, ist hingegen noch nicht bekannt.

Grund für diesen Controller ist die Verwendung von USB-3.0 und SATA-III. Für diese beiden Features sind zusätzliche Controller von NEC bzw. Marvell auf der Platine untergebracht, die per PCI-Express angebunden sind. Da der P55-Chipsatz pro PCI-Express-Leitung jedoch nur einen Durchsatz von 500 MB/s bereitsstellt, müssen mehrere Leitung gebündelt werden um eine ausreichende Bandbreite zur Verfügung zu stellen.

Bild: Gigabyte bringt neue UD7-Mainboardserie für X58- und P55-Chipsatz
Quelle: Tweaktown


Die Kühlung der beiden Chips übernimmt ebenso wie beim X58A-UD7 ein Kühler mit einer Vorrichtung um eine Wasserkühlung anzuschließen. Eine Silent-Pipe kann jedoch nicht verwendet werden, was jedoch verschmerzbar ist. Durch den ausladenden Kühler wird eine Nutzung des obersten PCI-Express-x1-Anschluss jedoch wie beim X58-Bruder sehr schwer. Gemäß Tweaktown ist das Design – wie beispielsweise an der Namensgebung zu erkennen – noch nicht final. Vielleicht tut sich hier also noch etwas.

Einen Preis wollte uns Gigabyte ebenfalls noch nicht verraten, angesichts der Ausstattung, die einem P55A-UD6 gleicht und noch ein paar Features zusätzlich mitbringt, ist davon auszugehen, dass das P55A-UD7 die 200-Euro-Marke durchbricht.
[]







Stichworte zur Meldung: Mainboard Gigabyte