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Aktien von AMD und NVIDIA profitieren von Intels Grafik-Rückzug

Wirtschaft | HT4U.net
Mit Larrabee hat Intel die letzten Monate viel Staub aufgewirbelt – die Aussicht auf neue Konkurrenz im hart umkämpften Grafikchip-Geschäft nährte Phantasie und Hoffnung vieler, die bisher zwischen AMD und NVIDIA hin- und hergerissen waren. Mit der Verkündung von Intel, die erste Larrabee-Generation als Forschungsprojekt zu begraben, schöpfen die Mitbewerber in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wieder etwas Mut. Auch die Investoren an den Börsen waren erleichtert und sorgten für ein Kursfeuerwerk.

Während die Anteile von AMD sich im Laufe des Tages um 8,4 Prozent verteuerten, schoss NVIDIA um 12,8 Prozent in die Höhe. Beide Unternehmen entgehen zunächst der Gefahr, vom wertvollen Grafikkarten-Kuchen weitere Stücke abgeben zu müssen und behalten zumindest im disketen Grafikkarten-Geschäft den Kochlöffel in der Hand.

Bei integrierten Grafikeinheiten sah das Bild schon seit geraumer Zeit anders aus. Dort konnte Intel sich mit den eigenen Chipsatz-Lösungen jahrelang rund die Hälfte des Marktes sichern – wohl auch, weil hier weniger die Leistung als vielmehr das gutfunktionierende Gesamtpaket aus CPU, Chipsatz, WLAN und Grafik eine wesentliche Rolle spielt. – Ein Grund, warum AMD den Kauf von ATI schulterte.

Die kurze Euphorie sollte man allerdings nicht überschätzen. Das Kursfeuerwerk lässt sich lediglich derart interpretieren, dass das Szenario für einen härteren Grafikmarkt mit drei großen Herstellern verworfen wurde und entsprechend geringe Umsatzzahlen nun vorerst vom Tisch sind. Nun liegt es aber an NVIDIA und AMD, die Chancen undn zusätzliche Entwicklungszeit zu nutzen. Intel kehrte dem Markt schließlich nicht komplett den Rücken sondern wird in den Entwicklungsabteilungen weiter an guter Technik forschen.
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