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Die beliebtesten Passwörter - wie es einfach besser geht

Internet | HT4U.net
Eine frische Passwort-Studie eröffnet erschreckende Erkenntnisse über das Sicherheitsempfinden von Internet-Nutzern. Darin werden die beliebtesten Passwörter genannt: "123456" oder "passwort" sind dafür nur wenige Beispiele. Doch gerade das Passwort ist bei der wachsenden Zahl an Online-Diensten, die eine persönliche Authentifizierung erfordern, der wichtigste Teil für ausreichend Schutz vor böswilligen Angreifern und Datenspionen. Und er lässt sich auf einfache Weise sicher gestalten.

Zunächst die Liste der 10 beliebtesten Passwörter. Häufig finden sich die Zahlenreihen, an denen sich leicht erkennen lässt, welche Vorabe zur Passwortlänge gemacht wurde. Gleichzeitig wird an der Übersicht deutlich, dass die länge des Passworts nicht unbedingt etwas über die Sicherheit aussagen muss.

  1. 123456
  2. 12345
  3. 123456789
  4. Password
  5. iloveyou
  6. princess
  7. rockyou
  8. 1234567
  9. 12345678
  10. abc123


Dass viele Nutzer so einfache Passwörter verwenden ist allerdings nur ein Faktor. Häufig kommt hinzu, dass sie ausschließlich dieses Eine verwenden – für alle Accounts wie E-Mail, Konto, Social-Network oder Forum. Das heißt, errät der Angreifer das Passwort für einen Zugang, bekommt er freien Eintritt in das vollständige Online-Leben des Betroffenen.

Verstehen kann man die Wahl aus gründen der Bequemlichkeit. Immer mehr Dienste erfordern eine Registrierung und bei über fünf verschiedenen Zugängen, mehreren E-Mail-Postfächern und Foren verliert man schnell den Überblick.

Einfach sichere Passwörter


Der erste Schritt zu sicheren Passwörtern ist einfach, aber effektiv: Nicht überall das gleiche Passwort verwenden, sondern mehrere. So sollte für sehr wichtige Accounts wie bei Bankdaten ein anderes Passwort eingesetzt werden als bei einfachen Foren-Registrierungen. Man sollte schließlich bedenken, dass man auch nicht bei allen Foren sicher sein kann, dass die Passwörter verschlüsselt gespeichert werden.

Der zweite Schritt ist etwas komplizierter. Viele Nutzer suchen Passwörter, die sie sich einfach merken können. Aus diesem Grund nutzen nur die wenigsten zufällige Zeichenfolgen, die als besonders sicher gelten, weil sie in keinem Wörterbuch auftauchen. Denn gerade Wörterbücher sind die erste Quelle für sogenannte Passwort-Cracker.

Wie kann man aus einem einfachen Wort ein sicheres Passwort erzeugen? Am einfachsten, indem man es Rückwärts schreibt: Aus "HardTecs4U" wird dann zum Beispiel "U4sceTdraH". Vergessen wird das niemand, auch wenn es am Anfang etwas schwerer zu tippen ist. Wenn man dann zum Beispiel das persönliche Geburtsjahr mit einpflegt, wird aus dem einfachen Passwort eine praktisch nicht mehr zu erratende Zeichenkette. In einfacher Form: "HardTecs4U" + "2000" ließe sich zu "H2a0r0d0Tecs4U" erweitern, Rückwärts entstünde sogar "U240s0c0eTdraH".

Der Charme dieser Methode ist, dass sie Passwörter in beliebiger Komplexität erzeugen kann, die man selbst unmöglich vergisst, weil sie persönliche Daten enthalten – von außen aber nicht mehr durchschaubar sind. Zusätzlich lässt sich die Methode beliebig variieren – etwa mit einem zweiten Namen, dem Geburtsort, dem Hochzeitstag oder der Länge des Äquators. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.
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