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AMD spricht über Bulldozer und Bobcat

Prozessoren | HT4U.net
Am 22. August startete die HotChips-Konferenz, ein Datum, dass sich der ein oder andere Prozessor-Interessierte wohl sehr genau eingeprägt haben dürfte. Schließlich kündigte AMD bereits vor einiger Zeit an, auf eben jener Konferenz etwas mehr über die kommenden Prozessor-Architekturen Bulldozer und Bobcat zu verraten. Heute war es nun soweit, doch wirklich konkret wurde der Hersteller nicht.

Insbesondere in Sachen Bulldozer hielt sich AMD sehr bedeckt und verriet eigentlich nichts neues. So referierte man erneut über das neue Design mit zwei Integer-Kernen innerhalb eines Moduls – siehe Bild unten – und die Leistung der neuen Prozessoren ohne dabei jedoch neue Details zu verraten. Ob nun die Spekulationen über 8 Integer-ALUs (Arithmetisch-Logische-Einheit) und sechs AGUs (Adress-Generierungs-Einheit) zutreffen bleibt somit weiterhin offen. auch die Bandbreite der Fetch- und Decode-Stufe wollte man nicht preisgeben. Einzig in Sachen Sockel äußerte man sich und dürfte damit unter Umständen für Verunsicherungen sorgen, erwähnte man doch dass es einen neuen Sockel für Bulldozer geben wird – ohne Abwärtskompatibilität.

Bild: AMD spricht über Bulldozer und Bobcat


Weiterhin lies man durchblicken, dass man TurboCore – die TurboMode-Technologie von AMD – überarbeitet hat und diese nur sehr ähnlich zu jener von Intel arbeitet. So soll es in der CPU eine Schaltung geben, welche den Energieverbrauch überwacht und je nach Lastsituation Kerne oder sogar ganze Module abschalten kann. Den vorhanden Raum im thermischen Budget soll dann TurboCore ausnutzen können.

Auch über die kommenden Bobcat-Prozessoren sprach der Hersteller. Diese Ableger richtet sich an Low-Budget-Rechner – insbesondere jene bei denen es auf einen sehr geringen Energiebedarf ankommt, z.B Netbooks. Im Gegensatz zum großen Gegenspieler – dem Atom von Intel – basiert der Bobcat auf einer Out-of-Order-Architektur, unterstützt SSE bis Version 3 (inklusive SSSE3) und bietet Hardware-Virtualisierungsfunktionen. Dank diverser Energiespartechniken wie Clockgating (Reduzierung der Schaltenergie) und Powergating (Reduzierung der Leckströme) will der Hersteller dabei einen Verbrauch unter 1 Watt ermöglichen. Vermutlich wird man diese Werte jedoch nur im Idle erreichen.

Abgesehen von der Größe des L1-Caches, der nur 32 KByte fassen wird, verriet AMD jedoch keine weiteren Performance-relevanten Daten. Wie leistungsfähig die Out-of-Order-Pipeline also wirklich ist, bleibt abzuwarten.

Bild: AMD spricht über Bulldozer und Bobcat


Zusammen mit einem integrierten Grafikkern bilden ein oder mehrere Bobcat-Prozessoren die Ontario-APU, mit welcher AMD den Netbook-Markt revolutionieren will. Ob dies gelingt muss natürlich noch abgewartet werden, die Spezifikationen sind jedoch schon einmal viel versprechend.
Bild: AMD spricht über Bulldozer und Bobcat



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